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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Mark Zahel: Bergtourenatlas Bayerische Alpen

 Mark Zahel:

Bergtourenatlas Bayerische Alpen

Die gesamte bayerische Bergwelt in einem dreibändigen Werk




Was der Bergverlag Rother Verlag mit seinem neuen dreibändigen Werk über die bayerischen Alpen hier vorgelegt hat, ist eine grandiose Sache: In einem dreibändigen Werk mit fast 1300 Seiten werden die gesamten Alpen in Bayern mit ihren wesentlichem Gipfeln und Wanderzielen besprochen.

Der in alpinen Kreisen wohlbekannte Autor Mark Zahel zeichnet für die Auswahl und Beschreibung der Wanderungen und Besteigungen verantwortlich, ebenso wird er für die meisten der unzähligen Fotos der drei Bücher als Fotograf genannt.

Die 1282 Touren zu 552 Zielen der drei Bücher schließen nicht nur die bekanntesten in den jeweiligen Regionen ein, es sind auch andere Ziele, seien es Gipfel, Hütten oder „nur“ sonstige Touren beschrieben. Das Buch beinhaltet laut Verlagsinformation sämtliche Berge, das komplette Wanderwegenetz sowie zahlreiche weglose Touren in Bayern. Reine Kletterrouten sind hier nicht enthalten.

Sämtliche Basics enthalten

Die drei Bände sind übersichtlich in Regionen gegliedert und beinhaltet auf den insgesamt über 800 Seiten natürlich sämtliche Basics der Wanderungen wie Schwierigkeit, Gehzeit, Höhenmeter, ÖPNV-Verbindungen, Varianten und Einkehrmöglichkeiten. Was sie leider nicht beinhalten sind Karten – wohl bei der Masse der Touren rein finanziell nicht möglich. Die Tracks sind jedoch von der Homepage www.rother.de herunter ladbar..

Der gesamte bayerische Alpenraum

Das Gesamtwerk erschließt den kompletten bayerischen Alpenraum in drei Bänden. Band 1 widmet sich den Allgäuer und Ammergauer Alpen, Band 2 umfasst die Bayerischen Voralpen, das Karwendel- sowie das Wettersteingebirge und Band 3 deckt die Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen ab. Von sanften Voralpengipfeln und genussvollen Almwanderungen über aussichtsreiche Klassiker bis hin zu einsamen Geheimtipps bietet das Kompendium Orientierung und Inspiration für alle Ansprüche.

Sämtliche Routen sind extrem kompakt und übersichtlich aufbereitet. Auf einen Blick stehen alle entscheidenden Fakten bereit: Präzise Angaben zu Schwierigkeitsgraden, Gehzeiten, Höhenmetern, Startpunkten und der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen eine schnelle Vorbereitung. Übersichtliche Karten mit nummerierten Zielen sowie fundierte Hinweise zu Streckenverlauf, individuellen Anforderungen und lohnenden Einkehrmöglichkeiten sorgen für eine rundum gelungene Tourengestaltung.

Die drei Bände richten sich vom Einsteiger bis zum ambitionierten Gipfelsammler an alle Bergfans, die fundierte Orientierung und immer neue Outdoor-Ideen suchen. Sie sind als regionale Nachschlagewerke flexibel einzeln nutzbar und fügen sich gemeinsam zu einem lückenlosen Atlas des gesamten bayerischen Alpenraums zusammen.

Fazit: Ein riesiges Werk – alle Gipfel, alle Wege und sonstige empfehlenswerte Möglichkeiten in drei Büchern vereint: Der Bergtourenatlas Bayerische Alpen ist das neue Standardwerk für alle, die Bayerns Gipfelwelt in ihrer ganzen Vielfalt entdecken wollen.

Zum Autor:

Mark Zahel zählt zu den führenden Experten für Wanderführer im Alpenraum. Mit über 3000 Tagen auf Alpentouren und mehr als 20 Jahren intensiver publizistischer Erfahrung ist er eine feste Größe für alle, die die Alpen authentisch entdecken möchten. In rund 80 Buchveröffentlichungen – vor allem über Bayern, Südtirol und angrenzende Regionen – verbindet er fundiertes Wissen, praktische Erfahrung und eine unvergleichliche Detailkenntnis der alpinen Landschaften.

