Dienstag, 9. Februar 2016

Alexander Knecht / Günter Stolzenberger: Lust aufs Land

Alexander Knecht/Günter Stolzenberger: 
Lust aufs Land 
Die schönsten Seiten des Landlebens




Landleben ist in. Man sieht es an der Zahl der in den letzten Jahren erschienenen Magazine darüber. Hochglanz, stimmungsvoll layoutet. Garten, Freizeit, kochen, backen, basteln, dekorieren. Eine bestimmte Zielgruppe wird angesprochen. Und diese dürfte recht groß sein. Sie interessiert sich für das Landleben allgemein, aber auch in einer bestimmten Region, wie man anhand der erschienenen Magazine erkennt.

Und in diesen Hipe hinein wurde ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht. Das Cover passt ins Genre, was jetzt nicht negativ gemeint ist - warum soll man den Leuten, die genug von grauen Betonburgen, städtischem Leben, Lärm, Hektik, letztendlich auch eine gewisse „Entmenschlichung“, haben, nicht das bieten was sie wollen?

Schließlich erreicht wohl die meisten Leute zumindest ab und zu die Lust aufs Landleben. Aufs „einfache“ Landleben möchte ich jetzt nicht sagen, denn wer es kennt, der weiß, dass es alles Mögliche ist, nur nicht einfach. Kriegt man mit etwas Organisation aber hin - wer im Moloch Großstadt zurechtkommt, der kommt auch auf dem Land zurecht. Wäre doch gelacht.

Wer aber gedacht hat, in diesem Buch wird das Magazinthema ebenfalls, nur vielleicht etwas theoretischer, behandelt, der irrt. Es ist eine literarische Anthologie. In vergnüglichen, mitunter humorvoll-skurrilen Geschichten lassen 25 (!) namhafte internationale und deutschsprachige Autoren uns an ihrer Sehnsucht nach dem Land als Ort der Zuflucht teilhaben. Als Namen sollen nur ein paar erwähnt werden: Guy de Maupassant, Siegfried Lenz, Herbert Rosendorfer, Friedrich Sieburg, Roda Roda (der nicht gerade begeistert vom Landleben ist …) und Hermann Hesse. Na, wenn das nicht eine exklusive Auswahl ist! Aber sie setzt hohe Ansprüche. Aber die Autoren, gestandene Literaten wie Journalisten, bieten eine reizvolle Auswahl.

Sie erzählen von den Freuden des einfachen Lebens, von purer Natur und frischer Luft, die freilich durch das liebe Vieh mitunter etwas streng riechen kann, von Kindheitserinnerungen, idyllischen Gärten, dem Reiz des Morbiden manchmal. Auch die Liebe auf dem Land und der krähende Hahn am frühen Morgen dürfen natürlich nicht fehlen. Und das Schönste: man kann diesem Landleben, nämlich in Form dieses Buches, auch in der Stadt frönen. Ob jetzt als Vorbereitung oder Erinnerung an einen Landurlaub, egal. Schön war‘s oder schön wird’s sein.

Ein Nachwort darf natürlich nicht fehlen: Es geht die Sache von der grundsätzlichen Seite an. Insofern darf es natürlich nicht fehlen. Wer es jedoch als Vorwort liest, macht aber auch nichts verkehrt …

Alexander Knecht / Günter Stolzenberger (Hrsg.): Lust aufs Land Die schönsten Seiten des Landlebens. Ein Lesebuch. Originalausgabe. 192 Seiten. DTV Deutscher Taschenbuchverlag, München. ISBN: 978-3-423-14407-0. Euro: 9.90 [D] 10.20 [A].
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.


