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Donnerstag, 17. April 2025

Helen Brown/Claire Scully (Illustrationen): Der Natur-Erklärer

Helen Brown/Claire Scully: 

Der Natur-Erklärer

Bäume, Blätter, Blumen, Samen, Pilze und Jahreszeiten

 

Was du schon immer über die Natur wissen wolltest, das wäre, getreu einem alten Filmtitel, eigentlich auch ein passender Titel für dieses Buch.

Interessant für Kinder ist das allemal, man braucht bloß einem einem Kind zuzusehen, das vom Dahinschleichen einer Schnecke oder dem Winden eines Wurms fasziniert ist. Und hier geht es um viel mehr. Um die gesamte Flora fast.

Die Natur steckt voller kleiner und großer Rätsel. Wie wird aus einem winzigen Samen ein mächtiger Baum? Wie vermehren sich Blumen sich vermehren, warum sind Blätter grün und wovon ernähren sich Pilze oder wo überwintern Marienkäfer?

Fragen über Fragen …

Für ein Kind überhaupt. Ist es mal erwachsen hat es entweder andere Interessen oder sich die Natur und ihre Erforschung zum Beruf gemacht.

Hier setzt „Der Natur-Erklärer“ uns gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Dieses liebevoll illustrierte Sachbuch – nebenbei bemerkt ist bereits das reliefierte Cover eindrucksvoll und wertig – und nimmt die Natur ganz genau unter die Lupe.

Kapitel für Kapitel gibt es zunächst einen Überblick über jedes Thema und beleuchtet dann detailliert einzelne Aspekte und Zusammenhänge. Informative, gut verständliche Texte und detailgenaue Illustrationen machen dieses Buch zum perfekten Begleiter für alle Neugierigen.

… nicht nur von Kindern

Und, das sollte man nicht vergessen: Das Buch eignet sich auch bestens für Erwachsene, die im Biologieunterricht nicht richtig aufgepasst haben oder das dort Gehörte vergessen haben. Hier können sie auf einfache und interessante Weise ihre entstandenen Lücken in Naturkunde auffrischen. Spaß macht es allemal.

Zur Autorin und zur Illustratorin:

Helen Brown ist Kinderbuchautorin und Lektorin. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit damit, über die unterschiedlichsten Themen zu lernen und Kinderbücher darüber zu schreiben. Mit ihrem Hund lebt sie in London.

Claire Scully ist Illustratorin und lebt in London.

Helen Brown/Claire Scully (Illustrationen): Der Natur-Erklärer. Bäume, Blätter, Blumen, Samen, Pilze und Jahreszeiten. Aus dem Englischen von Ute Löwenberg. 64 Seiten, reich illustriert, Bindung: Hardcover, Pappband, Format: 25,6 x 31,0 cm. Prestel, München, 2025. ISBN: 978-3-7913-7604-2. 24 €

Dieter Buck

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Samstag, 8. Februar 2025

Margot Spohn: Was blüht denn da – Das Original

Ein Klassiker feiert Geburtstag:

„Was blüht denn da?“ wird 90 Jahre

90 Jahre, 61 Auflagen und über 4,5 Millionen verkaufte Exemplare – der Naturführer „Was blüht denn da?“ ist Longseller, Bestseller und mittlerweile das populärste Standardwerk der Pflanzenbestimmung

 

Wer kennt es nicht, das seit Jahrzehnten unentbehrliche Pflanzenbestimmungsbuch? Es macht es dem interessierten Laien einfach, zwischen Gänseblümchen und Wildrose zu unterscheiden – einfach durch die Farbe!

