Samstag, 20. August 2016

Roman Türk: Nationalpark Hohe Tauern: Flechten

Roman Türk: 
Nationalpark Hohe Tauern: Flechten
Wissenschaftliche Schriften
Von der Vielfalt der Flechten in den Hohen Tauern
 


Zu den faszinierendsten - und ältesten - Lebewesen der Erde gehören Flechten, eine Symbiose aus Alge und Pilz. Nicht nur was ihre Natur anbelangt - auch aus rein optischen Gründen können sie begeistern.

Flechten gehören zu einer Gruppe von Pilzen, die es gelernt haben, Algen als Symbiosepartner für ihre Ernährung zu nutzen. Diese Pilze – vor allem Schlauchpilze – entwickeln im Zusammenleben mit den Algen die unterschiedlichsten Formen von unscheinbaren Krusten bis hin zu großen blattartigen Gebilden, aufrecht stehende Sträuchlein oder lange, bartförmige Gebilde auf Bäumen.

Das vorliegende Buch führt in die erstaunlich vielfältige Lebensweise der Flechten ein und stellt mit eindrucksvollen Bildern die charakteristischen Arten vor, die im Nationalpark Hohe Tauern anzutreffen sind. Dabei finden wir Flechten von den Wäldern bis hinauf zu den eisigen, windumtosten Höhen der Berggipfel in der nivalen Stufe.

Die zahlreichen Farbfotos des Bandes zeigen die Welt dieser pittoresken und widerstandsfähigen Lebewesen in ihrer ganzen Breite. Hat man das Buch zumindest einmal aufmerksam durchgeblättert wandert man künftig mit einem ganz anderen Verständnis nicht nur durch die Bergwelt der Hohen Tauern, sondern überhaupt in der Natur. Wenn möglich in Begleitung einer Lupe, wie es der Autor auf einem Foto eindrucksvoll demonstriert. Wie es sich gehört besitzt dieses wissenschaftliche Werk ein umfangreiches Literaturverzeichnis, eine tabellarische Artenliste der Flechten im Nationalpark Hohe Tauern und - für den Laien und Nichtbiologen zum Verständnis des Textes wichtig - ein ausführliches Glossar, in dem vor allem die lateinischen Namen und Bezeichnungen erklärt sind.

Zum Autor:
ROMAN TÜRK, geb. 1945 in Richterhof (Tschechien), aufgewachsen in Steyr, studierte Botanik, Zoologie und Ökologie in Wien; wissenschaftl. Mitarbeiter am Institut für Botanik der Universität Würzburg, 1975 Assistent am Institut für Pflanzenphysiologie der Universität Salzburg, dort 1980 Habilitation und 1983 Ernennung zum Außerordentlichen Professor für Ökologie und Ökophysiologie der Pflanzen.
Türk war der Initiator für die Kartierung von Flechten in Österreich, was zur intensiven Beschäftigung mit der Flechtenflora in Vorarlberg, Kärnten, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien führte mit zahlreichen Neufunden. In den letzten zehn Jahren seiner Forschungstätigkeit an der Universität Salzburg arbeitete er über die Flechtenflora in der Antarktis, den Wüstengebieten von Nordamerika, in Südamerika, Neuseeland und in der alpinen bis nivalen Zone der Alpen. Seit 2011 ist Türk Präsident vom naturschutzbund österreich und seit 2014 Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaft und Kunst.

Roman Türk: Nationalpark Hohe Tauern Flechten.  Wissenschaftliche Schriften. 311 Seiten, 503 farbige Abbildungen, 5 schwarzweiß-Zeichnungen, 2 farbige und 1 schwarzweiß-Karte. Format 24 cm x 16.5 cm. Tyrolia Verlag, Innsbruck, 2016. ISBN ISBN 978-3-7022-3494-2. 16.90 EUR.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.


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