Band 1: Allgäuer und Ammergauer Alpen – Alle Gipfel und Weg. 304 Seiten, 284 Bilder, 7 Karten mit nummerierten Zielen im Maßstab 1:150 000, 2 Übersichtskarten. ISBN 978-3-7633-3505-3. 32,90 € (D), 33,90 € (A) 44,50 SFr

Band 2: Bayerische Voralpen, Karwendel- und Wettersteingebirge – Alle Gipfel und Wege. 256 Seiten, 247 Bilder, 7 Karten mit nummerierten Zielen im Maßstab 1:150 000, 2 Übersichtskarten. ISBN 978-3-7633-3506-0. 29,90 € (D), 30,80 € (A), 40,90 SFr

Band 3: Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen – Alle Gipfel und Wege. 248 Seiten, 248 Bilder, 6 Karten mit nummerierten Zielen im Maßstab 1:150 000, 2 Übersichtskarten. ISBN 978-3-7633-3507-7. 29,90 € (D), 30,80 € (A), 40,90 SFr

Dieter Buck

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Montag, 27. Juli 2026

Sylvia Rier: Keep Off the Grass. Ein Knigge für die Berge

 Sylvia Rier:

Keep Off the Grass

Ein Knigge für die Berge

 


Dieses neue Buch der Edition Raetia wendet sich vor allem die zahlreichen Besucher Südtirols bzw. der Alpengebiete überhaupt- Viele freuen sich zwar über das schöne Urlaubsland, wissen aber nicht so recht, wie sie sich zu verhalten haben.

Wie daheim? Besser? Oder kann man sich eher gehen lassen? Und was ist dies und was bedeutet das.

Die Autorin, lange im Tourismus tätig, hilft bei der Einfindung. Damit die Besucher angenehm, zumindest aber nicht unangehm auffallen. Das nützt allen: Den Besuchern und den Besuchte. Ein angenehmes Verhältnis zueinander ist damit eher garantiert.

In einer Gegenüberstellung von „Die Meinung“ und „Die Fakten“ werden Dinge erklärt, die zu Missverständnissen und womöglich zu Ärger führen können.

Sylvia Rier nimmt in ihrem unterhaltsam geschriebenen Text die kleinen und großen Zumutungen des modernen Tourismus in den Blick – von Online-Rezensionen und Kurzzeitvermietung über Bergsicherheit bis hin zu Rücksicht, Respekt und gesundem Menschenverstand.

Für ein gedeihliches Miteinander

Entstanden ist ein pointierter Begleiter für alle, die Berge lieben, aber nicht vergessen möchten, dass sie Lebensraum, Arbeitsort und Naturraum zugleich sind.

Was darf man, was sollte man lassen – und warum vergessen Tourist:innen in den Bergen manchmal die gute Kinderstube? Sylvia Rier verbindet Beobachtungsgabe, touristische Erfahrung und philosophische Schärfe zu einem zeitgemäßen Knigge für Reisende. In kurzen, prägnanten Kapiteln beleuchtet sie typische Situationen des Urlaubsalltags: Wie übernachtet man fair? Wie wichtig ist die Wettervorhersage? Warum sind Vorbereitung, Ausrüstung und Selbsteinschätzung am Berg keine Nebensachen? Und weshalb beginnt gutes Reisen oft mit Müßiggang, Geduld und Rücksicht?

Dabei moralisiert das Buch nicht, sondern lädt mit Witz, Klarheit und gelegentlicher Ironie dazu ein das eigene Verhalten zu hinterfragen. Rier schreibt für Tourist:innen ebenso wie für Einheimische, für Bergbegeisterte, Gastgeber:innen und alle, die wissen möchten, wie ein respektvoller Umgang mit Landschaft, Menschen und Kultur gelingen kann.

„Keep Off the Grass“ ist ein Plädoyer für achtsames Reisen – und ein notwendiger Beitrag zur Frage, wie Tourismus in sensiblen Regionen künftig funktionieren kann: fairer, bewusster und mit mehr Aufmerksamkeit für das, was vor Ort schon da ist.

Zur Autorin:

Sylvia Rier: Jahrgang 1963, stammt aus Kastelruth. Sie schreibt, seit sie denken kann. Das Fernweh war stärker als der Wunsch zu studieren. Ihre Faszination für Sprachen, Länder und Kulturen führte sie für mehrere Jahre nach England, auf ein Kreuzfahrtschiff sowie nach Griechenland und Australien. Zurück in Südtirol fand sie im Tourismus ihren beruflichen Schwerpunkt, da sich dort ihre Interessen gut verbinden ließen. Über viele Jahre lernte sie diese Branche aus verschiedenen Perspektiven kennen. Der Impuls, Dinge nicht einfach hinzunehmen, begleitet sie seit ihrer Kindheit. Vor einigen Jahren entschied sie sich deshalb für ein Philosophiestudium an der Universität Innsbruck, wo sie derzeit auch lebt.

