Posts mit dem Label Theodor Fontane werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Theodor Fontane werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. August 2016

Evelyne Polt-Heinzl/ Christine Schmidjell (Hrsg.): Tee

Evelyne Polt-Heinzl/
Christine Schmidjell (Hrsg.): Tee



Es soll Leute geben, für die kommt Tee nur in Frage, wenn sie krank sind. Dafür wird andernorts ein Kult um dieses Heißgetränk getrieben, als wäre es pure Gold, halt in flüssiger Form. Extrem hier, extrem da. Wo liegt das Mittelmaß? Oder gibt es das beim Tee überhaupt. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht.

In weiten Teilen der Welt ist Tee ein Teil der Kultur und es haben sich komplizerte Riten herausgebildet, wie man ihn genießt. Die berühmtesten und wichtigsten sind China, Japan, Indien, Russland, die Maghreb-Staaten und, näher, das Land der »Tea Time«, Großbritannien.

Abwarten und Tee trinken
Dies ist wohl das bekannteste Sprichwort ums Teetrinken. Aber nicht nur dort, auch in der Literatur findet man oft den Bezug zum Tee: Marcel Proust tunkt die berühmten Madeleines hinein und Lewis Carrolls verrückter Hutmacher sitzt beim immerwährenden Fünf-Uhr-Tee. Das Büchlein umfasst aber noch Werke von George Tabori,  Peter Altenberg, Theodor Fontane, Charles Dickens, Egon Erwin Kisch, Pearl S. Buck, Heinrich Heine, Alexander Puschkin, Joseph von Eichendorff, Honoré de Balzac, Anton Tschechow, Thomas Mann und vielen vielen anderen Schriftstellern. Auch asiatische Namen, die wohl kaum einer kennt, fallen einem bei der Lektüre ins Auge.

Die Teereise führt quer durch die Zeiten und Kulturen. Außer Werken aus der Weltliteratur findet man in dem hübsch gemachten Buch Wissenswertes zu Anbau, Handel und Zubereitung oder zur vielfältigen Nutzung des Tees, außerdem einige Rezepte für Tee-Spezialitäten.

Man glaubt es kaum, wie viel in ein so kleines Buch hineingeht. Natürlich ist es ein passendes Geschenkbuch, wenn man jemand der Tee mag eine Freude machen will. Nicht zuletzt sollte man sich aber als Teetrinker selbst eine Freude damit machen. So kompakt bekommt man das Thema Tee und Literatur wohl nicht mehr zwischen zwei Buchdeckel…

Evelyne Polt-Heinzl/Christine Schmidjell (Hrsg.): Tee. Eine kulinarische Anthologie. 159 Seiten. 13 farbige Abbildungen. Gebunden,  Format: 9,6 x 14,8 cm. Reclam Verlag. ISBN: 978-3-15-011063-8. 10 €.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.


Hier finden Sie …
… Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

Jörg Zirfas (Hrsg.): Apfel

Jörg Zirfas (Hrsg.): Apfel



Ob man jetzt an die prächtige Apfelbaumblüte im Frühjahr denkt, ans Alte Land bei Hamburg oder an eine der Apfelgemeinden in Südtirol wie zum Beispiel Lana: Das Thema Apfel ist immer auch ein Reisethema.

Das Thema Apfel begleitet den Menschen von Anbeginn an, denn ohne den Apfel vom Baum der Erkenntnis würden wir Menschen zwar vielleicht dumm und unwissend, aber immerhin glücklich und zufrieden im Paradies leben. Alles also in der Weltgeschichte nur wegen des Apfels?

Auch die Literatur hat sich schon immer des Apfels als dramaturgisches Requisit bedient - was wären Klassiker wie Schneewittchen oder Wilhelm Tell ohne den Apfel, auch der Trojanische Krieg beinhaltet das Thema Apfel, und selbst die Physik bediente sich schon des Apfels, man denke nur an Newton und seine Entdeckung der Schwerkraft.

Berühmte Namen und der Apfel
Und so ist dieses Büchlein über den Apfel ein höchst interessantes, vergnügliches sowieso. Ein Geschenkband, mit dem man als Mitbringsel Ehre einlegen kann. Perfekt bibliophil aufgemacht, mit Illustrationen, einem originellen Cover und interessamten Inhalt: Man glaubt gar nicht, was alles an Themen, Geschichten, Erzählungen und Gedichten in so ein Buch hineinpasst. Heinrich Heine, Theodor Fontane, Daphne Du Maurier, Gottfried Keller, Bruno Bettelheim, Theodor Storm, Rainer Maria Rilke, Robert Walser, Gustav Schwab, Günter Grass und viele, viele mehr haben sich des Apfels angenommen.

Nur die Spezies der Ärzte ist vielleicht nicht so ganz glücklich über den Apfel, denn: „An apple a day keeps the doctor away!“

Jörg Zirfas (Hrsg.): Apfel. Eine kulinarische Anthologie. 158 Seiten. 14 farbige Abbildungen. Gebunden, Format: 9,6 x 14,8 cm. Reclam Verlag. ISBN 978-3-15-011060-7. 10,00 €
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.


Hier finden Sie …
… Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.