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Samstag, 7. August 2021

Othmar Seehauser/ Flora Brugger: Das Sarntal

 Othmar Seehauser/ Flora Brugger:

Das Sarntal

Leute – Landschaft – Lebensweisen

 


Wie viele Menschen es sind, die alljährlich Urlaub in Südtirol machen, weiß ich nicht. Aber eine ganze Menge – es ist das Alpenland, das wohl am meisten Urlauber anzieht. Nicht jeder möchte halt zum Ballermann…

Das Sarntal ist eine jeder Gegenden dort, die die Leute anzieht. Vor allem sicher wegen der prächtigen Landschaft, sicher aber auch den einen oder anderen wegen seiner reichen Kultur, den Kirchen, der Kunst im allgemeinen und den traditionellen Gebräuchen, die man auch als Gast immer wieder mitbekommt.

Ein besonderes Südtiroler Tal – Menschen, Traditionen, Landschaft.

Die Sarnerinnen und Sarner gelten in Südtirol als eigene Köpfe mit unverkennbarem Dialekt und ausgeprägter Verbundenheit mit bäuerlichen Traditionen und Brauchtum. Nirgendwo sonst in Südtirol wird bei festlichen Anlässen so selbstverständlich und selbstbewusst die Tracht getragen. Das macht kirchliche Feiern – ob Prozession oder Erstkommunion –, aber auch weltliche Feste wie den legendären Sarner Kirchtag ebenso farbenfroh wie einmalig.

Originell sind auch der archaische Adventsbrauch des Klöcklns und lebendige alte Handwerke. Faszinierend auch, was Fotograf und Autorin über das traditionelle Handwerk zu berichten und zu zeigen haben; auch die Porträts von zahlreichen Sarntalern sind interessant.

Der profilierte Fotograf Othmar Seehauser hat die Atmosphäre und Schönheit dieser gepflegten Kultur- und Naturlandschaft in Bilder gebannt. Gemeinsam mit der Autorin Flora Brugger führt er uns auf historische Bauernhöfe, in besondere Werkstätten, zu freskengeschmückten Kirchen und hinauf auf Almen und zu Bergseen – immer aber nahe heran an die Menschen. – oh, hätte man doch schon Urlaub und könne gen Süden reisen!

Zu Autorin und Fotograf:

Othmar Seehauser, Fotografische Sozialreportagen in Brasilien, Peru und Paraguay, Foto-Reportagen für Der Spiegel aus Tibet, Nepal, Bhutan, Sibirien und dem Amazonasgebiet, langjähriger Pressefotograf des Südtiroler Wochenmagazins FF. Veröffentlichte Bildbände über Natur, Kultur und Landschaft mit Schwerpunkt Südtirol.

Flora Brugger, Pensionierte Lehrerin, freischaffende Publizistin und Mitarbeiterin verschiedener Südtiroler Medien. Eng mit ihrer Heimat Sarntal verbunden.

© Othmar Seehauser

 

 

Othmar Seehauser / Flora Brugger: Das Sarntal: Leute – Landschaft – Lebensweisen. 256 Seiten, zahlreiche Fotos, Maße 230 mm x 310 mm, Hardcover mit Schutzumschlag Folio Verlag, Wien/Bozen, 2021. ISBN 978-3-85256-847-8. 29 €

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

Besuchen Sie mich auch unter http://www.dieterbuck.de, auf facebook und auf Instagram

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… Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

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Mittwoch, 14. März 2018

Achim Schneyder: Das große Buch vom Handwerk

Achim Schneyder:
 Das große Buch vom Handwerk



Freunde des TV-Sendes Servus kennen dort die Brauchtums-Sendungen, die zum besten gehören, was es in diesem Genre gibt. Auch die Sendungen zu seltenem, interessantem oder gar aussterbenden Handwerk sind wahre Meisterleistungen der Dokumentationsfilmerei.

Und passend dazu ist jetzt ein Buch zum Handwerk erschienen. In diesem wird aber nicht der Installateur beschrieben, den man so sehnsüchtig erwartet wenn man einen Wasserrohrbruch hat. Auch nicht der Kfz-Mechaniker, der das heilige Lieblingsstück wieder auf Vordermann bringt, sondern Handwerker der anderen Art aus dem Alpenraum.

Tischkreuzschnitzer, Federkielsticker, Kupferstecher, Wasserradbauer - hier findet man eine unglaubliche Vielfalt an alter und fast vergessener Handwerkskunst. Auf über 300 Seiten sind über sechzig bemerkenswerte Handwerke und Handwerker/innen in Wort und Bild beschrieben.

Achim Schneyder hat Geschichten über außergewöhnliche Menschen zusammengetragen, die sich mit Herz und Seele ihrem Handwerk verschrieben haben.

„Die Entdeckung der Langsamkeit“ …
… ist eines der Kapitel überschrieben - es könnte der Leitsatz für alle diese Gewerke sein. Welche besonderen Gegenstände die Meister ihres Fachs dabei mit viel Zeit, Liebe und Können fertigen, zeigt dieses Buch. Es geht um Berufe, aber mehr noch um Berufungen, um die Ergebnisse detailverliebter Arbeit und darum, wie traditionelle Künste lebendig bleiben - durch Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Zum Autor:
Achim Schneyder, geboren 1966 in Salzburg, zog es unmittelbar nach der Matura nach Wien, wo er seither als Autor, Tageszeitungs- und Magazinjournalist tätig ist. In seinen Büchern widmete sich der Servus-Mitarbeiter der ersten Stunde bisher hauptsächlich der Kulinarik. So porträtierte er u.a. den Naschmarkt und bereiste mit Peter Simonischek das steirische Weinland. Zudem schrieb er die Autobiografien von Toni Polster und Opernsängerin Angelika Kirchschlager.