Sylvia Rier: Keep Off the Grass. Ein Knigge für die Berge.102 Seiten, Bindung: Broschur, Format:13,5 x 21 cm. Verlag: Edition Raetia, Bozen, 1. Auflage 2026. ISBN: 978-88-7283-993-5. 16 € [I]; 18 € [D/A]

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

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Sonntag, 3. Mai 2026

Astrid Süßmuth: 111 Almen und Hütten in Oberbayern, die man gesehen haben muss

Astrid Süßmuth:

111 Almen und Hütten in Oberbayern, die man gesehen haben muss

 


Oberbayern gehört zu unseren beliebtesten Reisezielen, für Wanderer, und für Bergwanderer sowieso.

Und was man man als Wanderer in den Bergen? Richtig, man steigt auf einen Gipfel. Meist. Man wandert einfach so durch die schöne Landschaft. Auch. Und man besucht eine Alm oder Berghüttte. Auch oft.

Dort kann man rasten, einkehren, vielleicht heimische Kost genießen und optimalerweise sich an einem alten Almgebäude erfreuen.

Bergidyllen pur

Beschaulich in die Berglandschaft geschmiegt oder vor atemberaubender Felsenkulisse gelegen sind Almen und Hütten Traumziele für Entdecker jeden Alters. So einzigartig wie die bayerischen Almen sind auch ihre Geschichten von Bergidyll, Wanderglück und Hüttenromantik. Viele der Geschichten, die sich um die Almen ranken, hat die Autorin mit ihrem Insiderwissen zusammengetragen und mit einfühlsamen Worten beschrieben. 

So erfahren die Leserinnen und Leser des Buches einiges über das Leben, die Arbeit und den Alltag auf der Höhe. Da das Almleben oft von Generation zu Generation weitergegeben wird, erfahren die Leser auch einiges über die Familiengeschichte. Überall also Spannendes, Skurilles, Unbekanntes, Trauriges und Witziges. Liest man sich in das Buch ein - und das ist nicht schwer, denn es ist leicht und mit schönen Worten verfasst, kann man gar nicht genug bekommen von den Almen und möchte am liebsten gleich losgehen, um das Almleben, die Almen, die Sennerinen und Senner und ihre Tiere erleben.

111 Almen und Hütten in Oberbayern kann man mit diesem Führer auf ausgesuchten Wegen besuchen. Oft liegen sie in einer Bilderbuchlandschaft, wie sie bayerischer nicht sein könnte, und erzählen dabei von verwegenen Wilderern, köstlichsten Almspezialitäten und unvergleichlichem Naturerlebnis. 

Alle nötigen Basics für einen Almbesuch wie Anfahrt, Zugang, Wanderrouten, empfohlene Karten oder Kinderfreundlichkeit sind im Buch genannt. 

Zur Autorin:

Astrid Süßmuth, Jahrgang 1972, ist Vertriebsingenieurin, Heilpraktikerin und Autorin verschiedener Bücher und Fachpublikationen zu den Themen Kräuterkunde, Wandern und Brauchtum im Alpenraum. Die begeisterte Bergsteigerin lebt mit ihrer Familie in Oberbayern.

Astrid Süßmuth: 111 Almen und Hütten in Oberbayern, die man gesehen haben muss. 240 Seiten, zahlreiche Fotos, Übersichtskarten, Bindung Broschur, Format 14 x 20.5 cm. Emons:. ISBN 978-3-7408-2932-2. 18,95 € [DE] 19,50 € [AT]

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Donnerstag, 19. März 2026

Eugen E. Hüsler/Leeloo Molnar: Die Alpen-Bibel

 Eugen E. Hüsler/Leeloo Molnar: 

Die Alpen-Bibel

Alles zu Natur, Geschichte und den Menschen in den Bergen

 


Es nennt sich nicht nur Bibel, es ist auch eine Bibel, das einzigartige und in jeder Hinsicht schwergewichtige Buch über die Alpen, das sich wohl zum Standardwerk über Natur, Kultur und Genuss in den Alpen entwickeln wird.

Gemeinsam mit der Bibel hat das Werk, dass man es wohl immer wieder zur Hand nehmen wird, entweder um bewusst etwas zu suchen oder um wahllos darin herumzublättern und sich überraschen zu lassen, was man findet.