„Was blüht denn da?“ – Der Klassiker, der Abertausenden von Naturfreunden über Jahrzehnte treue Dienste geleistet und Generationen in Sachen Pflanzenbestimmung über die verschiedenen Neugestaltungen hinweg „sozialisiert“ hat, feiert Jubiläum. Denn 1935 ist dieser Klassiker unter den naturkundlichen – und für Laien verständlichen – Werken das erste Mal erschienen. Seither hat sich Alois Koschs Buch mit der prägnanten Titelformulierung zum populärsten Standardwerk der Pflanzenbestimmung entwickelt und ist aus dem Naturbuchregal nicht mehr wegzudenken. 

Die Grundidee war so einfach wie erfolgreich und ist auch heute noch topaktuell: Blühende Pflanzen fallen dem Betrachter vor allem durch ihre Farbe auf. Was liegt da näher, als Blumen einfach nach den Blütenfarben zu bestimmen? Und auch der Laie kann somit mit diesem wohl meist gekauften Standardwerk über 870 Blütenpflanzen bestimmen.

Zum 90-jährigen Jubiläum präsentiert sich der Longseller nun ganz frisch aktualisiert und die Naturfreundinnen und -freunde erwartet zusätzlich ein spielerisches Artenquiz-App in der KOSMOS-PLUS-App.

„Bibel der Pflanzenbestimmung“

Das Ordnungsprinzip des Buches – der KOSMOS-Farbcode – liegt bis heute immer noch dem Naturführer zu Grunde und ist einer seiner Erfolgsfaktoren. Mehr als 2000 naturgetreue Zeichnungen, darunter mehr als 900 zusätzliche Detailzeichnungen von Blüten, Blättern, Früchten und Wurzeln, unterstützen bei der Bestimmung. Als Extra werden noch die häufigsten Bäume, Sträucher und Gräser erklärt. 

 


Ein weiterer Garant für die Qualität ist die regelmäßige Bearbeitung. In den 90 Jahren seines Erscheinens wurde „Was blüht denn da?“ immer wieder überarbeitet, aktualisiert, ergänzt und natürlich an die modernen Lese- und Sehgewohnheiten angepasst. So ist das Buch für jede Generation ein verlässlicher und attraktiver Naturführer geworden.

An die Seite des Klassikers sind mittlerweile auch noch weitere „Was blüht denn da?“-Produkte getreten. Seit 1991 gibt es z. B. einen Fotoband und seit 2005 ein Bestimmungsbuch für Kinder. 2015 wurde der Naturführer nach der neuen Systematik aktualisiert und um 180 Zeichnungen auf nun über 2000 Illustrationen ergänzt.

Heute Margot Spohn: Was blüht denn – Das Original

Und was sagt man, wenn man die Neuauflage zum ersten Mal sieht? – „Es geht halt nichts über Zeichnungen“, natürlich. Und es ist was dran: Die Präzision und Genauigkeit, das Hervorheben der charakteristischen Merkmale, nirgendwo gelingt dies besser als in einer Zeichnung. Da kommt kein noch so scharfes Foto mit. Auch Koschs Grundidee, die Gliederung nach den Farben, ist so einfach wie erfolgreich und auch heute noch topaktuell, da sie interessierten Laien einen einfachen und perfekten Einstieg bietet. 

90 Jahre und wieder frisch

Zum Geburtstag präsentiert sich der Longseller jetzt in frischem Gewand und wartet mit aktualisiertem Inhalt auf. Zusätzlich ist der Band mit der preisgekrönten Bestimmungs-App „Flora Incognita“ verknüpft, sodass man die mehr als 870 Blütenpflanzen und über 2000 detailgetreuen Illustrationen aus dem Buch auch unterwegs immer dabei hat. Als besonderes Geburtstagsgeschenk gibt es in der KOSMOS-Plus-App noch ein Pflanzenquiz, mit dem man ganz spielerisch seine frisch erworbenen Artenkenntnisse testen kann.

 

„Pflanzen bestimmen nach Blütenfarbe, das war 1935 revolutionär“

Drei Fragen zu „Was blüht denn da?“ an Birgitta Barlet, Verlagsleiterin Kosmos Buch und Claudia Salata, Redakteurin Natur bei Kosmos.

