Montag, 23. März 2026

Bodo Hell/Elsbeth Wallnöfer/Peter M. Kubelka: Dachstein

 Bodo Hell/Elsbeth Wallnöfer/Peter M. Kubelka:

Dachstein

In Erinnerung an den Schriftsteller und Hirten Bodo Hell – seine Texte über den Dachstein aus dem Jahr 2018

Mit einem Vorwort von Andrea Nießner

 


Eines der schönsten und interessantesten Gebirge in den österreichischen Alpen ist der Dachstein, beschrieben immer wieder in der Literatur und mit Niederschlag in Malerei und Fotografie. Kein Wunder, dass sich der Schriftsteller, Performer, Fotokünstler, Musiker und Almhirte Bodo Hell ihn als Sommer“residenz“ erkoren hat.

Wobei Residenz etwas hoch gegriffen ist, lebte und arbeitete Hell ab 1970 doch als Hirte auf der Grafenbergalm und betreute dort rund 100 Kühe. Auf dem Dachstein fand er wohl auch seine letzte Ruhe, ist er dort doch seit 2024 vermisst.

2018 gab Hell zusammen mit der mit der Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer und dem Fotografen Peter Kubelka den Bildband "Wilder Dachstein“ heraus. In ihm setzte er auch der Grafenbergalm, einem seiner Inspirationsräume, und dem Bergmassiv insgesamt ein Denkmal. Seit August 2024 wird der Schriftsteller, genau dort, im Dachsteingebirge, vermisst.

Sprachkunst, Naturerlebnis, Geschiche und Gedächtnis

Der Gebirgsstock in den nördlichen Kalkalpen birgt unzählige Geheimisse und tragische Schicksale. Wege, Umwege, überlaufene und verlassene Routen locken Kletterer, Wanderer und Abenteurerinnen in seine Felsrunsen. Die Unwägbarkeit des Geländes spiegelt sich in den sprachlichen Erkundungen Bodo Hells, Topographie bestimmt das Denken und Gehen wird zu Literatur, „Weidefläche zur Textfläche“: Wo sind Halt und Orientierung am (im) Berg zu finden, was ist der Berg?

Zusammen mit Elsbeth Wallnöfers historischen Kommentaren und Peter Kubelkas eindrucksvollen Fotografien liegt mit diesem Buch eine starke und einzigartige Beschreibung der Naturerfahrung am Berg und ein Ausnahmebild alpiner „Heumahd“ vor dem Leser. Das mit einem Vorwort von Andrea Nießner versehene „neue alte“ Buch wurde aktualisiert und neu ausgestattet. 

Faszinierend, aber eigentlich überhaupt nicht befremdlich, sind Hells alte Texte. Wer schon einmal etwas von ihm gelesen hat, kennt seinen unverwechselbaren Stil: Hell kennt keine Punkte. Waren sie ihm zu endgültig, zu trennend? Keiner weiß es. Jedenfalls ziehen sich die Kapitel, die Sätze versehen und getrennt durch Kommas, dahin. 

Kein Punkt am Schluss, aber der Absatz endet und ein neuer beginnt. Klein geschrieben das erste Wort, wie wenn es die Fortsetzung des vorigen Satzes wäre. Ist es aber nicht, wie gesagt, ein neuer Absatz beginnt. Man gewöhnt sich daran und fast meint man zu glauben, es müsste so sein und wundert sich, dass alle übrige Welt Punkte setzt …

Zu Autor und Autorin und Fotograf:

Bodo Hell, geboren 1943 in Salzburg, Studien am Mozarteum (Orgel) und an der Uni Wien (Germanistik, Geschichte), Prosa, Radio, Theater, Foto, Film, Kooperationen, Almwirtschaft (seit 1979), zahlreiche Publikationen, 2017 Heimrad Bäcker- und Christine Lavant-Preis, 2019 Großer Kunstpreis des Landes Salzburg. Zu seinem Verbleib findet man im Internet „Trotz intensiver Ermittlungen der Polizei und Bemühungen der Bergrettung konnte, der seit August 2024 vermisste Schriftsteller Bodo Hell, nicht gefunden werden. Die erneute Suchaktion im Gebiet südlich des Napfenkogels wurde wetterbedingt abgebrochen. Am 9. September erklärte sein Verlag „Bodo Hell offiziell als verschollen“. Siehe auch Artikel in Wikipedia.