Bergfreunden, die auch etwas buchaffin sind oder die sich für Klettersteige interessieren, wird der Auto, der Schweizer Eugen E. Hüsler, auch Klettersteigpapst genannt, kein Unbekannter sein. Nun liegt also sein neues Werk vor, für die der Verlag eine hervorragende Künstlerin gefunden hat. Ihr ist es zu verdanken, dass man das Buch nicht nur in die Hand nimmt, um sich über irgendein Thema in den Alpen zu informieren, sondern weil man sich einfach dem herrlichen Layout, den Fotos und Grafiken erfreuen will.

Ein Rundumschlag, quer durch das ganze Themengebiet der Alpen

Der Inhalt ist ein breiter Rundumschlag über den Alpenbogen. Hüsler beginnt mit der Natur der Berge: über Wetter, Tiere wie dem Gletscherfloh, Pflanzen wie der Alpenrose bis hin zu einzelnen Berggruppen wie den Belluneser Dolomiten oder dem Tal der stürzenden Wasser reicht das Themenspektrum.

Es folgen „Monumente“ genannte Berge wie Matterhorn oder Zugspitze, gefolgt von Texten über die Geschichte der Alpen. In dieser Themensammlung schreibt der Autor unter anderem über die Alpenreise Solimans, eines Elefanten, die Geologie, historische Seilbahnen und den Anitsemitismus im Alpenverein. Auch die 24 Seiten „Erbe“ handeln irgendwie von Vergangenheit und Tradition.

Das Kapitel Kultur beinhaltet Museen wie die Messner Mountain Museen, Kino, Essen, Fest, Briefmarken und James Bond. Auch dem Mensch in den Bergen ist eine Aufsatzsammlung gewidmet, die u.a. von Gipfelbüchern die Klettersteige des Dachsteins, Burgen und Schlösser bis zur Dolomitenfront handelt. Reisen/Sport hat die schönsten Alpenstraßen, den Pinzgauer Spaziergang, der kein Spaziergang ist, Zahnradbahnen, Ballonfahren, die Großglocknerstraße und weiteres zum Thema.

Beim der vorletzten Themensammlung Fortschritt/Technik beschäftigt sich Hüsler mit der historischen bayerischen Soleleitung, der Wiener Hochquellenleitung, der Eisenbahn und über die Zeiten bis zum aktuellen Gotthard-Basistunnel. Und last but not least tauchen sieben für die Berge wichtige Persönlichkeiten auf wie Henri Dufour und Giovanni Segantini. Ein alphabetisches Stichwortverzeichnis bildet den Abschluss des Buches, sicher eine wichtige Ergänzung.

Mut hat Hüsler schon. Mut zur Lücke. Denn das geht nicht anders. Hat er doch mit den beschriebenen Hauptkapiteln über 285 Seiten gefüllt, hätte er den Anspruch gehabt, fast alles über die Alpen zu berichten, wären es wahrscheinlich tausende geworden. Geht halt nicht. Pars pro Toto im besten Sinne also.

Allumfassendes Werk

Und so liegt ein allumfassendes, alle Themen anreißendes, Werk vor uns, das zum Schmökern reizt.

Was man bei einer Vorstellung dieses Buches nicht vergessen darf: Die Gestaltung durch Leeloo Molnár. Es wird sicher eine große Aufgabe gewesen sein, dieses allumfassende Werk adäquat zu bebildern. Molnar hat sie grandios gelöst. Die rund 600 Abbildungen umfassen historische und zeitgenössische Fotos, Zeichnungen als grafische Instrumente, Ölbilder und Aquarelle und das alles perfekt und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Hüsler und seinem Text angemessen, kann man da nur sagen.

Zu Autor und Gestalterin:

Eugen E. Hüsler (geb. 1944 in Zürich), hat über 130 Reiseführer, Wander- und Klettersteigführer und Bildbände veröffentlicht. Seit einem halben Jahrhundert ist er unterwegs in den Alpen, gerne auch abseits der Hotspots, immer mit Blick auf aktuelle Entwicklungen des Bergtourismus. Seit 1983 lebt er mit seiner Ehefrau in Oberbayern. Im Verlagshaus erschien von ihm zuletzt »Secret Places Schweiz« bei Bruckmann.
Leeloo Molnár (geb. 1988 in München) ist freiberufliche Grafikdesignerin, Art Director und war Co-Autorin von vier Büchern im kreativen Bereich. Sie verbindet ihre gestalterische Expertise mit einem klaren Blick für Inhalte.