 

Warum ist dieses Naturführer seit fast 100 Jahren so erfolgreich?

BB:

In Schlagworten heruntergebrochen sind das: Konzept, Titelformulierung, ständige Erneuerung. Pflanzen bestimmen nach Blütenfarbe, das war 1935 revolutionär: der Verzicht auf den wissenschaftlichen Zugang, stattdessen ein ganz einfacher – orientiert an dem, was man als Erstes wahrnimmt.

Dies war eine echte Innovation, die vor allem unter Biologen nicht unumstritten war! Aber der Erfolg gab Kosmos recht. Einfach, nahbar, bedürfnisorientiert ist auch die Titelformulierung „Was blüht denn da?“, die zu einem Markenzeichen der Kosmos Naturführer geworden ist.

Sie ist prägnant und vereint Neugier und „Problemlösung“ in einem Satz. Und nach dem Motto „Nur wer sich verändert, bleibt sich treu“ spielt natürlich auch die regelmäßigen Überarbeitungen eine Rolle: angepasste Texte, gewisse Layoutveränderungen, Zusatzinhalte.

Eine Konstante seit vielen Jahrzehnten: die wunderbaren naturgetreuen Illustrationen von Marianne Golte-Bechtle. Sie sind das Gesicht dieses Buch. Man sieht das Herzblut, die Begeisterung und auch die Detailversessenheit, die sie in jede einzelne Abbildung gelegt hat. Ohne sie wäre „Was blüht denn da?“ nicht das, was es heute ist: der mit Abstand meistverkaufte Bestimmungsführer – und inzwischen sogar in einer chinesischen Ausgabe erhältlich.

CS:

In den 1990ern habe ich Biologie studiert und das Buch geschenkt bekommen. Was für eine Hilfe als Botanik-Einsteiger, sich nicht alleine durch die manchmal komplizierten Schlüssel quälen zu müssen, sondern die Pflanzen direkt mit den wunderbaren Illustrationen vergleichen zu können. Das Buch hat so unglaublich viel dabei geholfen, sich ein Bild – im wahrsten Sinne – von der Pflanzenwelt zu machen. Auch wenn man das gegenüber den Professoren besser nicht zugegeben hat.

Heute bin ich als Redakteurin für das Buch verantwortlich, das mich eigentlich schon mein ganzes Leben lang begleitet hat – und darauf bin ich stolz. Nun habe ich es in der Hand, es zusammen mit den Autorinnen und Autoren kontinuierlich weiter zu optimieren und es für die Leser attraktiv zu machen. Gar nicht so einfach, in einer zunehmend digitalisierten Welt. Aber durch die Kooperation mit der Pflanzenbestimmungs-App Flora Incognita (seit 2021) und mit der extra für das Jubiläum entwickelten Quiz-App gelingt es, diesen Klassiker up to date zu halten.

Warum braucht man in Zeiten von Bestimmungs-Apps überhaupt noch einen gezeichneten Naturführer?

CS:

Zum einen zeigt die Zeichnung die Merkmale in ihrer Idealform und nichts, das vom Wesentlichen ablenkt, z.B. Gras oder die Umgebung. Zum anderen bietet das Buch die Möglichkeit, ähnliche Pflanzen schnell miteinander zu vergleichen. Unsere Seiten sind so aufgebaut, dass ähnliche Arten auch auf einer Seite zu sehen sind. Mithilfe dieser Darstellung versteht der Leser überhaupt erst, dass Pflanzen in Familien eingeteilt sind, die sich untereinander ähnlich sehen.

Buch und App können sich sehr gut ergänzen. Es ist ähnlich wie bei einer Fremdsprache: Man kommt mit einem Übersetzungsprogramm fast überall durch, aber man beherrscht die Sprache trotzdem nicht.

