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Freitag, 14. Oktober 2022

Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol: BERG 2023 - Alpenvereinsjahrbuch

 Deutscher Alpenverein/

Österreichischer Alpenverein/

Alpenverein Südtirol: 

BERG 2023 - Alpenvereinsjahrbuch

 


Wie jedes Jahr wird es sehnlichst erwartet, das neue Alpenvereinsjahrbuch. Von Bergliebhabern, von Buchliebhabern, von Naturfreunden.

Kein Wunder auch, wenn man das Preis-Leistungsverhältnis anschaut: 20,90 Euro für ein derartiges Werk, aufwändig ausgestattet, reich bebildert, geschrieben von hervorragenden Fachleuten, seien es nun Alpinisten, seien es Wissenschaftler oder sonstige Autoren wie der bekannte Fotograf Bernd Ritschel, der Autor Tom Dauer oder dem Alpenforscher Professor Werner Bätzing. Alles was die Bergwelt bewegt oder bewegen wird, ist enthalten.

Das traditionell vielseitige Portfolio alpiner Themen für Menschen, die die Berge lieben

Wie immer ist das Buch in große Kapitel eingeteilt. Das Sonderthema, der Berg und die Gegend in der diesjährigen Ausgabe ist die Wildspitze. „Eine grössere Weltabgeschiedenheit lässt sich für wahr auf keinem anderen Berggipfel finden als auf der Wildspitze.“ Diese Worte notierte der Geograf Anton von Ruthner nach seiner Besteigung des höchsten Gipfels der Ötztaler Alpen im Jahr 1861. Heute ist die Wildspitze, stolze 3768 Meter hoch, einer der populärsten Dreitausender Österreichs. In den BergWelten, dem großen Gebietsthema des Alpenvereinsjahrbuchs BERG 2023, dreht sich alles um den zweithöchsten Berg Österreichs, dessen „Weltabgeschiedenheit“ längst Geschichte ist. Die Menschen am Fuß des Berges bedauern das nicht. Ein Artikel über die Navigation und überhaupt die Alpen digital – im Vergleich zu den frühreren gedruckten Führern - rundet diesen Teil ab. Auch die Transhumanz, die Wanderung der Schafe in der Gegend, das benachbarte Pitztal sowie die Gletscherforschung sind Themen dieses Teils.

Das Kapitel BergFokus beleuchtet ein Bergsportgerät, dessen steiler Aufstieg vor rund 40 Jahren begann: das Mountainbike. Dem Alpenverein beschert es seitdem viele begeisterte Nutzer – und lebhafte Diskussionen, denn auf seinen Wegen und in seinen Hütten begegnen sich nun Fußgänger und Radfahrer. Kann das gutgehen? Und was macht eigentlich die Faszination und den Erlebniswert des Bergrades aus? Diese Punkte reichen für eine ausgedehnte Berichterstattung im Buch gut aus.

Die Rubrik BergSteigen liefert u. a. eine Übersicht über das internationale Bergsportgeschehen und geht dabei den Fragen nach, welche Leistungen im Bergsport es wert sind, festgehalten und herausgestellt zu werden.

BergMenschen bringt herausragende Persönlichkeiten vor den Vorhang, wie die Vorarlberger „Trad-Kletterqueen“ Barbara Zangerl oder den nepalesischen 8000er-Rekordmann Nirmal Purja. Andi Dick berichtet über herausragende alpine Leistungen im vergangenen Jahr und schreibt eine Wettkampf-Chronik 2021/22.

BergWissen zeigt, vor welchen Herausforderungen die Gletscherforschung aktuell steht und berichtet vom Verschwinden der traditionellen Almwirtschaft, geschrieben von keinem Geringeren als Professor Werner Bätzing. Auch den Bartgeiern ist ein Aufsatz gewidmet.

BergKultur widmet sich augenzwinkernd dem feinen Unterschied: Heißt es nun Ski oder Schi? Kaum zu glauben, welche tiefgreifenden kulturellen Unterschiede sich darin offenbaren.

Und so wird wie jedes Jahr Kapitel um Kapitel, Thema um Thema hochrangig und manchmal auch mit schelmischen Gedanken abgehandelt. Business as usual also. Der Kenner der Jahrbücher freut sich. Schließlich wartete er ein ganzes Jahr darauf, was nun wohl den Alpenvereinen wichtig genug war, es ihn ihrem traditionellen Prestigeobjekt zu besprechen.