Eugen E. Hüsler/Leeloo Molnar: Die Alpen-Bibel. Alles zu Natur, Geschichte und den Menschen in den Bergen. 288 Seiten, ca. 600 Abbildungen, Format 22,8 x 29,6 cm, Hardcover. National Geographic, München, 1. Auflage 2026. ISBN 978-3-98701-092-7. 49,99 €, 39,99 € Vorzugspreis für Abonnenten

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Samstag, 28. Februar 2026

Nicola Förg: Landwissen!

 Nicola Förg:

Landwissen!

 


Was kommt dabei heraus, wenn eine passionierte Autorin – Bestsellerautorin sogar – und Journalistin, Autorin zahlreicher Bücher und privat mit der Landwirtschaft mit einem Ponyhof beschäftigt, ein Buch über das Landleben, die Landwirtschaft, die Natur mit Tieren, Milchwirtschaft, Almleben, Wald und zu guter Letzt noch der Tradition des Ganzen herausgibt?

Der Verlag nennt es einen Knigge, einen Knigge für alle, die in der Natur unterwegs sind! Nicola Förg hat es gewagt. Die Autorin hat schließlich im Schreiben sowie mit dem Thema große Erfahrungen.

Sie kennt sich mit Haus- und Nutztieren, aber auch mit Wildtieren aus. Als Gastgeberin im Voralpenland erlebt sie, was Gäste und Einheimische nicht (mehr) wissen. Ihr Buch ist ein leidenschaftlicher Appell, sich in der Natur mit Respekt zu bewegen – mit Blick auf die Abläufe und Traditionen, denen das landwirtschaftliche Jahr folgt. Und auf die Alpenfauna, denn hoch spezialisierte Arten haben immer weniger Lebensraum.

Viel Wissen unterhaltsam verpackt

Förg weiß, weshalb man Tiere hinterm Zaun nicht füttern soll, warum Almwiesen so wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt sind und dass auch der folgsamste Hund in der Brut- und Setzzeit angeleint gehört. Sie erläutert den Kreislauf der Milch, was die „Wald-WG“ ausmacht, und dass auf den Wegen zu bleiben wirklich smart ist.

Die Autorin schreibt nicht trocken und belehrend, auch nicht so leicht plaudernd vor sich hin. Sie schreibt fundiert – man merkt, dass sie sich mit den Themen auskennt und dass es ihr am Herzen liegt, und sie schreibt so, dass es für alle nicht nur interessant ist, sondern dass es auch alle verstehen.

Ein ehrliches Handbuch für Ausflügler:innen, Urlauber:innen und Wochenendhausbesitzer:innen von SPIEGEL-Bestsellerautorin Nicola Förg. Ein Buch, das allen Naturfreunden und allen Urlaubern nicht nur in den Bergen, sondern überall, wo Natur ist, nur warm ans Herz gelegt werden kann.

Zur Autorin:

Nicola Förg, Bestsellerautorin und Journalistin, hat mittlerweile über zwanzig Kriminalromane verfasst, an zahlreichen Krimi-Anthologien mitgewirkt, einen Island- sowie einen Weihnachtsroman vorgelegt. „Hintertristerweiher“, ihr von der Presse vielfach gelobter Roman, ist „eine feinsinnige Familiengeschichte, die über Generationen hinweg reicht und einen spannenden Bogen schlägt von den Wirren des Zweiten Weltkriegs bis zu den Wirrungen in der Jetztzeit“ (Münchner Merkur). Die gebürtige Oberallgäuerin, die in München Germanistik und Geografie studiert hat, lebt heute mit Familie sowie Ponys, Katzen und anderem Getier auf einem Hof in Prem am Lech, zwischen Oberbayern und dem Allgäu – mit Tieren, Wald und Landwirtschaft kennt sie sich aus. Sie bekam für ihre Bücher mehrere Preise für ihr Engagement rund um Tier- und Umweltschutz.

https://www.ponyhof-prem.de/

Nicola Förg: Landwissen! 272 Seiten, Hardcover, Format: 11,8cm x 19,2cm. Verlag: Malik, 2026. ISBN 978-3-89029-620-3. 20 € Hardcover, 17,99 € E-Book

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Dieter Buck

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Samstag, 4. Oktober 2025

Alpenvereins-Jahrbuch BERG 2026

 Jubiläum: 150. Ausgabe

Alpenvereins-Jahrbuch BERG 2026

 


Man glaubt es kaum: 150 mal ist das ewig junge Alpenvereinsjahrbuch mit der Ausgabe für 2026 erschienen. Eine Legende!

