Donnerstag, 4. April 2013

Monika Gschwander-Elkins: Juwelen in Kärnten

Monika Gschwander-Elkins: 
Juwelen in Kärnten

Die 100 schönsten Kleindenkmäler Kärntens

Kleindenkmäler kommen als schutzwürdige „Gegenstände“ immer mehr „in Mode“. Geschätzt werden kann aber nur, was man kennt. Und wenn man es kennt, die Hintergründe und Geschichten dazu kennt, dann schätzt man die Sache auch. Und was man schätzt, das schützt man.

Insofern ist das Buch über die „Juwelen“ in Kärnten selbst ein wahrer Juwel. 100 Kleindenkmale im Land der Seen stellt die Autorin vor. Das Buch führt zu Plätzen, die man vielleicht schon oft gesehen, aber nie so richtig wahrgenommen hat. Bei anderen Sehenswürdigkeiten fragt man sich vielleicht schon lange, was es mit dem Denkmal, dem Wegkreuz, Bildstock oder Brunnen auf sich hat. Diese Fragen werden in diesem Buch beantwortet. Leider, aber das geht bei der Fülle der Denkmäler in Kärnten ja nicht anders, nur 100 Mal – es gibt ja noch eine Vielzahl mehr derartiger Plätze, die einer Beschreibung wert sind. Aber wollte man dies machen, wäre dies eine Lebensaufgabe und könnte niemals zwischen 2 Buchdeckel gebunden werden.

Die Skala der beschriebenen Denkmäler beginnt bei der Kreuzungsgruppe in Sagritz und endet mit dem Landsmannhofkreuz in Rabenstein, nur um die räumliche Ausdehnung zu verbildlichen. Dazwischen liegen so unterschiedliche Dinge wie der Hochofen in Eisentratten, die Lourdesgrotte in Döbriach, die Kandelaberfichte in Arriach, eine Sonnenuhr in Kötschach, der Schrotturm in Arnoldstein, der Türkenbrunnen in Zweinitz, das Tympanonrelief in St. Veit, ja sogar ein ganzer Bauernhof im Rosental, ein Luftschutzstollen in Klagenfurt, aber auch moderne Bauwerke wie der größte Wanderschuh in Arriach.

Alles also Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnen. Die Bilder dazu regen auch an, geben aber nur einen ersten Eindruck, so dass die Versuchung groß ist, alle Kleindenkmale sich mal selbst anzusehen. Kein Problem auch: Das Jahr hat 52 Samstage und 52 Sonntage, man schafft es also gut in 1-2 Jahren, sich ein Bild von Kärntens Juwelen zu machen.

Zur Autorin:
Monika Gschwandner-Elkins scheint von Berufs wegen wie geschaffen für eine solche Veröffentlichung zu sein. 1965 in Klagenfurt geboren studierte sie zwar zuerst Musikwissenschaften und absolvierte eine Schauspiel- und Gesangsausbildung. Danach war sie aber mehrere Jahre als Journalistin tätig, ist Mitarbeiterin im Referat „Pilgern & Reisen“ in der Diözese Gurk-Klagenfurt sowie Projektleitern von „Pilgern in Kärnten“. Eine Fachfrau sozusagen.

Dieter Buck

Monika Gschwander-Elkins: Juwelen in Kärnten. Die 100 schönsten Kleindenkmäler Kärntens. 192 Seiten, zahlreiche Fotos. Karten mit Lageplänen der Denkmale im Umschlag. Gebunden mit Schutzumschlag. Styria regional Carinthia. ISBN 978-3-7012-0104-4. 24,99 €.

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Mittwoch, 3. April 2013

Ein perfektes Wochenende in Wien

Ein perfektes Wochenende in Wien

Wien, eine der schönsten und interessantesten Städte Europas. Der Autor dieser Rezension hat selbst nur die besten Erinnerungen an einen Aufenthalt dort.

Besichtigen, einkaufen, einfach nur rumbummeln und was sonst noch alles. Ein Wochenende ist ja nicht lang. Da muss man schon gut organisieren und planen, um die wenigen Tage optimal zu verbringen und keine Zeit zu verplempern mit der Suche nach der besten Unterkunft, dem „in-sten“ oder empfehlenswertesten Restaurant und was man sonst noch so alles braucht.