Mit einer App kann man die Pflanzen bestimmen, aber sie wirklich erkennen, das lernt man nur mit einem Buch, das auch Zusammenhänge vermittelt.

Und für wen eignet sich der Bestimmungsführer?

CS:

Grundsätzlich für alle, die sich näher mit der Natur beschäftigen wollen. Es ist keinerlei Vorwissen nötig, nur Neugier und Freude an Pflanzen. Und speziell für Kinder gibt es inzwischen auch den Kinder-Naturführer „Mein erstes Was blüht denn da?“.

Generell gilt: Spaziergänge in der Natur werden mit „Was blüht denn da?“ mindestens doppelt so interessant. Denn aus all dem undefinierten Grün werden plötzlich Odermenning, Baldrian, Wiesenschlangenknöterich oder Kleine Braunelle. Und hinter jeder Ecke gibt es eine neue Pflanze zu entdecken, der man dank „Was blüht denn da?“ einen Namen geben kann.

BB:

Und mit dieser Neugier am Anfang ergibt sich noch etwas ganz anderes, und hier darf ein anderer Klassiker zu Wort kommen, Konrad Lorenz: „Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt.“

Die Autoren von „Was blüht denn da?“

Alois Kosch (1907–1954)

Alois Kosch stammte aus mittellosen Verhältnissen und holte nach Volksschule und Drogisten-Ausbildung zunächst das Abitur nach. Im Anschluss studierte er Medizin, promovierte zum Thema „Arzneipflanzen“ und ließ sich dann als Arzt in Innsbruck nieder.

Neben seinen Studien widmete er sich der Kunst und dem Sport. Bereits während seiner Studentenzeit entwarf er das Urbild für ein Bestimmungsbuch, das für Laien und nicht für den wissenschaftlich vorgebildeten Naturfreund gedacht war. Da lag es nahe, diesen Pflanzenführer nach dem auffälligsten Merkmal zu ordnen: nach der Blütenfarbe.

Dieser KOSMOS-Farbcode sowie der Titel „Was blüht denn da?“ sind bis heute unverändert geblieben und mittlerweile zu einem Markenzeichen geworden.

Dietmar Aichele (1928–1996)

Dietmar Aichele war Botaniker, Pädagoge und Sachbuchautor. Neben seiner Lehrtätigkeit an Gymnasien in Stuttgart und Böblingen verfasste er zahlreiche weit verbreitete Werke zur Pflanzenbestimmung und weitere Naturführer. Dietmar Aichele sah seine Aufgabe vor allem darin, seine Kenntnisse auch interessierten Laien außerhalb der Schule oder Hochschule in verständlicher Form weiterzugeben, zum Beispiel bei Vorträgen und Exkursionen in Ortsvereinen von Naturschutzverbänden, Volkshochschulen und natürlich durch die Veröffentlichung seiner zahlreichen Pflanzenbücher.

Für den Kosmos Verlag schrieb er weit über zwanzig Titel oder war Mitverfasser und lieferte vielfach auch die passenden Fotos dazu.

Wilhelm Johannes Fischer (1892–1977)

Wilhelm Johannes Fischer war ein deutscher Botaniker und Ornithologe, Gymnasiallehrer, Hochschullehrer und Autor von Sachbüchern, der über vier Jahrzehnte in Stuttgart wirkte. Er betreute ab 1950 die „Was blüht denn da?“-Ausgaben mit. Nach dem frühen Tod des Verfassers Alois Kosch übernahm er die Überarbeitung und Erweiterung komplett.

Margot Spohn

hat Biologie in Tübingen studiert. Ihre Schwerpunkte waren Botanik und Pharmazeutische Biologie. Zusammen mit ihrem Mann hat sie bereits mehrere botanische Bestimmungsbücher sowie Naturführer veröffentlicht. Hauptberuflich arbeitet sie in der Zulassung komplementärmedizinischer Arzneimittel.

