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Freitag, 23. September 2022

Jürgen-Thomas Ernst: Geheimnisse des Waldes

 Jürgen-Thomas Ernst:

Geheimnisse des Waldes

Von Mandarinenduft, Zaubermitteln gegen Kopfschmerzen, natürlichen Lichtquellen und dem wohl gesündesten Ort der Welt

Das vorliegende Buch überrascht gleich einmal durch einen Einband, der eine feine Holzmaserung imitiert, darin ein Waldbild, ganz in grün, und ganz zum Thema passend.

 Der Autor ist seit über 25 Jahren Förster und Waldpädagoge. In diesem Buch gibt er Einblicke in die Geheimnisse des Waldes und erklärt, wo es in unseren heimischen Wäldern nach Mandarinen duftet, wo man im Wald ein sehr wirksames Mittel gegen Kopfschmerzen finden kann, oder was ein Kienspan ist und wofür man ihn in früheren Zeiten verwendet hat.

Der Autor, Förster und Waldpädagoge, erzählt darin in einem imteressanten Spektrum vom Wald. Von Achtsamkeitsübungen und Waldbaden, von Geheimnissen wie das vom Feuermachen und ähnlichem, von den Bäumen bzw. von den Pflanzen des Waldes allgemein, vom Waldtee, der Waldapotheke und sogar von der Waldschuhcreme – also wie man im Wald überleben kann. Dazu kommen Arbeits- und Bastelanleitungen, von der Kugelbahn, dem Feuermachen über Flussläufe bauen (für Kinder wegen des Wassers sicher besonders interessant), von Schutzwäldern, Rottenwäldern und Lawinenverbauungen.

Zudem zeigt Ernst Möglichkeiten auf, wie wir den Kontakt zur Natur und zum Wald nicht verlieren. Denn diese Gefahr besteht. Der amerikanische Autor Richard Louv spricht von einer „Nature deficit disorder“. 

Ein Buch also, das viele ansprechen wird, ein Buch, das viel zum selbst unternehmen animiert, ein Buch, das viele Geheimnisse entschlüsselt.

Fazit:
Mit diesem Buch lernen wir den Wald auf gänzlich neue Art kennen. Er ist der nachhaltigste und klimaneutralste Ort der Welt, der unbedingt geschützt werden muss. 

Jürgen-Thomas Ernst: Geheimnisse des Waldes. Von Mandarinenduft, Zaubermitteln gegen Kopfschmerzen, natürlichen Lichtquellen und dem wohl gesündesten Ort der Welt. 240 Seiten, zahlreiche Fotos, Format: 14,80x21,00 cm, gebundene Ausgabe. Braumüller Verlag, Wien, 2022. ISBN 978-3-99100-352-6. 26 €.

Veranstaltung:

Lesung

Dienstag, 18. Oktober 2022

19:30 Uhr

Kuppelsaal Vorarlberger Landesbibliothek

6900 Bregenz

Fluherstraße 4

Zum Autor:

Jürgen-Thomas Ernst wurde 1966 in Vorarlberg geboren. Für seine Theaterstücke erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. 2010 erschien mit Anima sein erster historischer Roman, der mit dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet wurde. Zuletzt bei Braumüller erschienen: Vor hundert Jahren und einem Sommer (2015) und Schweben (2017). Jürgen-Thomas Ernst ist zudem ausgebildeter Förster und leidenschaftlicher Waldpädagoge. Eines seiner Projekte wurde 2019 mit dem Vorarlberger Schutzwaldpreis und 2021 mit dem Internationalen Schutzwaldpreis ausgezeichnet.

Foto: © Alois Rüscher

Dieter Buck

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Sonntag, 20. Juni 2021

Gigon, Andreas: Symbiosen in unseren Wiesen, Wäldern und Mooren

 Gigon, Andreas: 

Symbiosen in unseren Wiesen, Wäldern und Mooren

60 Typen positiver Beziehungen und ihre Bedeutung für den Menschen

 


Nun schon in der 2. Auflage, dazu vom Autor überarbeitet und ergänzt, ist das prächtige Buch über Symbiosen in der Natur, hier Wiese, Wald und Moor, erschienen.

