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Dienstag, 16. Mai 2023

Uwe Schwinghammer: Das Tiroler Wasser-Wanderbuch

 Uwe Schwinghammer:

Das Tiroler Wasser-Wanderbuch

60 Tourentipps zu den schönsten Seen, Klammen und Wasserfällen

 


Was wäre Tirol ohne seine malerischen Bade- und stillen Bergseen, ohne die spektakulären Wasserfälle und abenteuerlichen Schluchten und Klammen?

Begleitet von wunderbaren, Lust machenden Fotos zeigt dieses Buch alles, was das wasserreiche Tirol ausmacht. Vom See in dem man baden kann bis zu wilden Schluchten und mächtigen Wasserfällen juckt es den Naturliebhaber schon beim bloßen Durchblättern in den Füßen.

Die beschriebenen Wanderungen beinhalten alle Schwierigkeitsgrade. Einige Ziele liegen nah und laden vor allem im Sommer dazu ein, unkompliziert besucht zu werden. Andere befinden sich weit oben in den Bergen, versteckt zwischen den Gipfeln, und es erfordert etwas mehr Mühe und Zeit, sie zu entdecken.

Wasserreiches Tirol

Egal, wofür Sie sich entscheiden, mit diesem Buch von Uwe Schwinghammer, einem erfahrenen Kenner der Bergwelt Tirols, halten sie einen treuen Begleiter in ihren Händen, für den Besuch eines Badesees, in den man immer schon einmal springen wollte, die sommerliche Familienwanderung durch eine kühle Klamm oder die Tour zum stillen Kleinod im Hochgebirge, an dessen Ufern noch Einsamkeit und Stille herrscht.

Außer den genauen und, aktuelle Tourenbeschreibungen sind alle Touren mit den nötigen Basics wie Ausgangspunkt, Anreise mit dem ÖPNV, Höhenmeter, Zeit, Einkehrmöglichkeiten usw. Übersichts- und Detailkarten helfen bei der Tourenfindung.

Zum Autor:

UWE SCHWINGHAMMER, geboren 1970 in Innsbruck und dort auch aufgewachsen. Als Journalist und Historiker ein zuweilen durchaus kritischer, aber auch leidenschaftlicher Tiroler, der sein Land im Lauf der Jahre durch Bergtouren und Wanderungen bis in die hintersten Winkel kennengelernt hat.

Uwe Schwinghammer: Das Tiroler Wasser-Wanderbuch. 60 Tourentipps zu den schönsten Seen, Klammen und Wasserfällen. 200 Seiten; 166 farb. Abb. und 59 topographische Karten mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie 1 Übersichtskarte, Taschenbuch, 21 cm x 14.5 cm. Tyrolia, Innsbruck, 1. Auflage 2023. ISBN 978-3-7022-4107-0. 25 €

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

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Freitag, 14. Oktober 2022

Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol: BERG 2023 - Alpenvereinsjahrbuch

 Deutscher Alpenverein/

Österreichischer Alpenverein/

Alpenverein Südtirol: 

BERG 2023 - Alpenvereinsjahrbuch

 


Wie jedes Jahr wird es sehnlichst erwartet, das neue Alpenvereinsjahrbuch. Von Bergliebhabern, von Buchliebhabern, von Naturfreunden.

Kein Wunder auch, wenn man das Preis-Leistungsverhältnis anschaut: 20,90 Euro für ein derartiges Werk, aufwändig ausgestattet, reich bebildert, geschrieben von hervorragenden Fachleuten, seien es nun Alpinisten, seien es Wissenschaftler oder sonstige Autoren wie der bekannte Fotograf Bernd Ritschel, der Autor Tom Dauer oder dem Alpenforscher Professor Werner Bätzing. Alles was die Bergwelt bewegt oder bewegen wird, ist enthalten.