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Donnerstag, 4. Februar 2016

Andreas Happe: Watzmanntrek

Andreas Happe: Watzmanntrek



Die Gegend um den Watzmann, die Berchtesgadener Alpen zusammen mit dem Nationalpark zählen zu den beliebtesten alpinen Zielen Bayerns. Wandern auf der „Großen Reib’n“ - einmal rund um den Watzmann -, Watzmann selbst, Königsee und Nationalpark Berchtesgaden sind die Stichworte: Wer unberührte Natur und abwechslungsreiche Berglandschaften liebt, bekommt bei diesen Namen leuchtende Augen.

Auf einem spannenden Weg können Wanderer den berühmten Berg einmal umrunden. Wo genau es langgeht, weiß der neue Wanderführer „Watzmanntrek“ aus dem Conrad Stein Verlag. Kostenlose GPS-Tracks helfen bei der Orientierung.

Seit der Einrichtung des Nationalparks Berchtesgaden wird die Natur rund um den Watzmann und den Königsee weitgehend sich selbst überlassen. Das macht das Wandern hier zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der 81 km lange Watzmanntrek, manchmal auch „Große Reib´n“ genannt, erschließt den Nationalpark auf einer unvergesslichen Route von Hütte zu Hütte.

Autor Andreas Happe liefert eine detaillierte Beschreibung für diesen Weg und stellt zusätzlich zahlreiche Varianten vor. Jeden Tag bietet sich ein neues Landschaftsbild und immer wieder eröffnen sich fantastische Ausblicke. Was genau man sieht, erfährt man in vielen kleinen Einschüben zu den Besonderheiten der Region.

Bei der Orientierung helfen Karten, Höhenprofile und ein GPS-Track, der kostenlos heruntergeladen werden kann; die Etappenplanung erleichtern genaue Angaben zu den Hütten am Weg.

Ausführliche Kapitel am Beginn des Buches zu wichtigen Themen wie Ausrüstung, Gehzeiten und Wetter versorgn Wanderer mit weiteren wichtigen Infos für unterwegs. Zahlreiche Bilder beweisen schließlich, dass die Region nicht ohne Grund als eine der schönsten Bergregionen in ganz Europa gilt.

Zum Autor:
Der ausgebildete Touristik-Manager und Diplom-Geograf Andreas Happe hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Zwischen Grönland und dem Kilimanjaro, den Anden und dem Himalaja führt er seit drei Jahrzehnten Wander-, Trekking- und Bergsteigergruppen zu den interessantesten Landschaften dieses Planeten. Zum Watzmann und zum Königsee ist er trotz weltweiter Unternehmungen immer wieder mit Begeisterung zurückgekehrt.

Andreas Happe: Watzmanntrek. 127 Seiten, 40 farbige Abbildungen, 27 Karten und Höhenprofile, Übersichtskarte in der Umschlagklappe, GPS-Track zum Download. Conrad Stein Verlag, 2016. ISBN 978-3-86686-432-0. € 10,90
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Mittwoch, 3. Februar 2016

Jens Riecke: Silent Space München und Salzburg

Jens Riecke: Silent Space …

… als Hauptüberschrift über diesen Artikel, das passt. Denn nun ist der zweite Band Silent Space erschienen. Der erste war Salzburg gewidmet, der zweite nun München. Deshalb auch zuerst ein Kapitel über das neueste Buch.

Jens Riecke (Fotos): 
Silent Space München
Autor/innen: Karin Fellner, Andrea Heuser, Katja Huber, Christoph Lindenmeyer, Birgit Müller-Wieland, Jens Riecke, SAID, Fridolin Schley 


 
Silent Space, das Buch der stillen Plätze. Nach dem weiter unten besprochenen Salzburg-Buch ist nun ein Band über München erschienen, Der in Regensburg lebende Fotograf Jens Riecke hat sich erneut aufgemacht, die hellen und die dunklen Ecken einer Stadt einzufangen.




Ohne vorbeiziehende Passanten, Touristen, Nachtschwärmer. Ohne Autos, Müllfahrzeuge - und ohne die laute, schreiende Reklame, der man heute ja kaum entkommt.