Dr. Elsbeth Wallnöfer, Volkskundlerin, Philosophin, Autorin. Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich der Volkskultur. Zuletzt Märzveigerl & Suppenbrunzer, Verlag Anton Pustet 2014. Unregelmäßig Kommentatorin in der Tageszeitung der Standard.

Peter M. Kubelka, geboren 1963 in Wien. Studium an der TU Wien. Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien (Fotografie). Kooperationen mit der Salzburger Künstlerin Irene Andessner. Langjährige Erfahrung im Bereich Werbefotografie (Food- Fotografie), Polaroid- und Kulturfotografie. Er ist Fotograf der Liechtensteincollection in Wien.

Bodo Hell/Elsbeth Wallnöfer/Peter M. Kubelka: Dachstein. Mit einem Vorwort von Andrea Nießner. Aktualisierte Neuausgabe des Titels „Wilder Dachstein“. 192 Seiten, Farbfotos, Format 24 x 17 cm, Bindung Hardcover. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2026. Aktualisierte Neuausgabe des Titels „Wilder Dachstein“. ISBN 978-3-7025-1196-8. 26 €

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

Fotos: Peter M. Kubelka

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Sonntag, 22. März 2026

Vitali Konstantinov: Wenn nicht die Menschen

 Vitali Konstantinov:

Wenn nicht die Menschen

 


Wenn ein Verlag hochwertige Bücher veröffentlicht, dann wohl der Verlag Kunstanstifter. Vor allem seine Kinderbücher stechen aus der Menge der immer neuen Bücher angenehm hervor. Sie sind meist auch für Erwachsene interessant, zum Teil wegen des jeweiligen Themas, zum Teil einfach der künstlerischen Gestaltung wegen.

So auch das neue Buch des studierten Architekten, der mittlerweile mit seinen Kinderbüchern, die er nicht nur selbst schreibt, sondern auch selbst illustriert und gestaltet, sich einen großen Namen in der Welt der Kinderliteratur geschaffen hat.

Sein neues Buch ist Tieren gewidmet, die wohl außer kuscheligen Katzen, Hunden und anderen Fellknäueln teilweise zu den Lieblingstieren von Kindern gehören.

Erfahrene Eltern hören jetzt die Nachtigall trapsen, das kann doch nur … sein? Unter anderem, ja … - das sind auch die allseits beliebten Dinos sein. Aber ja, unter anderen!

Konstantinov also stellt die Frage, welches seiner beschriebenen Tiere hätte das Zeug zur Weltherrschaft gehabt, wenn dieser Platz nicht von den Menschen eingenommen worden wäre?

»In diesem Buch wollte ich unser (wohl nie vollständiges) Wissen dem freien Fantasieren zum Thema Evolution gegenüberstellen. Ich habe aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen und in einer reduzierten Technik (zweifarbig digital kolorierte Stiftzeichnung) illustriert. Die Gedankenexperimente, die ihre Anregungen teils ebenfalls bei durchaus seriösen Wissenschaftler:innen finden, werden zuerst als Klappseiten versteckt und sollen dann – aufgeklappt – durch ihre Größe, intensive Vollfarbigkeit und märchenhaft-phantastisch überraschen! Diese Illustrationen sind auf kaltgepresstem Aquarellpapier mit Farbtuschen und Farbstiften ausgeführt worden.«

Vitali Konstantinov:
Also wenn nicht die Menschen …

Welche Lebewesen hätten also außer den Menschen das Potenzial zur Zivilisationsgründung gehabt? Dieses Buch lädt dazu ein, sich über diese Frage und den eigenen Platz auf der Erde Gedanken zu machen.