Das traditionell vielseitige Portfolio alpiner Themen für Menschen, die die Berge lieben

Wie immer ist das Buch in große Kapitel eingeteilt. Das Sonderthema, der Berg und die Gegend in der diesjährigen Ausgabe ist die Wildspitze. „Eine grössere Weltabgeschiedenheit lässt sich für wahr auf keinem anderen Berggipfel finden als auf der Wildspitze.“ Diese Worte notierte der Geograf Anton von Ruthner nach seiner Besteigung des höchsten Gipfels der Ötztaler Alpen im Jahr 1861. Heute ist die Wildspitze, stolze 3768 Meter hoch, einer der populärsten Dreitausender Österreichs. In den BergWelten, dem großen Gebietsthema des Alpenvereinsjahrbuchs BERG 2023, dreht sich alles um den zweithöchsten Berg Österreichs, dessen „Weltabgeschiedenheit“ längst Geschichte ist. Die Menschen am Fuß des Berges bedauern das nicht. Ein Artikel über die Navigation und überhaupt die Alpen digital – im Vergleich zu den frühreren gedruckten Führern - rundet diesen Teil ab. Auch die Transhumanz, die Wanderung der Schafe in der Gegend, das benachbarte Pitztal sowie die Gletscherforschung sind Themen dieses Teils.

Das Kapitel BergFokus beleuchtet ein Bergsportgerät, dessen steiler Aufstieg vor rund 40 Jahren begann: das Mountainbike. Dem Alpenverein beschert es seitdem viele begeisterte Nutzer – und lebhafte Diskussionen, denn auf seinen Wegen und in seinen Hütten begegnen sich nun Fußgänger und Radfahrer. Kann das gutgehen? Und was macht eigentlich die Faszination und den Erlebniswert des Bergrades aus? Diese Punkte reichen für eine ausgedehnte Berichterstattung im Buch gut aus.

Die Rubrik BergSteigen liefert u. a. eine Übersicht über das internationale Bergsportgeschehen und geht dabei den Fragen nach, welche Leistungen im Bergsport es wert sind, festgehalten und herausgestellt zu werden.

BergMenschen bringt herausragende Persönlichkeiten vor den Vorhang, wie die Vorarlberger „Trad-Kletterqueen“ Barbara Zangerl oder den nepalesischen 8000er-Rekordmann Nirmal Purja. Andi Dick berichtet über herausragende alpine Leistungen im vergangenen Jahr und schreibt eine Wettkampf-Chronik 2021/22.

BergWissen zeigt, vor welchen Herausforderungen die Gletscherforschung aktuell steht und berichtet vom Verschwinden der traditionellen Almwirtschaft, geschrieben von keinem Geringeren als Professor Werner Bätzing. Auch den Bartgeiern ist ein Aufsatz gewidmet.

BergKultur widmet sich augenzwinkernd dem feinen Unterschied: Heißt es nun Ski oder Schi? Kaum zu glauben, welche tiefgreifenden kulturellen Unterschiede sich darin offenbaren.

Und so wird wie jedes Jahr Kapitel um Kapitel, Thema um Thema hochrangig und manchmal auch mit schelmischen Gedanken abgehandelt. Business as usual also. Der Kenner der Jahrbücher freut sich. Schließlich wartete er ein ganzes Jahr darauf, was nun wohl den Alpenvereinen wichtig genug war, es ihn ihrem traditionellen Prestigeobjekt zu besprechen.

Für Lektüre an den kommenden Wintertagen ist also gesorgt, bleibt nur zu hoffen, dass man dabei nicht so frieren muss wie so mancher Bergsteiger, der in der Wand übernachten muss…

Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol: BERG 2023 – Alpenvereinsjahrbuch. 256 Seiten; 263 farbige und40 schwarzweiß Abbildungen, Format 26 cm x 21 cm, Hardcover. Tyrolia, Innsbruck und Wien, ISBN 978-3-7022-4057-8. 20,90 €

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Dieter Buck

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Samstag, 16. Oktober 2021

BERG 2022 - Alpenvereinsjahrbuch

 

 Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol/Axel Klemmer (Hrsg.)

