Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein
Südtirol/Axel Klemmer (Hrsg.)
BERG 2022 - Alpenvereinsjahrbuch
BergWelten: Ortler
BergFokus: Freiheit
Es
ist wieder da, das lang erwartete Alpenvereinsjahrbuch der drei großen
Alpenverein. Die Ausgabe 2022 ist da! Wieder gespickt voll mit wichtigen,
interessanten und lesenswerten Geschichten, alle geschrieben von Fachleuten in
ihrem Bereich.
Berg 2022 bietet wie in den
vorausgegangenen 145 Ausgaben ein hochwertiges und vielseitiges Portfolio
alpiner Themen. Dazu hervorragend bebildet, sodass man es auch – eigentlich eine
Schande – auch als eine Art alpines Bilderbuch verwenden kann … Und
das alles zu einem unschlagbaren Preis! Das geht wirklich nur, wenn die
geballte Kompetenz und die Namen der drei Alpenvereine dahinter stehen – für jeden,
der im alpinen Bereich schreibend tätig ist, kann es ja nur eine Ehre sein,
wenn er in seiner Bibliographie auch auf eine Veröffentlichung in einem – oder
gar mehreren – Alpenvereinsjahrbüchern verweisen kann!
Alpine Themen für Menschen, die die Berge lieben – zuerst das
Thema 3905 Meter, der Ortler:
Nirgendwo in den Arbeitsgebieten des Alpenvereins geht es höher
hinauf als am Ortler. BERG 2022 widmet dem gewaltigen Berg über dem Südtiroler Vinschgau das Gebietsthema. Schon die Geologie des
Giganten fasziniert, richtig spannend aber werden Fels und Eis erst, wenn man
sie mit Händen greifen kann. Niemand weiß das besser als der Bergführer Olaf
Reinstadler, der von den klassischen Routen rund um Ortler und Königsspitze
berichtet - und von den Veränderungen, die sie in den letzten Jahren erfahren
haben.
Alpinistisch meist weniger
anspruchsvoll sind die Wege und Steige über dem Ultental, das vom Meraner
Becken hineinführt in den Nationalpark Stilfserjoch, der die zentrale
Ortlergruppe umfasst und von seinem langjährigen Direktor Wolfgang Platter
vorgestellt wird.
BergFokus: Freiheit – BergSteigen – BergMenschen –
BergWissen
Berge sind unverrückbar, doch für
viele waren sie während der Corona-Pandemie auch unerreichbar. Und so ist unser
BergFokus denkbar aktuell, denn die Freiheit ist das große Versprechen des
Bergsteigens. Warum fühlen wir uns in den Bergen eigentlich frei? Namhafte
Autorinnen und Autoren geben darauf höchst lesenswerte Antworten - zum
Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Mutschöpfen.
Über die Freiheit der
"Bergsüchtigen", die auf den Berg steigen müssen, denkt dagegen der
KI-Forscher, Robotik-Experte und leidenschaftliche Bergsteiger Nico
Hochgeschwender nach. Vom individuellen Alpinismus-Algorithmus geht es dann auf
der gesellschaftlichen Ebene weiter zur Freiheit der anderen BergMenschen, die
es zu achten gilt, wenn wir ihnen auf Gipfeln und Wegen, aber auch im Alltag
und in Internetforen begegnen.
In der gleichnamigen Rubrik steht
auch die berührende Geschichte des Wiener Kunsthandwerkers und Bergsteigers
Reinhold Duschka, der während des Zweiten Weltkriegs zwei jüdische
Mitbürgerinnen vier Jahre lang versteckte.
Daneben werden die neuseeländische
Profialpinistin Mayan Smith-Gobat und die Bergführerlegende Peter Habeler aus
dem Zillertal porträtiert.
In den Zillertaler Alpen leisten
einheimische "Stuansucher", Mineraliensammler, zusammen mit Geologen
seit Jahrhunderten gemeinsame Forschungsarbeit.
Darüber berichtet die Rubrik BergWissen,
die auch noch eine verblüffende Detektivgeschichte über natürliche Umweltgifte
im Hochgebirge und eine Reportage aus dem oberösterreichischen Nationalpark
Kalkalpen enthält.
Alpinistische Ziele in der
Antarktis und die Geschichte der Frauenexpeditionen im Himalaya sind Themen der
Rubrik BergSteigen. Doch welche Zukunft haben Reisen zu den "Bergen der
Welt" in Zeiten des Klimawandels eigentlich? Ist es nicht besser, zu Hause
zu bleiben? Besuchen mehr Menschen die Alpen, steigt dort der Druck. Dringend
nötig sind darum neue Formen der Mobilität, für die Andi Dick plädiert, sowie
Maßnahmen zur Besucherlenkung, von denen beispielhaft aus den Ammergauer Alpen
berichtet wird.
BergKultur
Ein wichtiges Thema, nicht umsonst
von Anfang auch im Aufgabenbereich der Alpenereine stehend! Um Malerei,
Fotografie und Soziale Medien geht es schließlich in der Rubrik BergKultur
-denn die Medien, derer man sich bedient, um der Faszination für das Gebirge
Ausdruck zu verleihen, haben sich gewandelt. Vorgestellt wird außerdem ein
spannendes Projekt der Technischen Universität Dortmund, das aufgelassene
Skigebiete, ihre Ästhetik und Wahrnehmung untersucht und einen Begriff in die
Alpen bringt, den man bisher aus dem Ruhrgebiet kannte: Industriekultur.
Deutscher Alpenverein/Österreichischer Alpenverein/Alpenverein
Südtirol/Axel Klemmer (Hrsg.): BERG 2022 – Alpenvereinsjahrbuch. BergWelten:
Ortler. BergFokus: Freiheit. 256
Seiten, 336 farb. Abb. und sw. Abb.; Format 260 mm x 210 mm. Buchbindung: Hardcover.
Tyrolia, Innsbruck und Wien, 2021. ISBN 978-3-7022-3977-0. 20,90 €
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Dieter Buck
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Artikel über Reisen und was
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