Über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – denn selbst wenn wir Menschen eines Tages verschwinden sollten, geht damit die Welt nicht unter. Vielleicht reiben sich die Waschbären bereits die flauschigen Pfötchen und warten nur auf ihre Chance, unsere Städte zu übernehmen …

Mit fünf fantastischen und grandiosen Ausklappseiten, auf denen wir uns in großen Panoramabildern in alternative Realitäten, skurrile Vergangenheits- und Zukunftsvisionen begeben, für die Vitali Konstantinov seiner Fantasie freien Lauf gelassen hat: Vorhang auf für Oktopolis, Waschbärlin, Dino-City und Affenstadt!

Ganz in Wissenschaftsmanier bietet der Autor am Schluss noch ein Glossar, ein Quellenverzeichnis und Buchtipps für solche, die nicht genug vom Thema bekommen.

Die Dino-Illustration von Vitali Konstantinov wurde von der Society of Illustrators  in New York für die Illustrators Annual Exhibition 68 (Category: Book) ausgewählt.

Illustration, Text & Buchgestaltung:

Vitali Konstantinov studierte Architektur, Grafik, Malerei und Kunstgeschichte. Seit mehr als 20 Jahren schreibt und illustriert er Bücher, die in mehr als 40 Ländern veröffentlicht wurden. Seine Werke wurden für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und waren unter den Schönsten Deutschen Büchern der Stiftung Buchkunst. 2025 wurde er mit dem Sonderpreis Illustration des Deutschen Kinderbuchpreises ausgezeichnet. Zu seinen Büchern veranstaltet Vitali interaktive Lesungen und Workshops.

http://www.vitali-konstantinov.de

Vitali Konstantinov: Wenn nicht die Menschen. 54 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Format: 220 x 280 mm, Hardcover mit Prägung, 5 Ausklappseiten, ab 8 Jahren. Verlag: Kunstanstifter. ISBN: 978-3-948743-22-2. 28 € (D), 28,80 € (A)

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Dieter Buck

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Donnerstag, 19. März 2026

Werner Bätzing: Die Alpen

Werner Bätzing

Die Alpen

Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft

 


«Werner Bätzing ist der bedeutendste Sprecher jener Bergkultur, von der die Zukunft der Alpen abhängt.»

Reinhold Messner

Der bekannte Alpenforscher Werner Bätzing hat als emeritierter Professor eine Neubearbeitung seines grundlegenden Alpenbuches herausgegeben.

Ein allumfassendes Werk, was bei einem Umfang von über 500 Seiten, davon alleine 50 Seiten abschließende Anmerkungen und 34 Seiten Fußnoten nicht verwunderlich ist. Und Bätzing lässt seine Leser wie immer an seinem gewaltigen Wissen und seinen Forschungsergebnissen teilhaben.

Zum Zustand der Alpen

Ist die Zerstörung der Alpen als menschlicher Lebens- und Wirtschaftsraum überhaupt noch aufzuhalten? Degenerieren sie zu einem Erlebnispark, zu Transiträumen mit Städtebändern oder zu einer Entsiedlungsregion? Und sorgt die Klimaerwärmung dafür, dass die Alpen unbewohnbar werden? Der international bekannte Alpenforscher Werner Bätzing hat sein vielfach gerühmtes Alpenbuch erneut grundlegend überarbeitet und in allen Aspekten aktualisiert. Er zieht darin die Bilanz seiner fast 50-jährigen Beschäftigung mit dem einzigartigen Natur- und Kulturraum Alpen. 
Auch mit Ausblick auf die Zukunft

Bätzing schildert, wie die Alpen als Lebens- und Wirtschaftsraum und als Kulturlandschaft entstanden sind, wie sie ab 1880 durch Tourismus, Industrie, Wasserkraft, Verstädterung, Verkehr und den Zusammenbruch aller traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen vollständig verändert werden und wie ihre Zukunft bis zum Jahr 2050 aussehen könnte. Die zentrale Frage dabei ist, ob und wie die traditionellen Naturerfahrungen im Alpenraum – Naturveränderungen ohne Umweltzerstörung – gegenüber den Zerstörungen durch das moderne Wirtschaften und Leben so aufgewertet werden können, dass die Alpen eine lebenswerte Zukunft erhalten. Zahlreiche Fotos und Karten veranschaulichen die Argumente des Autors und machen die Lektüre zu einem Erlebnis.