Die Illustratoren von „Was blüht denn da?“

Marianne Golte-Bechtle (1941–2023)

Bevor sie im Kosmos Verlag fest als Illustratorin angestellt wurde, studierte Marianne Golte-Bechtle nach einer Ausbildung am Frankfurter Naturmuseum Senckenberg „Wissenschaftliche Grafik“ an der Fachhochschule Wiesbaden. Für die erste farbige Ausgabe von „Was blüht denn da?“ (1973) hat sie alle 600 Illustrationen selbst angefertigt. In jahrelanger Arbeit hat sie jede einzelne Pflanze porträtiert – und alle standen im Original, in einer kleinen Vase auf ihrem Schreibtisch, Modell. Über die Jahre sind fast 900 Illustrationen in den Naturführer aufgenommen wurden und ihre detailreichen, naturgetreuen Zeichnungen prägen bis heute seine Optik.

Dr. Roland Spohn

studierte Biologie in Tübingen und promovierte über Schlafforschung. Bereits während seines Studiums hat er seine künstlerischen Fähigkeiten für wissenschaftliche Illustrationen eingesetzt. Für „Was blüht denn da?“ hat er fast alle Detailabbildungen angefertigt, insgesamt über 850 Zeichnungen von Blüten, Blättern, Stengeln, Wurzeln, Samen und Früchten. Roland Spohn arbeitet als selbstständiger Sachillustrator und Naturfotograf und führt ein umfangreiches Fotoarchiv. Außerdem kombiniert er biologische Themen zu phantasievollen Gemälden. Zusammen mit seiner Frau leitet er auch Exkursionen und hält Vorträge.

Margot Spohn: Was blüht denn da – Das Original. 496 Seiten, 2065 Farb-Illustrationen, 112 SW-Illustrationen, Paperback, Breitklappenbroschur. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 2025. ISBN 978-3-440-18088-4. 22 € (D), 22,70 € (A), 30,50 sFr (CH)

 Dieter Buck

Quelle: Franckh-Kosmos Verlag

Abbildungen: (c) M. Golte-Bechtle/Kosmos

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Sonntag, 21. April 2024

Marine Cressy: Ich sehe was, was ich nicht kenn´

Marine Cressy:

Ich sehe was, was ich nicht kenn´

Pflanzen unterwegs entdecken und bestimmen

 


Der Autor hat ja schon viele Pflanzenbestimmungsbücher in der Hand gehabt, solche mit Fotos und solche mit Zeichnungen. Noch nie aber ein so pfiffiges und letztendlich fast lustiges wie dieses aus dem Französischen übersetzte Büchlein.

Ich sehe was, was ich nicht kenn‘! Und das ist …? Bevor man weiterhin im Dunklen tappt, lernt man mit diesem Buch spielerisch 460 Bäume, Sträucher und Blumen kennen, denen man im Garten oder überall unterwegs begegnet.

Dieses entzückend gestaltete Mini-Bestimmungsbuch ist einem fast zu schade, um es in die Jackentasche oder den Rucksack zu stecken, denn bereits bei der zweiten Tour wird man ihm seine Gebrauchsspuren ansehen. Schade eigentlich.

Da es aber dabei hilft, die Pflanzen und ihre Namen kennenzulernen, benutzt man es vielleicht eher zu Hause als Nachschlagewerk und erfreut sich jedes Mal an den wunderschönen Zeichnungen, ja an der gesamten Gestaltung des Buches.

Über die Namen hinaus erfährt man auch viel Praktisches und Wissenswertes um die jeweiligen Pflanzen, so zum Beispiel, dass der Apfel die Frucht der Erkenntnis ist – das weiß man ja vielleicht noch – oder dass Weintrauben für dionysische Feste stehen.

Die praktische Sortierung nach Jahreszeiten & Farben, viele knackige Infos zu den neuen Lieblingspflanzen und kleine witzige Zeichnungen als Eselsbrücken machen leicht jeden Leser, jede Leserin zum wissenden Pflanzenkenner. Und das sogar ganz ohne Fachchinesisch!