Riecke zeigt in seinen beeindruckenden Bildern die Straßen und Plätze Münchens unbeseelt, aber nicht seelenlos: Der Stachus verwaist. Der Hirschgarten menschenleer. Die Theresienwiese ohne Festzelte und Dirndl- oder Lederhosenträger. Die Allianz-Arena ohne laut parolierende Fans, die Maximilanstraße ohne einen einzigen Autofahrer. Die Leere auf den Straßen und Plätzen gemahnt an ein München, wie man es nicht kennt. Still. Ruhig. Leise. Leer. Die Stadt hält in den frühen Morgenstunden förmlich den Atem an.



Die Bilder sind zum größten Teil in dem schon Ruhe ausstrahlenden schwarzweiß fotografiert, zum Teil zwar in Farbe, aber in zurückhaltenden, grau-pastelligen Tönen. Also auch Ruhe, silent. Regenstimmungen, Abendstimmungen, Nachtaufnahmen, Fotos am frühen Morgen, wenn niemand mehr unterwegs ist. „Wenn es nur einmal so ganz stille wäre“, schreibt der Autor Christoph Lindenmeyer zum Bild der Isar mit der Maximiliansbrücke. - Nun gerade hier wird man zumindest wohl das Rauschen des Flusses hören… 




Und Andrea Heuser möchte gerne „lauthals & plumps“ in das von ihr gewählte Bild hineinlaufen. Grund also, sich nicht nur in den Bildern zu verträumen, sondern sich ebenso aufmerksam auch den Texten zuzuwenden.



Begleitet werden die beeindruckenden Aufnahmen, die man wieder und wieder ansehen kann - schon alleine, um nach einem stressigen Tag wieder etwas „runterzukommen“ also wie erwähnt von kongenialen Texten, teils Prosa, teils Poesie, von Karin Fellner, Andrea Heuser, Katja Huber, Christoph Lindenmeyer, Birgit Müller-Wieland, SAID und Fridolin Schley. Sie alle haben die besonderen Stimmungen der Fotos in ihren Texten eingefangen.

Jens Riecke: Silent Space München. Autor/innen: Karin Fellner,  Andrea Heuser,  Katja Huber,  Christoph Lindenmeyer,  Birgit Müller-Wieland,  Jens Riecke,  SAID,  Fridolin Schley. 160 Seiten. großformatige Farbfotografien. Format 29,7 x 24 cm. Hardcover mit Schutzumschlag. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2016. ISBN 978-3-7025-0801-2. € 34,00.
Sie können die Bücher im Buchhandel oder hier kaufen.

Jens Riecke (Fotos): 
Silent Space Salzburg
Autor/innen: Josef Danzmayr, Wolfgang Fels, Karl-Markus Gauß, Christoph Janacs, Roswitha Klaushofer, Walter Müller, Fritz Popp



Salzburg ist nun einmal eine Touristenstadt, in der sich das ganze Jahr über Menschenmassen durch enge Gassen und vor den vielen Sehenswürdigkeiten drängen. Das kann enger und bedrückender wirken, mehr vielleicht noch wie in der wesentlich größeren Millionenstadt München, wo sich zu den zahlreichen Besuchern doch noch viele Einheimische gesellen.

Beim Vergleich der Städte spielen sicher auch die absoluten Zahlen eine Rolle. Denn welcher Salzburger hat sich nicht schon einmal seine Stadt, zumindest für eine kurze Zeit, menschenleer gewünscht? Einmal die Getreidegasse nur für sich alleine erleben? Das wär doch mal was. Aber, umsonst im Buch gesucht: Die Getreidegasse menschenleer hat wohl nicht einmal Jens Riecke geschafft …

Aber dafür jede Menge anderer Plätze, die der geübte Salzburg-Tourist wie der Salzburger himself nur voller Menschen kennt. Aber Riecke hat es sich halt zur Aufgabe gemacht, die Stadt ohne Menschen zu fotografieren. Und so zeigt er beeindruckende Bilder, in der die Stadt förmlich den Atem anhält.