Wie man unschwer an dem Buch erkennen kann – Bätzing liebt die Alpen, liebt die Kultur und die Landschaft der Alpen und liebt die Menschen in den Alpen.

Zum Autor:

Werner Bätzing, Prof. em. für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg, ist als Alpenforscher in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit sehr bekannt worden. Für seine Arbeiten zum Alpenraum erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Neben den Alpen beschäftigt er sich seit langem auch mit den ländlichen Räumen in Bayern, Deutschland und Europa und mit der Geschichte des Mensch-Umwelt-Verhältnisses in globaler Perspektive. Charakteristisch für seine Arbeiten ist ein integrativer und partizipativer Forschungsansatz. © Foto: Ulrich Hanzig

Werner Bätzing: Die Alpen. Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft. 502 Seiten mit 155 Abbildungen, 30 Karten und 17 Tabellen, gebunden mit Schutzumschlag, mit Lesebändchen. C.H. Beck, München, 5. aktualisierte und überarbeitete Auflage, 2026. ISBN 978-3-406-84395-2. 39,90[D] €, 41,10 € [A]

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Dieter Buck

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Eugen E. Hüsler/Leeloo Molnar: Die Alpen-Bibel

 Eugen E. Hüsler/Leeloo Molnar: 

Die Alpen-Bibel

Alles zu Natur, Geschichte und den Menschen in den Bergen

 


Es nennt sich nicht nur Bibel, es ist auch eine Bibel, das einzigartige und in jeder Hinsicht schwergewichtige Buch über die Alpen, das sich wohl zum Standardwerk über Natur, Kultur und Genuss in den Alpen entwickeln wird.

Gemeinsam mit der Bibel hat das Werk, dass man es wohl immer wieder zur Hand nehmen wird, entweder um bewusst etwas zu suchen oder um wahllos darin herumzublättern und sich überraschen zu lassen, was man findet.

Bergfreunden, die auch etwas buchaffin sind oder die sich für Klettersteige interessieren, wird der Auto, der Schweizer Eugen E. Hüsler, auch Klettersteigpapst genannt, kein Unbekannter sein. Nun liegt also sein neues Werk vor, für die der Verlag eine hervorragende Künstlerin gefunden hat. Ihr ist es zu verdanken, dass man das Buch nicht nur in die Hand nimmt, um sich über irgendein Thema in den Alpen zu informieren, sondern weil man sich einfach dem herrlichen Layout, den Fotos und Grafiken erfreuen will.

Ein Rundumschlag, quer durch das ganze Themengebiet der Alpen

Der Inhalt ist ein breiter Rundumschlag über den Alpenbogen. Hüsler beginnt mit der Natur der Berge: über Wetter, Tiere wie dem Gletscherfloh, Pflanzen wie der Alpenrose bis hin zu einzelnen Berggruppen wie den Belluneser Dolomiten oder dem Tal der stürzenden Wasser reicht das Themenspektrum.

Es folgen „Monumente“ genannte Berge wie Matterhorn oder Zugspitze, gefolgt von Texten über die Geschichte der Alpen. In dieser Themensammlung schreibt der Autor unter anderem über die Alpenreise Solimans, eines Elefanten, die Geologie, historische Seilbahnen und den Anitsemitismus im Alpenverein. Auch die 24 Seiten „Erbe“ handeln irgendwie von Vergangenheit und Tradition.