 BERG 2022 - Alpenvereinsjahrbuch

BergWelten: Ortler

BergFokus: Freiheit


Es ist wieder da, das lang erwartete Alpenvereinsjahrbuch der drei großen Alpenverein. Die Ausgabe 2022 ist da! Wieder gespickt voll mit wichtigen, interessanten und lesenswerten Geschichten, alle geschrieben von Fachleuten in ihrem Bereich.

Berg 2022 bietet wie in den vorausgegangenen 145 Ausgaben ein hochwertiges und vielseitiges Portfolio alpiner Themen. Dazu hervorragend bebildet, sodass man es auch – eigentlich eine Schande – auch als eine Art alpines Bilderbuch verwenden kann … Und das alles zu einem unschlagbaren Preis! Das geht wirklich nur, wenn die geballte Kompetenz und die Namen der drei Alpenvereine dahinter stehen – für jeden, der im alpinen Bereich schreibend tätig ist, kann es ja nur eine Ehre sein, wenn er in seiner Bibliographie auch auf eine Veröffentlichung in einem – oder gar mehreren – Alpenvereinsjahrbüchern verweisen kann!

Alpine Themen für Menschen, die die Berge lieben – zuerst das Thema 3905 Meter, der Ortler:

Nirgendwo in den Arbeitsgebieten des Alpenvereins geht es höher hinauf als am Ortler. BERG 2022 widmet dem gewaltigen Berg über dem Südtiroler Vinschgau das Gebietsthema. Schon die Geologie des Giganten fasziniert, richtig spannend aber werden Fels und Eis erst, wenn man sie mit Händen greifen kann. Niemand weiß das besser als der Bergführer Olaf Reinstadler, der von den klassischen Routen rund um Ortler und Königsspitze berichtet - und von den Veränderungen, die sie in den letzten Jahren erfahren haben.

Alpinistisch meist weniger anspruchsvoll sind die Wege und Steige über dem Ultental, das vom Meraner Becken hineinführt in den Nationalpark Stilfserjoch, der die zentrale Ortlergruppe umfasst und von seinem langjährigen Direktor Wolfgang Platter vorgestellt wird.

BergFokus: Freiheit – BergSteigen – BergMenschen – BergWissen

Berge sind unverrückbar, doch für viele waren sie während der Corona-Pandemie auch unerreichbar. Und so ist unser BergFokus denkbar aktuell, denn die Freiheit ist das große Versprechen des Bergsteigens. Warum fühlen wir uns in den Bergen eigentlich frei? Namhafte Autorinnen und Autoren geben darauf höchst lesenswerte Antworten - zum Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Mutschöpfen.

Über die Freiheit der "Bergsüchtigen", die auf den Berg steigen müssen, denkt dagegen der KI-Forscher, Robotik-Experte und leidenschaftliche Bergsteiger Nico Hochgeschwender nach. Vom individuellen Alpinismus-Algorithmus geht es dann auf der gesellschaftlichen Ebene weiter zur Freiheit der anderen BergMenschen, die es zu achten gilt, wenn wir ihnen auf Gipfeln und Wegen, aber auch im Alltag und in Internetforen begegnen.

In der gleichnamigen Rubrik steht auch die berührende Geschichte des Wiener Kunsthandwerkers und Bergsteigers Reinhold Duschka, der während des Zweiten Weltkriegs zwei jüdische Mitbürgerinnen vier Jahre lang versteckte.

Daneben werden die neuseeländische Profialpinistin Mayan Smith-Gobat und die Bergführerlegende Peter Habeler aus dem Zillertal porträtiert.

In den Zillertaler Alpen leisten einheimische "Stuansucher", Mineraliensammler, zusammen mit Geologen seit Jahrhunderten gemeinsame Forschungsarbeit.

Darüber berichtet die Rubrik BergWissen, die auch noch eine verblüffende Detektivgeschichte über natürliche Umweltgifte im Hochgebirge und eine Reportage aus dem oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen enthält.