Für Lektüre an den kommenden Wintertagen ist also gesorgt, bleibt nur zu hoffen, dass man dabei nicht so frieren muss wie so mancher Bergsteiger, der in der Wand übernachten muss…

Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol: BERG 2023 – Alpenvereinsjahrbuch. 256 Seiten; 263 farbige und40 schwarzweiß Abbildungen, Format 26 cm x 21 cm, Hardcover. Tyrolia, Innsbruck und Wien, ISBN 978-3-7022-4057-8. 20,90 €

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

Besuchen Sie mich auch unter http://www.dieterbuck.de, auf facebook und auf Instagram

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… Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

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Samstag, 16. Oktober 2021

BERG 2022 - Alpenvereinsjahrbuch

 

 Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol/Axel Klemmer (Hrsg.)

 BERG 2022 - Alpenvereinsjahrbuch

BergWelten: Ortler

BergFokus: Freiheit


Es ist wieder da, das lang erwartete Alpenvereinsjahrbuch der drei großen Alpenverein. Die Ausgabe 2022 ist da! Wieder gespickt voll mit wichtigen, interessanten und lesenswerten Geschichten, alle geschrieben von Fachleuten in ihrem Bereich.

Berg 2022 bietet wie in den vorausgegangenen 145 Ausgaben ein hochwertiges und vielseitiges Portfolio alpiner Themen. Dazu hervorragend bebildet, sodass man es auch – eigentlich eine Schande – auch als eine Art alpines Bilderbuch verwenden kann … Und das alles zu einem unschlagbaren Preis! Das geht wirklich nur, wenn die geballte Kompetenz und die Namen der drei Alpenvereine dahinter stehen – für jeden, der im alpinen Bereich schreibend tätig ist, kann es ja nur eine Ehre sein, wenn er in seiner Bibliographie auch auf eine Veröffentlichung in einem – oder gar mehreren – Alpenvereinsjahrbüchern verweisen kann!

Alpine Themen für Menschen, die die Berge lieben – zuerst das Thema 3905 Meter, der Ortler:

Nirgendwo in den Arbeitsgebieten des Alpenvereins geht es höher hinauf als am Ortler. BERG 2022 widmet dem gewaltigen Berg über dem Südtiroler Vinschgau das Gebietsthema. Schon die Geologie des Giganten fasziniert, richtig spannend aber werden Fels und Eis erst, wenn man sie mit Händen greifen kann. Niemand weiß das besser als der Bergführer Olaf Reinstadler, der von den klassischen Routen rund um Ortler und Königsspitze berichtet - und von den Veränderungen, die sie in den letzten Jahren erfahren haben.

Alpinistisch meist weniger anspruchsvoll sind die Wege und Steige über dem Ultental, das vom Meraner Becken hineinführt in den Nationalpark Stilfserjoch, der die zentrale Ortlergruppe umfasst und von seinem langjährigen Direktor Wolfgang Platter vorgestellt wird.

BergFokus: Freiheit – BergSteigen – BergMenschen – BergWissen

Berge sind unverrückbar, doch für viele waren sie während der Corona-Pandemie auch unerreichbar. Und so ist unser BergFokus denkbar aktuell, denn die Freiheit ist das große Versprechen des Bergsteigens. Warum fühlen wir uns in den Bergen eigentlich frei? Namhafte Autorinnen und Autoren geben darauf höchst lesenswerte Antworten - zum Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Mutschöpfen.

Über die Freiheit der "Bergsüchtigen", die auf den Berg steigen müssen, denkt dagegen der KI-Forscher, Robotik-Experte und leidenschaftliche Bergsteiger Nico Hochgeschwender nach. Vom individuellen Alpinismus-Algorithmus geht es dann auf der gesellschaftlichen Ebene weiter zur Freiheit der anderen BergMenschen, die es zu achten gilt, wenn wir ihnen auf Gipfeln und Wegen, aber auch im Alltag und in Internetforen begegnen.

In der gleichnamigen Rubrik steht auch die berührende Geschichte des Wiener Kunsthandwerkers und Bergsteigers Reinhold Duschka, der während des Zweiten Weltkriegs zwei jüdische Mitbürgerinnen vier Jahre lang versteckte.

Daneben werden die neuseeländische Profialpinistin Mayan Smith-Gobat und die Bergführerlegende Peter Habeler aus dem Zillertal porträtiert.

In den Zillertaler Alpen leisten einheimische "Stuansucher", Mineraliensammler, zusammen mit Geologen seit Jahrhunderten gemeinsame Forschungsarbeit.

Darüber berichtet die Rubrik BergWissen, die auch noch eine verblüffende Detektivgeschichte über natürliche Umweltgifte im Hochgebirge und eine Reportage aus dem oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen enthält.