Das Kapitel Kultur beinhaltet Museen wie die Messner Mountain Museen, Kino, Essen, Fest, Briefmarken und James Bond. Auch dem Mensch in den Bergen ist eine Aufsatzsammlung gewidmet, die u.a. von Gipfelbüchern die Klettersteige des Dachsteins, Burgen und Schlösser bis zur Dolomitenfront handelt. Reisen/Sport hat die schönsten Alpenstraßen, den Pinzgauer Spaziergang, der kein Spaziergang ist, Zahnradbahnen, Ballonfahren, die Großglocknerstraße und weiteres zum Thema.

Beim der vorletzten Themensammlung Fortschritt/Technik beschäftigt sich Hüsler mit der historischen bayerischen Soleleitung, der Wiener Hochquellenleitung, der Eisenbahn und über die Zeiten bis zum aktuellen Gotthard-Basistunnel. Und last but not least tauchen sieben für die Berge wichtige Persönlichkeiten auf wie Henri Dufour und Giovanni Segantini. Ein alphabetisches Stichwortverzeichnis bildet den Abschluss des Buches, sicher eine wichtige Ergänzung.

Mut hat Hüsler schon. Mut zur Lücke. Denn das geht nicht anders. Hat er doch mit den beschriebenen Hauptkapiteln über 285 Seiten gefüllt, hätte er den Anspruch gehabt, fast alles über die Alpen zu berichten, wären es wahrscheinlich tausende geworden. Geht halt nicht. Pars pro Toto im besten Sinne also.

Allumfassendes Werk

Und so liegt ein allumfassendes, alle Themen anreißendes, Werk vor uns, das zum Schmökern reizt.

Was man bei einer Vorstellung dieses Buches nicht vergessen darf: Die Gestaltung durch Leeloo Molnár. Es wird sicher eine große Aufgabe gewesen sein, dieses allumfassende Werk adäquat zu bebildern. Molnar hat sie grandios gelöst. Die rund 600 Abbildungen umfassen historische und zeitgenössische Fotos, Zeichnungen als grafische Instrumente, Ölbilder und Aquarelle und das alles perfekt und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Hüsler und seinem Text angemessen, kann man da nur sagen.

Zu Autor und Gestalterin:

Eugen E. Hüsler (geb. 1944 in Zürich), hat über 130 Reiseführer, Wander- und Klettersteigführer und Bildbände veröffentlicht. Seit einem halben Jahrhundert ist er unterwegs in den Alpen, gerne auch abseits der Hotspots, immer mit Blick auf aktuelle Entwicklungen des Bergtourismus. Seit 1983 lebt er mit seiner Ehefrau in Oberbayern. Im Verlagshaus erschien von ihm zuletzt »Secret Places Schweiz« bei Bruckmann.
Leeloo Molnár (geb. 1988 in München) ist freiberufliche Grafikdesignerin, Art Director und war Co-Autorin von vier Büchern im kreativen Bereich. Sie verbindet ihre gestalterische Expertise mit einem klaren Blick für Inhalte.

Eugen E. Hüsler/Leeloo Molnar: Die Alpen-Bibel. Alles zu Natur, Geschichte und den Menschen in den Bergen. 288 Seiten, ca. 600 Abbildungen, Format 22,8 x 29,6 cm, Hardcover. National Geographic, München, 1. Auflage 2026. ISBN 978-3-98701-092-7. 49,99 €, 39,99 € Vorzugspreis für Abonnenten

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Sonntag, 15. März 2026

Landlust Naturapotheke 1. Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden. Herbst und Winter

 Landlust Naturapotheke 1

Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden

Herbst und Winter


Ein Buch, sowohl über Kräuter wie auch über Essen und Trinken, gesund und aus der Natur, ist immer willkommen.

Dieser erste Band der „Landlust Naturapotheke“ beschäftigt sich mit dem Herbst, der uns noch vor dem Winter mit zahlreichen Früchten beschenkt und dem Winter, in dem wir das Wintergemüse genießen sollten.

