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Freitag, 23. September 2022

Kompass Naturführer Wiesenblumen - Naturführer Alpentiere - Mineralien

 Christine Jaitner: Naturführer Wiesenblumen

Christine Jaitner: Naturführer Alpentiere

Ingrid Fleischmann-Niederbacher: 

Naturführer Mineralien

 


 


 


Im Gegensatz zu manchem opulenten Werk über dieselben Themen kommen die drei neuen Bücher des Kompass-Verlages daher wie das, was sie beschreiben: Als kleine Kostbarkeiten.

Man kennt solch kleinen, eher dünnen, aber bibliophil und liebevoll gemachten Büchlein schon lange. Sie waren nicht nur nützlich für einen schnellen Überblick über das Thema, sondern auch beliebte Geschenke und Mitbringsel bei Besuchen. Bei Kompass erschien in dieser Reihe vor nicht allzu langer Zeit auch ein Führer über Alpentiere.

Aber nun zur eigentlichen Sache: Die Rede ist von den drei neuen Büchern:

  • Christine Jaitner: Naturführer Wiesenblumen

  • Christine Jaitner: Naturführer Alpentiere

  • Ingrid Fleischmann-Niederbacher: Naturführer Mineralien

In jedem Büchlein sind 70 Arten beschrieben. Sicher nur ein winzig kleiner Teil aller jeweiliger Arten. Bei Wiesenblumen, die ja je nach Standort und Bodenbeschaffenheit überall ein anderes Vorkommen aufweisen, trotzdem aber eine Zusammenfassung der am häufigsten vorkommenden und bekanntentesten Blumen unserer heimischen Wiesen sind. Und, Hand aufs Herz: Wer kennt denn schon alle 70 Arten? Vom Sehen vielleicht schon, aber wer kann sie benennen? Und dabei noch kurz und knapp ihre Besonderheiten?

Bei den Alpentieren ist es nicht viel anders: Gämse und Murmeltier kennt man. Aber schon bei den Fröschen bzw. ihren Verwandten wird man bei der Einordnung schnell ins Stocken geraten. Und bei den Mineralien wird der Laie vielleicht schon gleich zu Anfang aussteigen. Er kennt zwar viele der verschiedenen herrlichen Objekte vom Ansehen, vielleicht aus einem Museum. Aber benennen wird er wohl die wenigsten können.

Aber die Bücher helfen. Quasi wissenschaftlich, trotz ihres geringen Umfangs, werden die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Objekten beschreiben, sie eingeordnet – wobei eine Zuordnung nach Farben vieles einfacher macht. Ein Einführungskapitel macht mit dem grundsätzlichen Wissen bekannt. Dazu erfährt man die lateinischen Namen und so manche Besonderheit und Details. So kann man bei der nächsten Wanderung ganz neue Dinge an den Blumen, Tieren oder Mineralien erkennen.

Dieser handliche Begleiter gehört eigentlich in jede Hosentasche der Naturfreudin und Naturfreunds, wenn er in einer entsprechenden Umgebung unterwegs ist. Das perfekte Format haben ja die Bände.

Christine Jaitner: Naturführer Wiesenblumen

Christine Jaitner: Naturführer Alpentiere

Ingrid Fleischmann-Niederbacher: Naturführer Mineralien

80 Seiten, Format: jeweils 9,5 cm Breite und 16 cm Höhe, gebunden, durchgehend farbig mit Zeichnungen und Fotos. Kompass. Je 6,99 €

Dieter Buck

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Samstag, 20. April 2019

Jan Haft: Die Wiese

Jan Haft: Die Wiese



Krabbelt doch da bereits auf dem Cover ein naseweiser Marienkäfer über einen Grashalm und stimmt genau richtig auf dieses Buch ein. „Die Wiese“, heißt es, und um nichts anderes, das aber intensiv, geht es.

Kitzelnde Gräser, leuchtende Blumen, summende Insekten: So fühlt sich eine Sommerwiese an. Jan Haft nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in ein wahres Naturparadies, in dem Hunderte bunter Pflanzen und bizarrer Tiere leben, deren Naturgeschichte oft noch gar nicht richtig erforscht ist. Nirgendwo sonst leben mehr Insektenarten, nirgendwo sonst herrscht eine solche Farbenpracht. Und gleichzeitig ist kein heimischer Lebensraum so sehr bedroht: Etwa ein Drittel unseres Landes war einst von blühenden Wiesen bedeckt. Heute sind es noch klägliche zwei Prozent. Das mit zahlreichen Fotos bebilderte Buch weckt Begeisterung für diesen artenreichen, lebendigen Lebensraum und ist zugleich ein Aufruf zur Rettung der letzten Blumenwiesen.

Beginnend mit einem Maimorgen auf der Wiese und endend mit einem Epilog zum Herbst wird auf über 250 alles beschrieben, was man über eine Wiese wissen sollte, ja eigentlich wissen müsste. Acht Kapitel führen ein in das Thema, ergänzt durch wunderschöne Fotos. Schön ist, dass das Buch nicht im trockenen Sachbuchstil geschrieben wurde, sondern höchst lebendig und unterhaltsam, so dass man von der Lektüre richtiggehend gefesselt ist und gar nicht mehr aufhören mag zu lesen. Eine gelungene Mischung zwischen Autobiografie und Sachbuch, denn das Wissen kommt nicht zu kurz.

Schön auch die große Schrift, die das Lesen auch über einen längeren Zeitpunkt angenehm macht und nicht ermüdet. Schön ist zudem, dass man das Buch auch Kindern zu lesen geben kann, denn auch sie werden es verstehen und es interessant finden.

Das Buch wird nach höchsten ökologischen Standards (Cradle to Cradle) hergestellt und nicht in Folie eingeschweißt.

Zum Autor:
Der Biologe Jan Haft, geboren 1967, ist ein vielfach ausgezeichneter Natur- und Tierfilmer. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf einem Bauernhof im Isental bei München. Eine seiner Lieblingswiesen liegt gleich neben dem Hof. Sein neuer Film „Die Wiese – ein Paradies nebenan“ erscheint im April 2019.
Foto: privat

Jan Haft: Die Wiese. 256 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag, mit farbigen Abbildungen, Format: 13,5 x 21,5 cm, Hardcover. Penguin Verlag. ISBN 978-3-328-60066-4. 20,00 € (D), 20,60 € (A), CHF 28,90.
E-Book: € 15,99 [D] inkl. MwSt. CHF 19,00 * (* empf. VK-Preis)

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