Alpinistische Ziele in der Antarktis und die Geschichte der Frauenexpeditionen im Himalaya sind Themen der Rubrik BergSteigen. Doch welche Zukunft haben Reisen zu den "Bergen der Welt" in Zeiten des Klimawandels eigentlich? Ist es nicht besser, zu Hause zu bleiben? Besuchen mehr Menschen die Alpen, steigt dort der Druck. Dringend nötig sind darum neue Formen der Mobilität, für die Andi Dick plädiert, sowie Maßnahmen zur Besucherlenkung, von denen beispielhaft aus den Ammergauer Alpen berichtet wird.

BergKultur

Ein wichtiges Thema, nicht umsonst von Anfang auch im Aufgabenbereich der Alpenereine stehend! Um Malerei, Fotografie und Soziale Medien geht es schließlich in der Rubrik BergKultur -denn die Medien, derer man sich bedient, um der Faszination für das Gebirge Ausdruck zu verleihen, haben sich gewandelt. Vorgestellt wird außerdem ein spannendes Projekt der Technischen Universität Dortmund, das aufgelassene Skigebiete, ihre Ästhetik und Wahrnehmung untersucht und einen Begriff in die Alpen bringt, den man bisher aus dem Ruhrgebiet kannte: Industriekultur.

Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein Südtirol/Axel Klemmer (Hrsg.): BERG 2022 – Alpenvereinsjahrbuch. BergWelten: Ortler. BergFokus: Freiheit. 256 Seiten, 336 farb. Abb. und sw. Abb.; Format 260 mm x 210 mm. Buchbindung: Hardcover. Tyrolia, Innsbruck und Wien, 2021. ISBN 978-3-7022-3977-0. 20,90 €

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Mittwoch, 1. September 2021

Marta Sobczyszyn / Stefanie Ramb: Mountain Girls

 Marta Sobczyszyn / Stefanie Ramb:

Mountain Girls

Gemeinsam unterwegs in der Bergwelt

 


Mountain Girls? Frauen in den Bergen? Girls sogar. Der nur teils gendergerecht arbeitende Rezensent schluckt tief ob der Selbstbenennung der Bergfreundinnen. Und sagt sich, mal sehen, was das Buch bietet, was die Frauen anders, vielleicht auch besser machen als ihr Pendant, die noch ungegründeten Mountain Boys, um bei der Terminologie zu bleiben.

Wie schreibt der Verlag über die bergsteigenden Frauen? „… gemeinsam die schönsten Gipfel stürmen, untereinander Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig zu neuen Abenteuern inspirieren – das ist der Grundgedanke der Munich Mountain Girls. Als Netzwerk bergbegeisterter Frauen geht es ihnen nicht um Höchstleistung und Konkurrenz, vielmehr um die geteilte Liebe zur Natur und zum Draußensein, ob beim Bergsteigen, Klettern, Wandern, Skifahren oder Mountainbiken.

In ihrem Bildband Mountain Girls erzählen sie von dieser verbindenden Leidenschaft, in persönlichen Stories und Erlebnisberichten, eindrucksvollen Fotoreportagen und spannenden Interviews.

Inspirationen, Reportagen, Interviews und Tourentipps

Das Buch ist besitzt einen überreichen Inhalt mit völlig unterschiedlichen, aber alle gleichermaßen interessanten Themen. Das geht von Touren über Unternehmungen in der Stadt, über Berghütten, Heldinnen der Berge, nachhaltige Besuche in den Bergen, Ernährung in den Bergen, großartige Erlebnisse außerhalb der gewohnten Komfortzone und das Thema Kinder und Berge. Auch Spiele sind ein Thema, schau, schau. 

Die wichtigsten Alpenblumen werden erklärt. Das Leben in den Bergen. Ernährung mitsamt Rezepten. Die Mountain Girls verraten ihre Lieblingstouren, berichten von den schönsten Momenten ebenso wie von Grenzerfahrungen und Ängsten, geben wertvolle Tipps für Ausrüstung, Verpflegung und Motivation: Was muss ich beim Rucksackpacken beachten? Wie geht nachhaltiger Bergsport? Wie verändert ein Kind mein Bergleben? Was lehrt mich der Berg fürs Leben? Vom Exkurs über Frauen in der Bergwacht bis zum Rezepttipp für den besten Kaiserschmarrn, bebildert mit spektakulären Outdoor-Fotografien und Illustrationen, eröffnet dieses Buch eine kraftvolle weibliche Perspektive auf die Faszination für die Bergwelt.