In diesem umfangreichen Nachschlagewerk werden die Leser und wahrscheinlich vor allem die Leserinnen in bewährter Landlust-Qualität durch die warmen Monate geführt. Das Buch enthält die „Rezepte aus der Natur“ der beliebten Landlust-Serie für Herbst und Winter, mit zahlreichen Anwendungstipps für Heilkräuter und Naturheilmittel.

Mit den Heilkräften der Natur gestärkt durch die kalte Jahreszeit. Tipps zu Heilpflanzen und ihrer Anwendung.

Naturheilkunde heilt und sorgt vor, sanft, ohne die große Chemiekeule. Wobei man natürlich nie den „richtigen“ Arzt verschmähen sollte, wenn die Beschwerden zu schwer oder lang anhaltend sind.

Trotzdem: In diesem voluminösen Prachtband, versehen sogar mit einem Lesebändchen, finden wir zahlreiche reich bebilderte Rezepte zum Selbermachen für Gesundheit und Wohlbefinden im Herbst und Winter.

Dazu gehören zum Beispiel bei alltäglichen Beschwerden leckere und wärmende Tees und Tinkturen, dazu Öle, entspannende Wärmekissen sowie Auflagen. Auch wie man diese bewährten Haus- und Heilmittel selbst herstellt wird mit vielen nützlichen Tipps beschrieben.

Aber was bietet uns der Herbst an Leckereien: Obst, Beeren, Nüsse, Samen und Früchte. Als Brotaufstrich machen wir Fruchtmus oder Tees aus Holunderbeeren, Hagebutten und Schlehen, aber auch vor Vitaminen strotzende  Tees oder Säfte verarbeiten. Hausmittel mit Tradition sind Leinsamen und Hafer, und wer Beschwerden mit den Venen hat, greift zu Kastanien, die passende Stoffe beinhalten.

Winterzeit ist Wohlfühlzeit

Man möchte es gemütlich haben, zum Beispiel mit einem warmen Wintertee, einem heißen Bad mit selbstgemachten Zusätzen oder in einem Bett mit Wärmekissen mit gesundem Inhalt aus Körnern.

Herbstliche Heilpflanzen

Das Buch enthält zahlreiche Porträts von herbstlichen Heilpflanzen, dazu Rezepte und Anwendungshinweise Dem Thema Husten ist sogar ein eigenes Kapitel gewidmet, weil er zu den verbreitendsten Winterkrankheiten gehört-

Wer sich die Pflanzen und Zutaten selbst sammeln möchte, erhält in dem Buch Tipps dazu, zudem zum Sammeln, Ernten, aufbewahren und verarbeiten.

Zum Inhalt

Nach dem Kapitel über Sammeln und Lagern folgt ein Teil über die Anwendungsarten, vom Tee bis zum Ölauszug und Seiten über die Inhaltsstoffe von Heilpflanzen. Es folgen die Hauptkapitel Beeren und Früchte, heilsame Gewürze, Gesundheitstipps für den Winter und zum winterlichen Wohlbefinden.

Mitarbeiterin:

Dieses Buch enthält die besten Rezepte aus der beliebten Landlust-Beitragsserie „Rezepte aus der Natur“. Sie wurden zusammengestellt und ergänzt um spannendes Wissen rund um die Welt der Heilpflanzen. Die Dipl.-Biologin, Heilpraktikerin und Inhaberin der Heilpflanzenschule Millefolia Ellen Huber beschreibt die wertvollen Inhaltsstoffe der Heilpflanzen, wie man sie am besten verarbeitet und anwendet.

Landlust Naturapotheke. Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden. Herbst und Winter. 200 Seiten, zahlreiche Fotos, Format 20 x 27 cm, Hardcover mit Lesebändchen. LV.Buch, 2024. ISBN 978-3-7843-5786-7. € 32,00 [D] I € 32 [A]

Dieter Buck

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Arnold Achmüller: Die Kräuter-Apotheke für unsere Organe

 Arnold Achmüller:

Die Kräuter-Apotheke für unsere Organe

Wie Heilpflanzen unsere Gesundheit stärken

 


Heilkraft aus der Natur ist das Motto dieses wunderschön gemachten Buches. Ein reicher Schatz an Heilpflanzen in der Natur hilft uns, gesund zu werden und zu bleiben.