Es ist seither ein Begriff, eine Landmarke in der alpinen Bücherwelt. Jedes Jahr mit Themen, die die Freunde der Alpen bewegen. Seien sie nun Bergsteiger, Hochtourengehen, Skifahrer, Kletterer, „nur“ einfache Wanderer oder an Kultur und Natur der Bergwelt Interessiert. Und das immer im Verhältnis zum Angebotenen zu einem sensationellen Preis.

Immer aktuell, seit 1865

Seit dem ersten Band im Jahr 1865 begleitet also dieses traditionsreiche Werk die Entwicklung des Alpinismus, dokumentiert wissenschaftliche Erkenntnisse und reflektiert gesellschaftliche Strömungen rund um die Berge. Herausgegeben wird das Jahrbuch gemeinsam vom Deutschen Alpenverein (DAV), dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV) und dem Alpenverein Südtirol (AVS).

Die Jubiläumsausgabe steht unter dem Motto Wandel – damals wie heute. Als das erste Jahrbuch erschien, ging gerade die Kleine Eiszeit zu Ende. Heute symbolisieren schmelzende Gletscher, Extremwetter und die veränderte Nutzung der Alpen eine neue Epoche. BERG 2026 knüpft nicht nur an seine Ursprünge an, sondern beleuchtet zugleich die großen Fragen unserer Zeit: Wie verändern sich Natur, Bergsport und Kultur durch den Klimawandel – und wie können wir diesem Wandel begegnen? 

Wie jedes Jahr thematische Schwerpunkte

BergWelten - vom Symbolberg der Anfangszeit bis in die Gegenwart: Der Großvenediger zeigt, wie sich das Hochtourengehen gewandelt hat. Bergführer geben Einblicke in die Realität am Berg und blicken in die Zukunft. 

BergFokus - Wandel – vom Rückzug der Gletscher über menschengemachte Eingriffe bis hin zu den schier unglaublichen Leistungen der Hüttenträger im Virgental. Ergänzt wird dies durch ein außergewöhnliches Forschungsprojekt im Nationalpark Hohe Tauern. 

BergMenschen - zwei generationenübergreifende Porträts zeigen, wie prägend die Berge für Lebensgeschichten sein können. 

BergSteigen - wie umgehen mit überfüllten Viertausendern? Wie lässt sich der Skitourenboom naturverträglich steuern? Und was bedeutet der Siegeszug des E-Mountainbikes für den Bergsport? 

BergWissen - im Fokus steht die Gams: Könnte sie sich durch den Klimawandel gar zu einer neuen Art entwickeln? 

BergKultur – literarische Höhepunkte zum Abschluss: Texte des Schriftstellers und Büchner-Preisträgers Clemens Setz sowie – erstmals – ein Beitrag, der von einer Künstlichen Intelligenz verfasst wurde. 

Ein Werk zwischen Tradition und Zukunft 

Mit jährlich rund 20 000 verkauften Exemplaren ist das Alpenvereins-Jahrbuch BERG ein fester Bestandteil der alpinen Publikationslandschaft. Kaum ein anderes Werk verbindet auf so einzigartige Weise Wissenschaft, Reportage, Kultur und persönliche Erlebnisse. Das Jahrbuch ist Spiegel der alpinen Entwicklung – von den Anfängen des Bergsteigens bis zu den Herausforderungen der Gegenwart. 

Das Jubiläum unterstreicht die besondere Bedeutung der Publikation: 150 Ausgaben in 160 Jahren sind nicht nur ein Meilenstein der alpinen Literatur, sondern auch Ausdruck einer lebendigen Bergkultur, die sich immer wieder neu erfindet. 

Alpenvereins-Jahrbuch BERG 2026. 256 Seiten, 285 farbige und 43 s/w-Abbildungen, Format: 21 x 26 cm, Bindung: gebunden. Herausgeber: Deutscher Alpenverein (DAV), Österreichischer Alpenverein (ÖAV), Alpenverein Südtirol (AVS). Verlag: Tyrolia, Innsbruck-Wien, 2025. ISBN: 978-3-7022-4320-3. 25 €, Taschenbuch 24 €

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Donnerstag, 26. Juni 2025

Georg Bayerle: Der Alpen-Appell

Georg Bayerle:

Der Alpen-Appell

Berge in Gefahr – Wie Profitgier und Massentourismus die Alpen zerstören

 


Wer sich für die Berge interessiert und sich auch manchmal Sendungen in Funk und Fernsehen in den bayerischen Medien dazu ansieht, der kennt ihn: Dr. Georg Bayerle, ein in Sachen Berge ausgesprochener Spezialist und Kenner.