Ein Rundumschlag also. Man ist gespannt, wie er gelöst wird. Gut, kann man sagen. Das Buch fesselt, gerade wegen seiner Vielfältigkeit, den völlig unterschiedlichen Themen und den faszinierenden Fotos. Und so bleibt man, hat man einmal damit angefangen, dabei und liest es fast in einem Rutsch durch.

Und das ist genau das, was ein gutes Buch ausmacht.

Zu den Mountain Girls

In der Community der Munich Mountain Girls versammeln sich bergbegeisterte Frauen. Es geht um weibliche Outdoorvielfalt und neue Bergfreundschaften – digital und im echten Leben – und darum, sich Neues zuzutrauen und über sich hinauszuwachsen. Die MMG wollen zeigen, dass Spaß im (Berg-)Sport nichts mit Alter, Lebenssituation oder Leistung zu tun hat.  2016 gegründet von Christine Prechsl, sind die Munich Mountain Girls heute deutschlandweit und im ganzen Alpenraum präsent und organisieren Stammtische, Bergsportkurse, gemeinsame Aktivitäten und Events.

Weiter Informationen und Updates finden Sie hier: www.munichmountaingirls.de/, auf Facebook und auf Instagram

Zu den Autorinnen

Marta Sobczyszyn liebt die Mischung aus bayerischer Gemütlichkeit, urbanem Lifestyle und Draußensein – im Sommer wie im Winter. Dank der Nähe ihrer Heimatstadt München zu den Bergen kann sie ihren Content-Marketing-Job perfekt mit dem alpinen Lifestyle verbinden. In ihrer Freizeit engagiert sie sich bei den Munich Mountain Girls und betreut diverse Projekte, wie dieses Buch.

Stefanie Ramb kümmert sich bei den Munich Mountain Girls um Inhalte jeder Art – egal ob auf der Website oder auf Instagram. Die Autorin und Hörspielregisseurin verbringt viel Zeit in geschlossenen Räumen und sucht beim Berggehen, Skifahren und Klettern umso mehr Weitblick, Freiheit und Luft um die Nase – am liebsten zusammen mit ihren ebenso leidenschaftlichen Bergfreundinnen.

Marta Sobczyszyn / Stefanie Ramb: Mountain Girls: Gemeinsam unterwegs in der Bergwelt. 208 Seiten, 160 Farbabbildungen, gebunden, Format 21,0 x 26,0 cm. Prestel. ISBN 978-3-7913-8729-1. € 32,00 [D] / € 32,90 [A] / CHF 43,90

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Dieter Buck

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Mittwoch, 30. Januar 2019

Petra Zink: Yoga für Kletterer und Bergsportler

Petra Zink: 
Yoga für Kletterer und Bergsportler




Jeder der in den Bergen unterwegs ist, weiß es: Fitness ist wichtig. Steifheit in den gelenken ist tödlich, fast im wahrsten Sinne des Wortes. Und je schwieriger die Bergfahrt ist, umso mehr gilt das.

Und damit ist nicht nur die reine Kraft gemeint. Fit bedeutet auch die Beweglichkeit, fit bedeutet auch die mentale Fitness. Und was sollte da eine bessere Vorbereitung sein als Yoga?

Immer mehr Kletterer und Bergsportler erleben Yoga als perfekte Ergänzung zum oft kraftintensiven Bergsport. Denn um den Körper im Gleichgewicht zu halten, ist es wichtig, nicht nur die Muskulatur zu kräftigen, sondern auch ihre Beweglichkeit zu erhalten. Mit Yogaübungen kann man diese auf eine Art und Weise trainieren, die Spaß macht und motiviert. Yoga fördert die Balance und das Wohlbefinden zugleich. Ob im Wohnzimmer, auf der Bergwiese oder der Bouldermatte – Yoga kann man überall ausüben. Man benötigt weder Geräte noch besondere Ausrüstung. Und jede Übungseinheit lässt sich an die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten anpassen.