Dieses Nachschlagewerk zeigt, wie sich Malve, Rosmarin & Co gezielt anwenden lassen, denn: Für jedes Organ gibt es das passende Kraut.

Ein paar Beispiele gefällig? – Latschenkiefer befreit die Bronchien, Bärentraube hilft bei Blasenentzündung, und Pfefferminze entspannt den Darm: Dass Heilkräuter wirksam sind, ist wissenschaftlich längst erwiesen – doch ihr wahres Potenzial bleibt vielen Menschen noch verborgen. Viele beschäftigen sich zwar mit Heilpflanzen, insbesondere viele interessierte Frauen, und diese insbesondere im Alpenraum, wie der Autor nach seiner Erfahrung meint (er kann sich aber auch täuschen …).

Die aber allgemein bekannte Wissenslücke bei diesem Thema schließt dieses neue Buch. Es bewahrt die Geheimnisse der alpinen Volksmedizin und schlägt die Brücke zur modernen Wissenschaft. Im Mittelpunkt: unsere wichtigsten Organe. Welche Heilpflanzen sind gut für ein starkes Immunsystem? Wie bereitet man zu Hause heilsame Anwendungen zu?

Sehr lobend zu erwähnen ist die Gestaltung des Werkes. Nicht nur das feine Layout mit zarter Unterlegung von Kastentexten und einem geprägten Cover, was ich viel wichtiger finde ist, dass die Pflanzen nicht mit Fotos gezeigt werden, sondern mit viel eindrucksvolleren, deutlicheren und besser zu begreifenden Grafiken. Jede davon ein Meisterwerk altmeisterlicher Qualität, das eigentlich gerahmt an die Wand gehört.

Das leicht verständliche Phytotherapie-Handbuch ist unverzichtbar für alle, die die Heilkraft der Natur neu entdecken möchten.

Zum Autor

Arnold Achmüller ist Pharmazeut und Apotheker in Wien. Als Experte für Phytotherapie und europäische Volks-medizin gleicht er traditionelles Pflanzenwissen mit wissenschaftlichen Studien ab, um den Nutzen von Heilpflanzen zu bestätigen. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, hält Vorträge und konzipiert Lehrgänge. Sein Wissen teilt er auch auf seinem Instagram-Kanal krautundwurzel und auf krautundwurzel.com.

Foto: © Stefan Knittel

Arnold Achmüller: Die Kräuter-Apotheke für unsere Organe. Wie Heilpflanzen unsere Gesundheit stärken. 192 Seiten, zahlreiche Grafiken, geprägtes Cove, Format 170 mm x 235 mm. Verlag: SERVUS. ISBN: 13 9783710404030. 32 €, 42.90 CHF

Dieter Buck

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Mittwoch, 11. März 2026

Aljoscha Blau: Ein Tag in Cap d’Agde

 Aljoscha Blau:  

Ein Tag in Cap d’Agde

 


Schöne Bücher, schön gemachte Bücher und Bücher mit schönem Inhalt findet man nicht allzu häufig. Stöbert man im Verzeichnis des Verlages Kunstanstifter, dann schon – der Name ist Programm.

Zu seinen schönen, wunderschönen Büchern gehört auch das Werk mit den Zeichnungen des russischstämmigen Aljoscha Blau, der, da fotografieren dort nicht erlaubt ist, einfach die Nackedeis in diesem FKK-Paradies gezeichnet hat.

Von diesem größten und meistbesuchten Naturisten-Zentrum Europas gab es bisher so gut wie keine Bilder. Logisch: Fotografieren ist streng verboten. Und wer mag – und kann schon – zeichnen? Blau schon, wie man sieht. Er porträtiert Menschen und Dinge dort. Zum Teil ans Ganzes, zum Teil als Pars pro Toto nur ausschnittsweise und lässt sich auf diesen seltsam schönen Ort ohne Vorbehalte ein.

