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Samstag, 24. Oktober 2020

Sepp Forcher u.v.m.: Es gibt einen Berg für jedes Alter

Sepp Forcher u.v.m.:

Es gibt einen Berg für jedes Alter

 


Was haben Sepp Forcher, Alexander Huber, Bischof Manfred Scheuer, Hans Gasperl und viele andere gemeinsam? Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich zumindest: Sie haben einen Beitrag für das vorliegende Buch geleistet.

Wie schon aus der Überschrift zu ersehen, geht es um Berge. Insbesondere um das besteigen oder erwandern eines Berges. Menschen verschiedenen Alters und Kondition haben darüber geschrieben.

Jüngere und ältere Bergfreunde waren beteiligt. Jeder der Mitwirkenden geht seinen Berg auf seine Art an. Der eine macht Extremtouren, für die er sich akribisch vorbereiten muss, der andere geht vorsichtiger an die Sache heran und lässt sich Zeit. Andere gehen einfach los. Jeder nach seiner Facon. Jeder Beitrag ist lesenswert, hintersinnig, wohl überlegt, oft humorvoll. Es ist ein wunderschönes Lesebuch geworden, gerade recht für die kommenden Monate, an denen man vielleicht eher daheim am Kamin an die Berge denkt, als in ihnen herumzuturnen. Zudem es derzeit ohnehin nicht so einfach ist, überhaupt an die Berge zu kommen. Insbesondere aus einem anderen Land an den Berg seiner Träume, sollte der zufällig im Nachbarland liegen.

Zarte Illustrationen zu dem Buch hat Wolfgang Schüssel geliefert, der Verlag ein Lesebändchen spendiert. So ist ein feines Buch entstanden, in dem gerne liest. Am besten häppchweisen, Stück für Stück. Es wäre schade, wenn man die über 200 Seiten auf die Schnelle herunterlesen würde. Das sollte man den Autor/innen nicht antun.

 

Sepp Forcher u.v.m.: Es gibt einen Berg für jedes Alter. 214 Seiten, viele Illustrationen von Wolfgang Schüssel. Mit Lesebändchen. Bergwelten, 2020. ISBN 978-3-7112-0023-5. 20 €.

 

Dieter Buck

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Montag, 30. April 2018

Bodo Hell, Elsbeth Wallnöfer, Peter M. Kubelka: Wilder Dachstein

Bodo Hell, Elsbeth Wallnöfer,
 Peter M. Kubelka:
Wilder Dachstein




Wenn der „Dachsteindichter“ Bodo Hell unter den Autoren eines Buches über den Dachstein auftaucht, ist man schon neugierig und gespannt. Man weiß, es erwartet einen etwas Besonderes. Nicht nur rein sachliche Information, nein auch literarische Qualität.

Aber auch die beiden anderen in dem Machertrio, eine Volkskundlerin und ein profilierter Fotograf haben ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses neue Dachsteinbuch ein Gewinn ist, ein Gewinn für Freunde des Dachsteins, für Freunde der Alpen, für Freunde der Volkskunde und für Freunde hervorragender Bildern.

Dreiherrenberg: einsam, wild, rau
Der wohl prominenteste Gebirgsstock der nördlichen Kalkalpen, der Dachstein, mit seiner beispielhaften Erschließungs- und Entwicklungsgeschichte birgt nach wie vor Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Wege, Umwege, überlaufene und völlig verlassene Routen locken Kletterer, Wanderer und Abenteurer in seine Felsrunsen und Karrenfelder.

Eine Pfadsuche im Koppenwinkel, Karseen und Höhlenkirchen, Almen und Naturtheater, Hüttengaudi und Bibelsteige, sind nur einige Themen der im Band versammelten Texte und Routenbeschreibungen.

Der Persönlichkeiten, drei Sichtweisen auf den Dachstein
Elsbeth Wallnöfer, Volkskundlerin, durchforstet mit ihrem kritischen Blick historische und aktuelle Quellen. Sie schreibt im ersten, eher wissenschaftlichen Teil des Buches über die Geschichte des Dachsteins, seiner Bergsteiger, über die evangelische Kultur am Dachstein, das seinerzeitige tragische Unglück mit den Kindern aus Heilbronn, die Seilbahn, den Truppenübungsplatz, Bergretter und vieles mehr; ein großer Teil ihres Beitrags sind auch den Hütten auf dem Dachstein gewidmet.

Danach folgen Beiträge von Bodo Hell, jahrzehntelang im Dachstein als Almhirte tätig, in „Nebenberuf“ Schriftstellers – oder ist es umgekehrt? -, der ja eine ganz eigene Art zu schreiben hat. Er berichtet aus seiner eigenen, persönlichen Erfahrung. Einmal daran gewöhnt, kann man nicht genug davon bekommen, man will immer weiterlesen. Auch er hält sich an den Dachstein als Realität, bereitet ihn jedoch literarisch auf.

Die Fotografien führen durch alle Wetter und Jahreszeiten und spiegeln den gegenwärtigen Zustand des Massivs wider. Peter M. Kubelka, Fotograf, hat mit viel Glück und noch mehr können, die schönsten Landschaften und beeindruckenden Momente eingefangen.

Zu Autor, Autorin und Fotograf:
Bodo Hell, geboren 1943 in Salzburg, Studien am Mozarteum (Orgel) und an der Uni Wien (Germanistik, Geschichte), Prosa, Radio, Theater, Foto, Film, Kooperationen, Almwirtschaft (seit 1979), zahlreiche Publikationen, 2017 Heimrad Bäcker- und Christine Lavant-Preis. 
Foto: Sigrid Landl


Peter M. Kubelka, geboren 1963 in Wien. Studium an der TU Wien. Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien (Fotografie). Kooperationen mit der Salzburger Künstlerin Irene Andessner. Langjährige Erfahrung im Bereich Werbefotografie (Food- Fotografie), Polaroid- und Kulturfotografie. Er ist Fotograf der Liechtensteincollection in Wien. Foto: Elsbeth Wallnöfer

Elsbeth Wallnöfer, Volkskundlerin, Philosophin, Autorin. Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich der Volkskultur. Zuletzt Märzveigerl & Suppenbrunzer, Verlag Anton Pustet 2014. Unregelmäßig Kommentatorin in der Tageszeitung der Standard.
Foto: Peter M. Kubelka



Bodo Hell, Elsbeth Wallnöfer, Peter M. Kubelka: Wilder Dachstein. 194 Seiten, durchgehend farbig bebildert. Format 21 x 24 cm, Hardcover. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2018. ISBN 978-3-7025-0889-0. € 29.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Franz Hohler – Immer höher

Franz Hohler – Immer höher

Vorwort von Emil Zopfi




Eine ausführliche Besprechung dieses Buches finden Sie hier:




Dieter Buck

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