Die Yogalehrerin, Sportwissenschaftlerin und begeisterte Alpinistin Petra Zink stellt 54 ausgewählte Yogaübungen vor, die sich den beanspruchten Körperpartien von Bergsportlern widmen: Handgelenke, Schultern, Rücken, Hüften. Die Anleitungen in Bild und Text sind sehr detailliert, außerdem werden verschiedene Übungsvarianten für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.

Zusätzlich hat die Autorin speziell abgestimmte Übungssequenzen für Boulderer, Sport- und Alpinkletterer, Bergsteiger und Skitourengeher zusammengestellt. Übt man jeweils die exakt vorgeschlagene Sequenz, ergibt das eine etwa 30-minütige Yoga-Routine, die auch als Video zur Verfügung steht.

Neben den vielen Bewegungsanleitungen lässt Petra Zink in ihrem Buch auch internationale Kletterer, Yogalehrer und Mediziner zu Wort kommen, die ihre persönlichen Yogaerfahrungen schildern, ihr Wissen mitteilen und von ihrer Leidenschaft für die Berge und Yoga schwärmen.

Petra Zink: Yoga für Kletterer und Bergsportler. 168 Seiten mit 301 Farbabbildungen, Format 16,3 x 23 cm, kartoniert. Mit Videos zu den Übungssequenzen. Bergverlag Rother München, 1. Auflage 2019. ISBN 978-3-7633-6086-4. 19,90 Euro [D] • 20,50 Euro [A] • 28,90 SFr.
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Mittwoch, 24. Oktober 2018

BERG 2019. Alpenvereinsjahrbuch

Deutscher Alpenverein; Österreichischer Alpenverein; Alpenverein Südtirol: 
BERG 2019
Alpenvereinsjahrbuch






Alle Jahre wieder ein Musthave für Bergfreaks: die aktuelle Ausgabe von BERG, das Jahrbuch der drei großen Alpenvereine. Zum 143. Mal übrigens – Anmerkung erlaubt: Der DAV feiert nächstes Jahr sein 150. Jubiläum.

Die Jahrbücher waren also fast von Anfang an dabei. Welche Periodika kann schon auf eine so lange Tradition verweisen? Sicher nicht viele.

BergWelten: Ankogel und Hochalmspitze / BergFokus: Motivation - Was treibt uns an?
 - Das sind die Hauptthemen dieser Ausgabe.

Ankogel und Hochalmspitze
Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass die Wiege des Alpinismus am Ankogel steht? Bereits um 1762 – also gut 20 Jahre vor der Erstbesteigung des Mont Blanc, die gemeinhin als die Geburtsstunde des Alpinismus gilt – soll „der alte Patschg“, ein einfacher Bauer aus dem Böcksteiner Anlauftal, den 3250 Meter hohen Tauerngipfel bestiegen haben. Was ihn wohl dazu bewogen hat? – Fest steht, dass der Anblick des Berges von Bad Gasteiner Seite aus sehr beeindruckend ist, dabei ist er noch nicht einmal der höchste Gipfel der nach ihm benannten Gebirgsgruppe. Die etwas weiter südlich gelegene Hochalmspitze, wegen ihrer majestätischen, ebenmäßigen Form gern auch als Tauernkönigin bezeichnet, ragt rund 100 Meter höher empor. Fest steht auch, dass die Ankogelgruppe, in den östlichen Hohen Tauern, im Grenzgebiet von Salzburg und Kärnten gelegen, ein unglaublich vielseitiges Bergrevier ist, für das die beiden Bergsteigerdörfer Malta und Mallnitz ideale Ausgangspunkte bilden. BergWelten stellt das Gebiet und seine Erschließungsgeschichte vor, wandert von Hütte zu Hütte, betrachtet die Entwicklung von Gletschern und Permafrost, steigt mit dem bekannten Extrembergsteiger und Local Markus Pucher auf die „Tauernkönigin“ und ist den naturkundlichen Besonderheiten der Region auf der Spur.