Was sind die Alpen? Nicht nur riesiger Naturraum, Wasserschloss und beliebte Freizeitstätte in der Mitte Europas. Sie sind auch mehr denn je im Wandel begriffen – und so gefährdet wie nie zuvor. Grund dafür ist auch die vom Menschen initiierte und noch immer anhaltende Erschließung. Sie wird selbst in den entlegensten Regionen des Hochgebirges mit heute fragwürdigen Methoden durchgezogen. 

Ein Aufruf zur Rettung eines bedrohten Natur- und Kulturraums 

Nun hat Bayerle ein als „Streitschrift“ deklariertes Buch über die Berge und die Gefahren für sie herausgegeben. Streitschrift ist sicher keine falsche Bezeichnung dafür, d enn so wie man die Kreise kennt, die an der Vermarktung der Alpen interessiert sind, werden sie sicher nicht über alles erfreut sein, was der Autor schreibt.

Nach einer Einleitung geht der Autor auf die Klimaentwicklung und die daraus folgenden Gefahren in Bezug auf die Alpen ein. Er schreibt von Schädlingen im Wald, von Gletschern, von Energiegewinnung durch Staudämme, vom Skifahren, von Apfelplantagen und die dadurch zu findenden Pestiziden, vom Verkehr und vom Tourismus. Der z.B. in der Aussage eines Wanderers gipfelt, der Schneekanonen als positiv besetzt ansieht, weil er sie als Orientierungspunkte nimmt, um sich nicht zu verlaufen. Probleme über Probleme.

Bayerle kommt am Schluss zu seinem eigentlichen „Alpen-Appell“ mit dem Kapitel „Wie wir unsere Berge noch retten können“.

Analysen eines Kenners

Der preisgekrönte renommierte Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet diese Entwicklung seit mehreren Jahrzehnten, und das privat wie beruflich. In seiner Streitschrift „Alpen-Appell“ analysiert Bayerle schonungslos den Zustand eines immer fragiler werdendes Ökosystem, hinterfragt die auf reiner Ausbeutung basierende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kontinents doch noch vor uns retten können.

Zum Autor:

Dr. Georg Bayerle, seit 1999 beim BR, ist der Spezialist für Berge und Umwelt in Hörfunk, Fernsehen und online, darunter regelmäßig im „Rucksackradio“ und bei „Bergauf Bergab“. Der passionierte Hoch- und Skitourengeher sieht Bergsport nicht nur als Leibesertüchtigung, sondern auch die ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Komponente des Alpenraums – und wie wir Menschen den Lebensraum Berg prägen. Für seine Verdienste um die Umwelt wurde Bayerle 2018 mit der Bayerischen Staatsmedaille ausgezeichnet.

Georg Bayerle: Der Alpen-Appell. Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen. 160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos, Format 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur. Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025. Buch: ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20; E-Book: ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

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Montag, 19. Mai 2025

Stefan Herbke: Himmlische Hütten in Nord-, Ost- und Südtirol 

Stefan Herbke:

Himmlische Hütten in Nord-, Ost- und Südtirol 

 


Hütten sind weit mehr als nur alpine Refugien, die ein Dach über dem Kopf bieten. Sie erzählen Geschichten und Geschichte, sind Wirkungsorte echter Typen und Ausgangsorte für Bergabenteuer.

Der bekannte Alpinjournalist Stefan Herbke stellt 30 ganz besondere Hütten in Nord-. Ost- und Südtirol vor, die sich für mehr als eine Stippvisite eignen. Dazu zählt das an einem Bergsee gelegene Wildseeloderhaus ebenso wie die Tierser-Alpl-Hütte in den Südtiroler Dolomiten oder das denkmalgeschützte Berliner Haus mit Kronleuchtern im Eingangsbereich oder die moderne Edelraut Hütte in den Pfunderer Bergen.