Zur Autorin/Zeichnerin

Marine Cressy lebt in Perpignan, wo sie als Landschaftsarchitektin arbeitet. Sie berät Gemeinden bei der Landschaftsgestaltung und führt regelmäßig Workshops in Schulen durch. Neben den Pflanzen ist das Zeichnen ihre zweite Leidenschaft.

Marine Cressy/Claudia Arlinghaus (Übersetzung aus dem Französischen): Ich sehe was, was ich nicht kenn´. Pflanzen unterwegs entdecken und bestimmen. 144 Seiten, 718 farbige Zeichnungen, Klappenbroschur. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2024. ISBN 978-3-8186-1955-8. Gedrucktes Buch 12 €, E-Book (PDF) oder E-Book (EPUB) 9,99 €

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

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Freitag, 23. September 2022

Jürgen-Thomas Ernst: Geheimnisse des Waldes

 Jürgen-Thomas Ernst:

Geheimnisse des Waldes

Von Mandarinenduft, Zaubermitteln gegen Kopfschmerzen, natürlichen Lichtquellen und dem wohl gesündesten Ort der Welt

Das vorliegende Buch überrascht gleich einmal durch einen Einband, der eine feine Holzmaserung imitiert, darin ein Waldbild, ganz in grün, und ganz zum Thema passend.

 Der Autor ist seit über 25 Jahren Förster und Waldpädagoge. In diesem Buch gibt er Einblicke in die Geheimnisse des Waldes und erklärt, wo es in unseren heimischen Wäldern nach Mandarinen duftet, wo man im Wald ein sehr wirksames Mittel gegen Kopfschmerzen finden kann, oder was ein Kienspan ist und wofür man ihn in früheren Zeiten verwendet hat.

Der Autor, Förster und Waldpädagoge, erzählt darin in einem imteressanten Spektrum vom Wald. Von Achtsamkeitsübungen und Waldbaden, von Geheimnissen wie das vom Feuermachen und ähnlichem, von den Bäumen bzw. von den Pflanzen des Waldes allgemein, vom Waldtee, der Waldapotheke und sogar von der Waldschuhcreme – also wie man im Wald überleben kann. Dazu kommen Arbeits- und Bastelanleitungen, von der Kugelbahn, dem Feuermachen über Flussläufe bauen (für Kinder wegen des Wassers sicher besonders interessant), von Schutzwäldern, Rottenwäldern und Lawinenverbauungen.

Zudem zeigt Ernst Möglichkeiten auf, wie wir den Kontakt zur Natur und zum Wald nicht verlieren. Denn diese Gefahr besteht. Der amerikanische Autor Richard Louv spricht von einer „Nature deficit disorder“. 

Ein Buch also, das viele ansprechen wird, ein Buch, das viel zum selbst unternehmen animiert, ein Buch, das viele Geheimnisse entschlüsselt.

Fazit:
Mit diesem Buch lernen wir den Wald auf gänzlich neue Art kennen. Er ist der nachhaltigste und klimaneutralste Ort der Welt, der unbedingt geschützt werden muss. 

Jürgen-Thomas Ernst: Geheimnisse des Waldes. Von Mandarinenduft, Zaubermitteln gegen Kopfschmerzen, natürlichen Lichtquellen und dem wohl gesündesten Ort der Welt. 240 Seiten, zahlreiche Fotos, Format: 14,80x21,00 cm, gebundene Ausgabe. Braumüller Verlag, Wien, 2022. ISBN 978-3-99100-352-6. 26 €.