Natur, Geschichte, Bergsteigen und Klettern, dazu prächtige Fotos, alles ist in diesem Kapitel vorhanden und gibt einen guten Überblick über eine der schönsten Gebirgsregion in den österreichischen Alpen.

Was treibt uns an?
Was motiviert uns, sich für eine Sache einzusetzen? Diesen Fragen wird im BergFokus nachgegangen. Dieses Hauptkapitel beginnt mit einem Aufsatz zu alpinistischen  Praktiken im Spiegel der Gesellschaft – auch ein interessanter Ansatz! Danach geht es um die Auswirkungen der Alpenvereinsgründung an der wirtschaftlichen Entwicklung der Alpentäler. Philosophie und Psychologie folgen. Aus welchen Motiven haben sich vor bald 150 Jahren (2019!) eine Handvoll Männer zusammengetan, um den Deutschen Alpenverein zu gründen? Welche Idee, welche Werte steckten dahinter? Wie ist es mit dem „Ehrenamt“ in unserer Gesellschaft heute bestellt? Und was treibt uns eigentlich – heute zahlreicher denn je – in die Berge? Der Blick auf den Alpinismus als Projekt der Moderne fördert erstaunliche gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge zu Tage.

Bergmenschen
Berichtet über Inklusion in den Bergen, ein wichtiges Thema. In diesem Kontext stellen wir fünf außergewöhnlich engagierte und inspirierende BergMenschen vor – vom „jugendbewegten“ Ernst Enzensperger, der vor etwa hundert Jahren die JDAV gründete bis hin zu Energiebündel Andrea Szabadi, die sich aus dem Rollstuhl heraus für inklusive Bergsportprojekte stark macht.

BergSteigen
hat die Menschen und den Bergsport im Focus.

BergWissen
schaut hinter die Kulissen des „Frau-Holle-Business“ und bringt ein Kaleidoskop von Schauplätzen und Aspekten zum Thema Schnee als Geschäftsmodell. Wetten, dass Sie den Schnee von morgen mit anderen Augen betrachten!?

Spannend und aktuell auch das Thema Bergrettung: Ein Insider und aktiver Rettungsmann schaut sich die Entwicklungen und Trends der letzten Jahre an.
Dazu zählt auch das veränderte Kommunikations- und Medienverhalten. Deswegen nehmen wir das Thema Bergsport und Social Media unter die Lupe. Welche Interessensgruppen spiegeln sich in Facebook & Co. wider und wie wirkt das wiederum auf den Sport selbst zurück?

BergKultur
erzählt von erstaunlich ausgereifter Alpinausrüstung aus Ötzis Zeiten und von einem Bergsportgerät, das erst in den späten 1940er-Jahren erfunden wurde, nicht zuletzt der Gaudi wegen: den Firngleitern oder Figln. Darüber hinaus bringt es eine Fotoreportage zum Projekt „Koexistenzen“ des Südtiroler Künstlers Walter Niedermayr, der sich darin mit der Allmende-Praxis im Fleimstal beschäftigt – ein ebenso ästhetischer wie hochaktueller Beitrag zum zeitgenössischen Commons-Diskurs.

Fazit
Das Jahrbuch BERG bietet wie immer eine überzeugende Themenvielfalt, eine hohe inhaltliche und optischer Qualität mit Autoren, die ihr Thema verstehen, vielen prächtigen Bildern und, ebenfalls wie immer, einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Frage muss erlaubt sein: Wo erhält man sonst ein solches Werk zu einem Preis von nicht ein mal 19 Euro???

Hrsg. Deutscher Alpenverein; Österreichischer Alpenverein; Alpenverein Südtirol
Sonstige: Anette Köhler: BERG 2019. 256 Seiten, 261 farbige und 55 schwarzweiß Abbildungen, Format 26 cm x 21 cm, Tyrolia Verlag, Innsbruck. ISBN 978-3-7022-3695-3. 18,90 €.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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