Achim Schneyder: Das große Buch vom Handwerk: 306 Seiten. Zahlreiche Fotos. Format: 21 x 26 cm. Gebunden mit Lesebändchen. Servus. ISBN-13 9783710401701. Preis: Österreich: 36.00 EUR, Deutschland: 36.00 EUR, Schweiz: 47.90 CHF* (* empfohlener VK-Preis).
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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Mittwoch, 22. März 2017

Gudrun Sulzenbacher: Altes Handwerk und ländliches Leben

Gudrun Sulzenbacher:
Altes Handwerk und ländliches Leben
Wie wurde das früher gemacht? Ein Bildsachbuch über alte Berufe und handwerkliche Fertigkeiten



Wer im Urlaub auf Reisen ist hält sich wohl meist im ländlichen Raum auf, egal in welches Land man nun reist. Vor allem für Großstadtkinder läuft hier eines anders als sie es aus der heimatlichen Betonwüste gewohnt sind. Und irgendwie ähneln sich gewisse Tätigkeit überall, sei es nun in den Alpenländern oder im europäischen Süden oder Norden.

Insbesondere die engere Verzahnung zwischen Leben und Arbeit ist hier zu vermerken. Daheim sind alle Bereich getrennt. Aber zum Beispiel auf einem Bauernhof ist das nicht so, kann das nicht so sein. Und die bekommt das Kind nun hautnah mit. Auch die Arbeit von Handwerkern in einer Werkstatt kann hier oft noch beobachtet werden - zuhause sieht mal vielleicht mal den Klempner, der eine verstopfte Leitung frei macht oder den Waschmaschinenmechaniker, der womöglich nur sagt: „Da ist nichts mehr zu machen, da muss eine neue her“.

Faszinierende Tätigkeiten für Kinder
Dabei interessieren Kinder sich für die Arbeit auf dem Bauernhof oder im Handwerk. Nicht zuletzt faszinieren beispielswiese Baustellen Kinder ungemein. Auch große übrigens, das nur nebenbei gesagt.

Und aufmerksame und neugierige Kinder stellen sich und den Erwachsenen Fragen. Wie werden Hufe beschlagen? Wie ein Schuh gefertigt? Wie entsteht aus Flachs Leinen und aus Schafwolle Loden? Wie wird Butter hergestellt? Wie aus Getreide Brot gemacht? Seien wir mal ehrlich, wer von den heutigen Erwachsenen kann auf diese eigentlich simplen Fragen noch kompetent antworten. Im Laufe zweier Generationen hat sich unser Arbeitsalltag stärker verändert als in den 500 Jahren zuvor: Viele Handwerks- und Hauswirtschaftstechniken sind beinahe in Vergessenheit geraten oder werden nur mehr von Spezialisten gepflegt.

Und hier setzt dieses Buch an. Gudrun Sulzenbacher vermittelt in kurzen Texten und mit über 400 Farbfotos prägnante Informationen über altes Handwerk: Rädermacher, Gerber, Färber, Korbflechter, Sägemüller und viele andere Handwerker zeigen ihre Fertigkeiten und Werkzeuge. Unzählige Fotos verdeutlichen ihre Erklärungen, in denen praktisch Schritt für Schritt die einzelnen Arbeitsschritte bei der Fertigung verschiedener Artikel erklärt werden. Das reicht vom töpfern über Räder machen, tischlern, Schafe scheren, Loden walken oder, käsen bis hin zu Leiden kurieren - ja, das auch unter dem Handwerksaspekt.

Fazit: dieses Buch gehört in jedes Haus. Ob nun mit oder ohne Kinder, es ist nicht nur ein wissensvermittelndes Sach-, sondern auch ein Bilderbuch, das man immer wieder anschaut.

Eines darf man allerdings bei aller Faszination nicht vergessen: so schön und gemütlich war die gute alte Zeit nun doch nicht, wie man bei der Lektüre des Buches sich vielleicht denkt. Man schaue sich nur die „Zahnbrecherzange“ der einstigen Bauerndoktoren an. Dann weiß man die Vorzüge des heutigen Daseins sofort wieder zu schätzen …

Zur Autorin:
Gudrun Sulzenbacher ist Expertin für Kinder- und Jugendliteratur und arbeitet als freiberufliche Mitarbeiterin des Pädagogischen Instituts in Bozen. Die Südtirolerin ist Herausgeberin von zahlreichen Publikationen zur Lesedidaktik. Ihr bei Folio erschienenes Buch „Die Gletschermumie“ wurde mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendsachbuchpreis ausgezeichnet.

Gudrun Sulzenbacher: Altes Handwerk und ländliches Leben. Fotos von Augustin Ochsenreiter. Ab 9 Jahren. 4., aktualisierte Neuausgabe 2017. 64 Seiten. Gebunden, Format 21,5 x 28 cm. Folio Verlag, Wien - Bozen. ISBN 978-3-85256-720-4.  Preis 18 €.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.


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