Alpinistische Ziele in der Antarktis und die Geschichte der Frauenexpeditionen im Himalaya sind Themen der Rubrik BergSteigen. Doch welche Zukunft haben Reisen zu den "Bergen der Welt" in Zeiten des Klimawandels eigentlich? Ist es nicht besser, zu Hause zu bleiben? Besuchen mehr Menschen die Alpen, steigt dort der Druck. Dringend nötig sind darum neue Formen der Mobilität, für die Andi Dick plädiert, sowie Maßnahmen zur Besucherlenkung, von denen beispielhaft aus den Ammergauer Alpen berichtet wird.

BergKultur

Ein wichtiges Thema, nicht umsonst von Anfang auch im Aufgabenbereich der Alpenereine stehend! Um Malerei, Fotografie und Soziale Medien geht es schließlich in der Rubrik BergKultur -denn die Medien, derer man sich bedient, um der Faszination für das Gebirge Ausdruck zu verleihen, haben sich gewandelt. Vorgestellt wird außerdem ein spannendes Projekt der Technischen Universität Dortmund, das aufgelassene Skigebiete, ihre Ästhetik und Wahrnehmung untersucht und einen Begriff in die Alpen bringt, den man bisher aus dem Ruhrgebiet kannte: Industriekultur.

Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol/Axel Klemmer (Hrsg.): BERG 2022 – Alpenvereinsjahrbuch. BergWelten: Ortler. BergFokus: Freiheit. 256 Seiten, 336 farb. Abb. und sw. Abb.; Format 260 mm x 210 mm. Buchbindung: Hardcover. Tyrolia, Innsbruck und Wien, 2021. ISBN 978-3-7022-3977-0. 20,90 €

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Dieter Buck

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Dienstag, 10. März 2015

Marianne Bauer / Michael Waeber: Haute Route

Haute Route
Von Chamonix nach Zermatt
Hochtourenroute und Wanderroute
 


Die Haute Route ist sozusagen der Urvater aller Alpen-Durchquerungen – und sie hat auch nicht das Geringste an Attraktivität in den vergangenen 150 Jahren verloren! Noch immer zählt es zu den eindrücklichsten Erlebnissen, auf einer mehrtägigen Tour durch hochalpines Gelände den Weg zwischen Chamonix und Zermatt mit eigener Kraft geschafft zu haben!

In diesem Rother Wanderführer werden zwei Alternativen für diese Tour vorgestellt: Da ist zum Einen die klassische alpine Route auf den Spuren der »Entdecker«, den englischen Herrschaften aus der Zeit der Eroberung der Hochalpen. Diese zieht ohne große technische Schwierigkeiten, aber über hohe Gletscherpässe an den großen Gipfeln vorbei vom Mont Blanc ins Wallis. Für hochalpin erfahrene Bergsteiger wird darüber hinaus auch eine anspruchsvollere Variante dieser Route am Grand Combin sowie zu einigen Gipfeln am Weg beschrieben.

Für alle, die nicht über die Gletscher gehen wollen und daher auch mit weniger alpiner Ausrüstung unterwegs sein können, wird eine Wander-Haute-Route beschrieben: Diese verbindet herrliche Höhenwege mit ihren einzigartigen Panoramen gegenüber den großen Gipfeln vom Mont Blanc über Grand Combin, Weisshorn und Dom bis schließlich zum Matterhorn.

Die beiden Autoren Marianne Bauer und Michael Waeber haben in diesem Rother Wanderführer erstmals in deutscher Sprache in kompakter Form die Haute Route als Sommertour beschrieben. Aufgeteilt in die einzelnen Etappen werden alle wichtigen Informationen zur Tour, über alle Hütten am Weg, über die zu erwartenden Schwierigkeiten und zum Routenverlauf mit Höhenprofil und Karteneintrag in übersichtlicher Form dargestellt. Jeweils ein einführender Text und informative Fotos runden die Beschreibungen ab, so dass man sich auch schon bei der Planung zu Hause eine sehr gute Vorstellung über die Tour verschaffen kann. GPS-Daten stehen zum Download bereit.

Marianne Bauer / Michael Waeber: Haute Route. Von Chamonix nach Zermatt. Hochtourenroute und Wanderroute. Rother Wanderführer. 1. Auflage 2015. 200 Seiten mit 131 Farbabbildungen. 46 Höhenprofile, 36 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, zwei Übersichtskarten Format 11,5 x 16,5 cm kartoniert mit Polytex-Laminierung Bergverlag Rother. ISBN 978-3-7633-4460-4, 14,90 Euro [D] • 15,40 Euro [A] • 20,90 SFr



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