Veranstaltung:

Lesung

Dienstag, 18. Oktober 2022

19:30 Uhr

Kuppelsaal Vorarlberger Landesbibliothek

6900 Bregenz

Fluherstraße 4

Zum Autor:

Jürgen-Thomas Ernst wurde 1966 in Vorarlberg geboren. Für seine Theaterstücke erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. 2010 erschien mit Anima sein erster historischer Roman, der mit dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet wurde. Zuletzt bei Braumüller erschienen: Vor hundert Jahren und einem Sommer (2015) und Schweben (2017). Jürgen-Thomas Ernst ist zudem ausgebildeter Förster und leidenschaftlicher Waldpädagoge. Eines seiner Projekte wurde 2019 mit dem Vorarlberger Schutzwaldpreis und 2021 mit dem Internationalen Schutzwaldpreis ausgezeichnet.

Foto: © Alois Rüscher

Dieter Buck

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Freitag, 15. September 2017

Ursula Stichmann-Marny/Heike Herrmann: Was blüht denn da? Kindernaturführer

Ursula Stichmann-Marny/Heike Herrmann:
Was blüht denn da? Kindernaturführer



Wer mit Kindern in der Natur unterwegs ist wird immer wieder erleben, dass nach den Namen und sonstigen Besonderheiten von Blumen gefragt wird. Fängt man einmal damit an, gehen die Fragen meist weiter.

Welche Blumen wachsen in unserer Umgebung? Wie erkennt man sie, was sind ihre Besonderheiten? Was kann man damit machen? Wie kann man einen Blühkalender anlegen?

Solche Fragen und das Interesse der Kinder für die Natur erfreut einen schon. Peinlich aber, wenn man bei jeder zweiten Frage passen muss. In diesem KOSMOS Kindernaturführer sind die 85 wichtigsten einheimischen Blumen kindgerecht beschrieben. Unterwegs findet das Kind die entsprechende Pflanze sicher schnell, ist das Buch doch nach der Blütenfarbe geordnet. Genaue Zeichnungen erleichtern zusammen mit der verbalen Beschreibung das Bestimmen und Erkennen - besser sicher als jedes noch so gute Foto. Es wird erklärt, wo die entsprechende Blume zu finden ist, ob sie giftig ist oder was man ihr machen (spielen oder basteln) kann. Zudem gibt es auch ein Register.

Basteln und mehr mit Blumen
Abschließend gibt der auch vom NABU empfohlene Band nützliche Infos, Tipps und Tricks rund ums Bestimmen, Sammeln und Pressen, zum Mitmachen und Ausprobieren: Wie mache ich ein Herbrarium, wie einen Blühkalender, wie mache ich einen Blumenstrauß, was kann ich mit Blüten und Blättern basteln, welche Wildkräuter kann man wie essen.

Geeignet ist das Buch für Kinder ab 8 Jahren.

Zusammengefasst kann man den Inhalt und den Nutzen für den Nachwuchs in drei Sparten einordnen:
Entdecken:
Welche Blume ist das? Die Kapiteleinteilung nach Blütenfarbe und die naturgetreuen Farbzeichnungen helfen, das schnell herauszufinden.
Erkennen:
Wo wächst die Blume, wann blüht sie und wie groß wird sie? Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick.
Erleben:
Was kann man mit den Blumen alles machen.

Zu den Autorinnen:
Ursula Stichmann-Marny ist Botanikerin. Sie ist Träger des Bundesverdienstkreuzes.
Heike Herrmann ist promovierte Biologin und Naturpädagogin. Neben ihrer Arbeit als Sachbuchlektorin und Autorin gibt sie Schulungen für Lehrer rund um das Thema Naturerfahrung mit Kindern.