Abhilfe bieten die mittlerweile über 30 Bücher der Reihe „Ein perfektes Wocheende in …“. Sie führen in die schönsten Städte und Regionen Europas, sie stellen ausgewählte Unterkünfte vor, besondere Restaurants und Cafés, die kulinarischen Besonderheiten des Gebiets, kulturelle Highlights und sonstige Aktivitäten. Es werden nur die wirklich authentischen und besonderen Plätze der Stadt vorgestellt. Dazu gibt es jede Menge stimmungsvoller Fotos, derentwegen sich schon alleine das Buch lohnen würde, Interviews, Rezepte und Porträts. So lernt man nicht nur die wichtigsten Leute der Region kennen – so sie für den Reisenden von Interesse sind, sondern auch die interessantesten Adressen der jeweiligen Stadt.

Das Wien-Buch beginnt, wie könnte es auch anders sein, mit dem Hotel Sacher. Es bietet, nebenbei bemerkt, weil nachgelesen, nicht nur die berühmte Torte, sondern auch die größte Gemäldesammlung Österreichs. Das Kontrastprogramm bietet das Gasthaus Ubl in der Nähe des Naschmarkts, einfach, frisch, urig, typisch wienerisch. Hier sollte man das Hauptprodukt bestellen: Schnitzel mit Salat – mit wie wenig der Mensch schon glücklich werden kann, wenn nur die Qualität stimmt. Und so geht es weiter, eine muntere Mischung von Lokalitäten, Interviews, Rezepten, und immer wieder passenden Fotos.

Abgeschlossen wird das Bändchen von einem Infoteil mit Wissenswertem über Wien, Museen, einem Sammelsurium von Interessantem über die alte Kaiserstadt, Märkte und noch anderen nützlichen Details.

Ein perfektes Wochenende in Wien. 120 Seiten, Klappenbroschur, Format 12,5 cm x 18,5 cm. Süddeutsche Zeitung Edition. ISBN 978-3-86615-424-7. 9,90 € (D), 10,20 € (A).

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Buchbesprechung: Schluchten, Höhlen, Eismagie in Bayern und Österreich

Ralf Steinbacher: 
Schluchten, Höhlen, Eismagie
17 leichte Wanderungen zu faszinierenden Naturschauplätzen





Die Natur hat immer wieder prächtige Schauspiele zu bieten, die bayerische und die benachbarte österreichische allzumal, wie allseits bekannt.
Dieser neue Wanderführer führt uns zu Natursehenswürdigkeiten, die es in sich haben. Das Gute daran: Vermutlich wird man auch Kinder dazu bringen, mitzuwandern. Und das will schon einiges heißen …
Die Wanderungen führen in Bayern und Österreich in wilde Klammen und Schluchten. Das beginnt im Allgäu mit dem Eistobel bei Isny und führt bis ins Salzburger Land zur Eisriesenwelt bei Werfen. Auch das südlich liegende Tirol ist mit interessanten Zielen vertreten. Man erlebt die Natursehenswürdigkeiten nicht nur im Sommer, sondern man sieht sie auch im Winter: mächtige, bei Frost zu bizarren Säulen gefrorene Wasserfälle, ja sogar ganze Schluchten, die Eispalästen ähneln.
An den Plätzen haben zum Teil schon König Ludwig II. Kaiser Franz Joseph und Sisi gestaunt und vielleicht die gefährliche Holztrift bewundert. Höhepunkt der Ausflugssammlung sind die höchstgelegene Schauhöhle Deutschlands und die größte Eishöhle der Welt.
Die Kapitel sind so angelegt, dass man zuerst auf mehreren Seite Wichtiges zu der jeweiligen Attraktion erfährt. Fotos illustrieren den Text. Abschließend folgt eine kurze Wanderbeschreibung mit einer Skizze des Wegverlaufs.
Dieter Buck

Ralf Steinbacher: Schluchten, Höhlen, Eismagie. 192 Seiten, zahlreiche Fotos, Format 12,5 x 18,5 cm, Klappenbroschur. Süddeutsche Zeitung Edition. ISBN 978-3-86497-099-3. 9,90 € (D), 10,20 € (A).



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Eine perfekte Woche im Bayerischen Alpenvorland

Eine perfekte Woche im 
Bayerischen Alpenvorland



Eine Woche in Oberbayern, wie schön. Wandern, relaxen, besichtigen, einkaufen und was sonst noch alles. Da muss man schon gut organisieren und planen, um die wenigen Tage optimal zu verbringen und keine Zeit zu verplempern mit der Suche nach der besten Unterkunft, dem „in-sten“ oder empfehlenswertesten Restaurant und was man sonst noch so alles braucht.