In seinen reich bebilderten Reportagen schreibt Herbke über hochalpine Domizile für Abenteurer und familienfreundliche Unterkünfte, über schwitzende Gletscher, erfrischende Bergseen und grandiose Klettersteige, Bergferien für Kinder – und Menschen, die fast ihr gesamtes Leben auf der Hütte verbrachten. Übersichtskarten und Infoblöcke zu Lage, Anreise und Gipfelzielen in Hüttennähe wie Weißseespitze, Schlern und Großvenediger ermöglichen die persönliche Tourenplanung. Damit der Weg nicht nur das Ziel ist, sondern auch gefunden wird.

Ein Buch für alles und alle

Das wunderbar bebilderte Werk ist aber kein reines Nachschlagewerk oder Führer. In seinen Texten schreibt Herbke interessante Artikel und Reportagen über die Geschichte, der Hütten, ihre Entstehung, Erlebnisse und Anekdoten und vieles mehr über, um und in den Hütten und mit den Hüttenwirten. Dazu erfährt  der Leser wissenswertes über die Natur mit Vegetation, Bergseen und Gletschern – letztendlich ist das Buch also auch ein schönes Lesebuch für alle, die sich für die Berge interessieren.

Zum Autor:

STEFAN HERBKE, Jahrgang 1967, kennt womöglich noch nicht alle Hütten in den Alpen, aber sicher alle, die es wert sind, dass man sie kennt. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet der gebürtige Münchner und Diplom-Geograph als freier Journalist und Autor von Wander- und Skitourenführern. Bei Tyrolia erschien von ihm zuletzt „Traumtouren – 25 außergewöhnliche Skidurchquerungen in den Alpen“

Stefan Herbke: Himmlische Hütten in Nord-, Ost- und Südtirol. Mit 66 Tourentipps. 208 Seiten, 241 farbige Abb. und 30 Kartenausschnitten mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie 1 Übersichtskarte, Format: 21 x 26 cm, gebunden. Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025. ISBN 978-3-7022-4256-5 . 35 €

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„Hütten-Check“ mit Stefan Herbke zu seinem Buch
„Himmlische Hütten in Nord-, Ost- und Südtirol“

- Deine allererste Hütten-Erinnerung  Als Kind auf der Berliner Hütte und dort beim Erkunden der Umgebung einen Bach aufgestaut. Allerdings speiste der das Wasserkraftwerk – und damit hatte der Hüttenwirt keinen Strom mehr.

- Dein schönstes Hüttenerlebnis
Früher undenkbar, doch die warmen Sommer machen‘s möglich: Abendessen im Freien auf der Terrasse einer hochgelegenen Hütte, während die Sonne langsam untergeht und die Berge sich in ihrer schönsten Farbenpracht zeigen.

- Deine kurioseste Mahlzeit
Die Zeiten von Einheitsgerichten wie Erbsensuppe mit Würstl oder Leberkäs mit Spiegelei sind zum Glück vorbei. Mittlerweile punkten alle Hütten mit einer richtig guten Küche, so dass man gerne einkehrt.

- Was darf auf keiner Hütte fehlen
Der obligatorische Kaiserschmarrn, von dem jeder Wirt behauptet, seiner sei der beste.

- Absolutes NoGo auf der Hütte
Eine Hütte ist kein Hotel. Wer trotz Wasser- und Energiemangel ewig duscht und dann noch nach einem Föhn frägt, der hat sich beim Ziel geirrt.

- Deine schlimmste Panne
Als sich Dreck und Fett unter dem Herd in der Küche entzündeten und wir schauen mussten, dass die eiskalte Hütte, die gerade erst nach dem Winter aufsperrte, nicht abbrannte.

- Was macht für dich den besonderen Hüttencharme aus?
Egal ob die Hütte voll oder wenig besucht ist, einer schnarcht immer im Lager!

- Da würdest du selbst am liebsten Hüttenwirt sein
Schwer zu sagen, da ich immer wieder gerne woanders bin. Aber es müsste eine Hütte sein mit umfassendem Rundblick und Sonne von morgens bis abends. Eine Hütte wie das Brunnenkogelhaus.

- Dein Rat für Hütten-Frischlinge
Je leichter der Rucksack, desto angenehmer ist das Wandern. Ein Bademantel – ja, auch den schleppen manche mit –, Jeans für den Abend oder ein dickes Buch zum Lesen sind definitiv überflüssig. Und: Nicht jede Hütte hat Handyempfang. Aber dann darauf zu bestehen, das Hüttentelefon zu benutzen, ist definitiv nicht angebracht. Und auch das verschlüsselte W-Lan der Hütte ist für das Team da, nicht für die Gäste.
Dieter Buck

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