Ursula Stichmann-Marny/Heike Herrmann: Was blüht denn da? Kindernaturführer. Entdecken, erkennen, erleben. 85 einheimische Blumen und viele Mitmachideen. Empfohlen vom NABU. Alter: ab 8 Jahren. 112 Seiten. 90 Farbfotos, 130 Farbzeichnungen, 3 Farbtafeln. Format 193x134x11mm (LxBxH). Bindung: Klappenbroschur (2 Klappen). Kosmos, Auflage 2017. ISBN: 978-3-440-15250-8. 8,99 €
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Freitag, 17. Oktober 2014

Martin Burger: Die schönsten Blütenwanderungen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland

Martin Burger

Die schönsten Blütenwanderungen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland
 


Die schönsten Blütenwanderungen ist eine Reihe, in der bereits 2 Bände erschienen sind. Der dritte ist nun Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gewidmet. Er ist rechtzeitig erschienen, um dem Blumenfreund über den kargen Winter zu helfen - der nächste Frühling kommt ja mit Sicherheit… Trotzdem: Es gibt auch Tipps für den Winter!

Wien? Ja, Wien. Es müssen nicht unbedingt im Prater die Bäume blühen, um im Osten Österreichs Haus oder Wohnung zu verlassen. Autor Martin Burger beschreibt in seinem Buch „Blütenwanderungen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland“ viele unterschiedliche (blühende) Anlässe, um sich auf den Weg zu machen.

Die Wanderungen umfassen alle Jahreszeiten von Frühling bis Winter; und jeder Wanderung liegen eine oder mehrere botanische Besonderheiten zugrunde.

Um einige zu nennen: Im Frühjahr führt die Route ins Marchtal mit seinem „Stiefmütterchen-Dreiklang“, zu den Schachblumen an der burgenländisch-steirischen Grenze oder nach Bernstein, wo mit dem Steppen-Aschenkraut eine absolute Besonderheit gedeiht.

Die höchsten Fichten der Alpen bei Dürrenstein, Orchideen in der Stadt Wien und die Kirschen, die das Westufer des Neusiedler Sees in ein Blütenmeer verwandeln, locken im Frühsommer. Später, im Hochsommer, stehen gelber Lauch und weißer Mohn in den Hainburger Bergen, Steppen-Wermut am Bisamberg oder Spreublume und schwarze Küchenschelle in der Nähe des Leithagebirges auf der Wanderkarte. Sogar die größte „Gstettn“ von Wien, der ehemalige Frachtenbahnhof Breitenlee, lohnt wegen seiner botanischen Bewohner einen Ausflug auf Schusters Rappen.

Die Mürzsteger Alpen mit Sonnentau im Herbstnebel, die Blütezeit der legendären Herbstblumen schlechthin – der Astern – im Seewinkel und eine alte Obstbaumallee im Naturpark St. Anna lassen im Herbst in die Wanderschuhe steigen. Und sogar für den Winter hält das Buch einige Tipps bereit.

All das reichlich bebildert und mit vielen Informationen zu den einzelnen Routen ausgestattet – (Wanderer-)Herz, was willst du mehr? Jede Blumenart ist ausführlich auf etwa einer Seite beschrieben und mit einem Bild versehen. Generell ist das Buch reich bebildert, so dass schon das bloße Blättern in ihm viel Freude bereitet. Eine gute Einstimmung auf die Wanderungen also! In Kästen mit „Hintergrundwissen“ ist interessantes erklärt, was man gemeinhin nicht weiß.

31 Routen sind es insgesamt, die Burger beschreibt, alle mit Wanderkarten versehen. Lobenswert: Es sind Ausschnitte aus den amtlichen Karten des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen. Verlaufen ist also ausgeschlossen, man kann sich voll auf die Blüten konzentrieren… Dabei steht ein ausführlicher Infokasten, mit dem man sich gut auf die Tour vorbereiten kann.

Zum Autor:
Martin Burger, studierter Publizist und Botaniker, arbeitet als Redakteur für eine große österreichische Tageszeitung schwerpunktmäßig in den Themenfeldern Wissenschaft und Natur, Garten und Wandern.

Martin Burger: Die schönsten Blütenwanderungen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland. 208 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 14,8 x 21 cm, brosch. Stocker-Verlag. ISBN 978-3-7020-1462-9. Preis: € 19,90
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Dieter Buck



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