Andreas Gigon beschreibt acht mitteleuropäische Ökosysteme, insbesondere die in ihnen vorkommenden Dutzenden bis Hunderten von positiven Einzelbeziehungen zwischen Pflanzen-, Tier- und Pilzarten nebst ihrer Bedeutung für den Menschen.

Positive Beziehungen in der Natur erkennen und verstehen: mit Beobachtungstipps.

Über 400 Fotos und Grafiken veranschaulichen diese Beziehungen. Darunter sind auch viele ganz spezielle: Insektenschlafstätten in Blumen, Ameisengarden für Schmetterlingsraupen, Ammenpflanzen, Insektentaxis, Einemsen bei Vögeln, Mimikry, Anlockung von Fressfeinden gegen Pflanzenfresser, Symbiosen zwischen Pflanzen und Wurzelpilzen.

Man glaubt es kaum, wenn man sich nicht speziell damit befasst, wo es in der Natur alles Beziehungen von Pflanzen und Tieren untereinander gibt. Manche kennt man vielleicht, aber diese Massen, die der Autor zusamengetragen hat, ist kaum vorstellbar – gibt es eigentlich eine Pflanzen- oder Tierart, die nur für sich alleine lebt, lebensfähig ist? Man ist versucht, zu zweifeln.

45 Tipps dienen dazu, positive Beziehungen in Wiese und Wald zu finden und zu beobachten. Denn man sieht nicht nur was man weiß, sondern noch besser, was man auch direkt erlebt, gesucht und erforscht hat. Nutzerfreundlich ist das Buch auch durch sein Farbleitsystem, das genau anzeigt, in welchem der Hauptkapitel man sich gerade befindet.

Prächtige Fotos und informative Grafiken machen manches verständlich, zeigen aber auch die Schönheit der Natur. Dass das Buch eine zweite Auflage erfahren hat, zeigt, dass ein großes Interesse an solchem Wissen besteht. Und was der Mensch weiß und kennt, das ist er auch bereit zu schützen. Man kann also mit einem etwas positiven Gefühl das Buch wieder zuschlagen. Möge es aber weiter auf breites Interesse stoßen.

Zum Autor.

Andreas Gigon war ab 1972 Dozent, von 1985 bis 2007 Professor für Pflanzenökologie und Naturschutzbiologie an der ETH Zürich. Entwicklung des Naturschutzinstruments der «Blauen Listen der bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die erfolgreich gefördert werden konnten». Gründungsmitglied des interdisziplinären ETH-Studiengangs Umweltnaturwissenschaften. Autor von über 100 Fachartikeln und -büchern.

 

Gigon, Andreas: Symbiosen in unseren Wiesen, Wäldern und Mooren. 60 Typen positiver Beziehungen und ihre Bedeutung für den Menschen. 432 Seiten, ca. 400 Abbildungen, gebunden, Format 15,5 x 22,5 cm, 1156 g. Haupt Verlag, 2., überarbeitete und ergänzte Auflage 2021. ISBN: 978-3-258-08248-6. CHF 48.00 (UVP) / EUR 44.00 (D) / EUR 45.30 (A). 44,00 € *

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

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Mittwoch, 26. August 2015

Conrad Amber: Baumwelten und ihre Geschichten

Conrad Amber: Baumwelten und ihre Geschichten

Baumwelten: Stattliche Eichen, windzerzauste Lärchen und tausendjährige Linden

Einzigartige Fotografien von jahrhundertealten Bäumen und Wäldern

Mit einem Vorwort von NABU-Präsident Olaf Tschimpke



Ein neues Buch über Bäume. Für Naturfreunde,  für Baumfreunde, für Freunde der Naturfotografie. So könnte man das neue Baumbuch von Conrad Amber bezeichnen.
Hier finden Sie eine ausführliche Besprechung dieses Prachtbandes.




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