Abhilfe bieten die Bücher der Reihe „Eine perfekte Woche in …“. Sie führen in die schönsten Regionen Europas, sie stellen ausgewählte Unterkünfte vor, besondere Restaurants, die kulinarischen Besonderheiten des Gebiets, kulturelle Highlights und sonstige Aktivitäten. Dazu lernt man die wichtigsten Leute der Region kennen – so sie für den Reisenden von Interesse sind. Empfohlen werden aber nicht nur die berühmtesten und feinsten Adressen, sondern ebenso Fischer, Almgaststätten und ähnliches.

Das Buch beginnt mit den Lieblingsadressen, wohl der Autoren. Dann folgt eine kurze, knackige Einleitung in die jeweilige engere Region des bayerischen Alpenvorlandes, gefolgt von ausführlicheren und mit vielen stimmungsvollen Fotos garnierten Vorstellungen der Betriebe.

Den Abschluss bildet ein Kapitel mit Wissenswertem über das Bayerische Alpenvorland wie Kunst, Museen, Kirchen, Maibäume, Dirndl (die Kleidung, nicht das Mädchen), Lederhosen, Kinos, Shopping, Wandervorschläge und vieles mehr.

Dieter Buck



Eine perfekte Woche im Bayerischen Alpenvorland. 240 Seiten, Format 12,5 x 18,5 cm, Klappenbroschur. Zahlreiche Fotos. Süddeutsche Zeitung Edition. ISBN 978-3-86497-094-8. 14,90 € (D), 15,40 € (A).



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Lars Konarek: Überleben in der Natur

Lars Konarek: Überleben in der Natur
 



Regenwürmer sind zum Verzehr nicht so gut geeignet, Heuschrecken dafür umso mehr. Sie schmecken sogar vorzüglich. Dies und viel mehr Wissen, das schon unseren Urahnen das Überleben sicherte, weiß Überlebensexperte Lars Konarek im viel Fach- und Detailwissen an den Mann resp. die Frau zu bringen.

Jeder kann mal in eine Notsituation kommen, in der er völlig auf sich allein gestellt ist, ohne Handy, Werkzeug, Heizmaterial, Essen und Trinken. Dann gehen die Probleme schon los. Und wie Konarek bereits in seiner Einleitung eine Situation beschreibt, kann einem das schon dann passieren, wenn man im Winter mit dem Auto nicht mehr weiterkommt und eine eiskalte Nacht überstehen muss.

Aber draußen in der Natur, da fangen für viele Freizeit und Urlaub erst an. Die Schattenseiten, von denen die einschlägigen Zeitungsseiten voll sind: Ob bei einer Skitour oder beim Mountainbiken, ob beim Klettern im Hochgebirge, ob beim Bergwandern in entlegenen Regionen - ein Wetterumschwung oder ein Unfall genügt und plötzlich steckt man mitten in einer Notsituation! Aber auch „Couch-Potatoes" sind davor nicht gefeit, wenn etwa eine Überlandfahrt irgendwo im Straßengraben endet. Spätestens dann wäre es gut zu wissen, was zu tun ist, um dem Dilemma einigermaßen unversehrt zu entrinnen und durchzuhalten, bis Hilfe kommt.


Autor Lars Konarek, selbst Survival-Experte, hat im Buch „Überleben in der Natur" die wichtigsten Kenntnisse zusammengetragen, die man für ein Überleben abseits gesicherter Wege und beheizter Hütten benötigt. Die Palette der einfachen, aber im Ernstfall (über-) lebensnotwendigen Techniken beginnt beim Feuermachen in freier Natur und erstreckt sich über Aufwärmemöglichkeiten, Lagerbau, die Errichtung von Schneehöhlen, das Auffinden von Wasser bis hin zu psychologischen Tricks, die die Notsituation überstehen helfen, sowie Heilmitteln, die die Natur uns bietet. Natürlich wird auch essbaren Pflanzen und den Möglichkeiten, tierische Nahrung zu erbeuten, Platz eingeräumt.

Ein weiteres großes Plus des Buches: Der Autor räumt mit etlichen kursierenden Survival-Mythen auf, deren Befolgung im Ernstfall lebensgefährlich werden könnte.

Ein Buch, dessen Inhalt man gut kennen sollte, auch wenn man hofft, ihn nie zu benötigen.



Der Autor

Lars Konarek diente als Soldat in einem Fallschirmjägerbataillon und wurde durch seine Survival-Experimente bekannt. Sein Wissen stellte er unter anderem dem Wissensmagazin „Galileo" auf Pro7 zur Verfügung.



Dieter Buck



Lars Konarek: Überleben in der Natur: Der Survival-Guide für Europa und Nordamerika. 168 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, 11x17 cm, brosch. Leopold Stocker Verlag. ISBN 978-3-7020-1390-5. 14,95 €.



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