Hanspaul Menara:
Urwege in Südtirol
Wer
schon einmal in Südtirol war und auch schon einmal einen Wanderführer über
dieses herrliche Land in seinen Händen hatte, bei dem geht beim Namen des
Autors auch dieses Buches ein Leuchten übers Gesicht.
Nun
hat er einen neuen Wanderführer vorgelegt. Dicker, größer und inhaltsschwerer
als ein „normaler“ Wanderführer ist dieser geworden. Er verbindet Naturerlebnis
mit Archäologie und eröffnet Zugänge zu Südtirols ältesten Verkehrswegen und
Siedlungsräumen.
Menaras neues Werk verbindet Wandern und Geschichte auf besondere
Weise miteinander und lenkt den Blick auf die frühesten Spuren menschlichen
Lebens im Alpenraum. Er
beschreibt 50 Südtiroler „Urwege“ in Form anschaulicher Wandervorschläge.
Reiche Geschichte in Südtirol
Südtirol
besitzt noch zahlreiche eindrucksvolle Wege, die ihr hohes Alter erahnen
lassen. Auf ihnen folgt man den Spuren der frühesten Alpenbewohner. Die Pfade
führen zu bronzezeitlichen Fundplätzen, geheimnisvollen Schalensteinen,
Rutschbahnen und Felsbildern, vorchristlichen Kultstätten, rätselhaften Ruinen,
vermutlich in prähistorische Zeit zurückreichenden Bergwerke und zu anderen
archäologischen Fundorten.
Bei den
Urwegen – die alle mit einer Wegbeschreibung und einem topografischen
Ausschnitt versehen sind – kann es sich um einfache Pfade, archaische
Pflasterwege oder Teilstrecken einstiger Fernrouten handeln.
Die
Wege führen ebenso zu sogenannten Wallburgen, zu der Fundstelle des Ötzi („Der
Mann aus dem Eis“), aber auch zu mittelalterlichen Burgen oder Höhenkirchen,
die auf ehemaligen Siedel- oder Opferstätten errichtet wurden. Es geht aber
auch höher hinauf zu Almen, Bergseen und Gipfeln. Dort hat der Mensch schon vor
Jahrtausenden Weidewirtschaft betrieben, nach Erzen geschürft, Spuren sakraler
Handlungen hinterlassen oder ist als Jäger und Sammler unterwegs gewesen.
Es wird erklärt, was man wissen muss
Menara
wäre nicht der versierte Wanderführerautor, wenn er nicht die genauen
Wanderbasics beschrieben hätte. Zeit, Höhenmeter und was man sonst noch wissen
will ist tabellarisch aufgeführt, es gibt eine Karte, der Weg ist kurz
beschrieben, vor allem aber die Sehenswürdigkeit oder Besonderheit, um die es
geht, wird ausführlich erklärt.
Einführende
Hinweise auf Besonderheiten und Museen, ein kleines Urzeit-Wörterbuch und ein
ausführliches Literaturverzeichnis vervollständigen das reich bebilderte Buch –
eine Fleißaufgabe, die man nicht hoch genug schätzen kann und von der sicher
noch nachfolgende (Wander-)Generationen zehren werden. Zudem gibt es eine Zusammenstellung
von 350 prähistorischen Fundorten im Land.
Zum Autor:
Hanspaul Menara wurde 1945 in Sterzing geboren und ist dort wohnhaft, Als
freischaffender Publizist und begeisterter Wanderer gilt er als einer der
profundesten Kenner der Natur- und Kulturlandschaft Südtirols. Er befasst sich
seit Jahrzehnten mit der Natur- und Kulturlandschaft Südtirols. Die
Gesamtauflage seiner über 60 Bücher, die zum Teil auch in italienischer und
englischer Sprache erschienen sind, umfasst rund 800.000 Exemplare.
Öffentliche
Auszeichnungen:
1988
Ehrenurkunde der Südtiroler Landesregierung
2005
Verdienstkreuz des Landes Tirol
2008
Ehrenmitgliedschaft des Alpenvereins Südtirol
Hanspaul Menara:
Urwege in Südtirol. 208 Seiten, zahlreiche Fotos und Karten, Format: 160 x 230
mm, Gewicht: 552 g, flexibler Einband (Paperback). Verlag: Tappeiner, Bozen, 1.
Auflage 2026. ISBN: 979-12-80864-32-1. 28 €
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Dieter Buck
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