Selbst vorurteilsfrei nackt zeichnend, entdeckt er ungewöhnliche Parallelwelten, in die ihn die Porträtierten ohne Bedenken mitnehmen, offen, dennoch kein Urteil zulassend. Seine Skizzen zeigen glückliche, gelöste Menschen und lassen den Betrachter dieses Skizzenbuches das berühmte Quartier Naturiste zum ersten Mal miterleben und besser verstehen. Die Bilder bilden alles ab, was es dort für einen aufmerksamen und begabten Menschen zu sehen gibt: die Menschen als Ganzes, die Menschen als Gruppe, Köpfe, die Menschen oder Körperteile von ihnen ausschnittweise, wobei bei der einen oder anderen Zeichnung die Altersbegrenzung „ab 18“ sicher angebracht ist. Aber auch Häuser, Hunde, seltsame Pflanzen und Kleinigkeiten, Petitessen, die nur der Kenner und Künstler als abbildenswert entdeckt.

Aber Kunst ist halt Kunst, und Braun ist ja nicht der einzige oder erste, der auch wagemutige Ausschnitte malt und zeigt, die sicher nicht überall auf Zustimmung und Freude stoßen. Wie es bei guter Kunst auch sein sollte.

Braun zeichnet mit dem schwarzen Stift, krakelig, und im Krakeligen doch perfekt. Dazu koloriert er die Zeichnungen zart, sodass das Bild nicht durch die Farbe dominiert wird, sondern durch die Zeichnung, und die Farbe die Schöpfung des Stiftes nur perfekt ergänzt.

Uns so liegt da ein Buch vor einem, das sich immer wieder zu entdecken lohnt. Jedesmal wird man was Neues entdecken, das man bisher noch nicht bemerkt hat, und jedesmal wird am sich an der Leichtigkeit freuen, mit der Braun seine Sujets erfasst.

Die besondere Qualität der Zeichnungen, ja der ganzen Gestaltung des Buches fand auch Widerhall in einer Auszeichnung, denn 2017 wurde „Ein Tag in Cap d´Agde“ verdienterweise mit dem German Design Award (Gold in der Kategorie Posters, Cards and Photography) ausgezeichnet! Einer von vielen Preisen, die auf den Zeichner herabrieselten, siehe unten in der Biographie.

Zum Künstler:

Aljoscha Blau, 1972 in St. Petersburg geboren, studierte Illustration und freie Grafik in Hamburg, sowie Zeichnen und Malerei in St. Petersburg. Er stellte in Paris, New York, Hamburg und Bologna aus und hat über 50 Bücher illustriert. Er bekam wichtige internationale Auszeichnungen, u. a. den BolognaRagazzi Award, den Troisdorfer Bilderbuchpreis, den Österreichischen und zweimal den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Die künstlerische Arbeit verbindet er mit Lehraufträgen für Zeichnen und Illustration an den Kunsthochschulen in Deutschland und Dänemark. Seit 2009 wurde Aljoscha Blau wiederholt für den weltweit wichtigsten Illustrationspreis, den Astrid Lindgren Memorial Award (ALMA) nominiert.

Aljoscha Blau: Ein Tag in Cap d’Agde. 136 Seiten, Format: 15,3 x 21,6 cm, Hardcover mit Halbleinen, Gummiband, Lesebändchen, Farbschnitt und Prägung, ab 18 Jahren, Verlag Kunstanstifter, 2016. ISBN: 978-3-942795-38-8 und 978-3-942795-36-4 (Sonderedition). 

Preis 26,50 € (D)/ 27,30 € (A) und 60 € (D) (Sonderedition)

Das Buch ist auch als Sonderedition, mit einer limitierten und vom Künstler signierten Siebdruckarbeit, erhältlich. Einen von 50 Siebdrucken kann man mit Buch für 60 € beim Verlag direkt erwerben.

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Dieter Buck

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