Diese ganz eigene, wundersame Stimmung haben die Salzburger Autoren Wolfgang Danzmayr, Wolfgang Fels, Karl-Markus Gauß, Christoph Janacs, Roswitha Klaushofer, Walter Müller und Fritz Popp in ihren einfühlsamen begleitenden Texten eingefangen. Wer sich in das Buch, seine Fotos und seine Texte verliert, der kann vielleicht mit Wolfgang Danzmayr im Klappentext sagen: „Verstummt bin ich und du wohl auch“. Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen.

Die Bilder des Salzburg-Buches sind zum Teil vom Layout her etwas verspielter wie das eher grafisch streng gestaltete München-Buch in die Seiten gestellt. Dazu nicht nur in schwarzweiß und (in meist) zarten Farben fotografiert und gezeigt, sondern manche auch in Sepia eingefärbt, was den Plätzen, Straßen, Gassen und Gebäuden einen ganz eigentümlichen Aspekt verleiht.

Jens Riecke: Silent Space Salzburg. Autor/innen: Josef Danzmayr, Wolfgang Fels, Karl-Markus Gauß, Christoph Janacs, Roswitha Klaushofer, Walter Müller, Fritz Popp. 160 Seiten. großformatige Farbfotografien. Format 29,7 x 24 cm. Hardcover mit Schutzumschlag. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2016. ISBN 978-3-7025-0729-9. € 34,00
Sie können die Bücher im Buchhandel oder hier kaufen.

Zum Fotograf der beiden Bücher:
Jens Riecke, 1962 in Kassel geboren. Seit 1992 im Bereich der Werbe- und Kunstfotografie bundesweit und im europäischen Ausland tätig. Freie Projekte und Auftragsarbeiten sowie professionelle Werbefotografie in einem renommierten Großraumstudio. Lebt und arbeitet in Regensburg.


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Julien Blanc-Gras: Tourist

Julien Blanc-Gras:  Tourist  
Wie ich mit Buddhas Mutter zu Abend aß, in Mosambik Frösche fing und Radarfallen im Busch entkam



Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Und zugegeben, es ist seit dem Erscheinen des „Tourist“ von Julien Blanc-Gras nun doch schon fast ein Jahr her. Aber man kann eben nicht alles immer gleich entdecken. Ob als Tourist oder als aufmerksamer Rezensent. Sei’s drum.

Aber besser etwas später als nie. Und mein erster Eindruck: Haptik und Layout ist bei einem Buch nun nicht gerade das Wesentlichste (kann man das überhaupt steigern???). Aber trotzdem wesentlich. Zumindest für mich. Wenn ich ein Buch in der Hand halte, dann habe ich ein ganz anderes Gefühl dafür als wenn ich den Text mir am Bildschirm ansehe. Fühlen, sehen. Schmecken nun nicht gerade. Aber es gibt Bücher, die riechen unangenehm. Aber das sind vor allem Bildbände auf Hochglanzpapier. Aber dieses Buch, nach alter Art fein ausgestattet mit Schutzumschlag und Lesebändchen, gibt mir von Anfang an ein gutes Gefühl.

Berufswunsch: Tourist!
Es gibt unangenehmere Berufe. Und so war Julien Blanc-Gras bereits als Kind ist fasziniert von Karten und schlief lieber mit einem aufblasbaren Globus ein als mit einem Kuscheltier. Seither ist er seinem erklärten Ziel, jedes Land der Welt zu bereisen, ein beachtliches Stück näher gekommen. Die „Magie der Karten“ bescherte ihm seinen erste ästhetischen Schock, schreibt er. Auch die körperliche Seite der Geografie entdeckte er nach einer Zeit der „platonischen Liebe“. Bei einer Lebenszeit von 30 000 Tagen, so liest man in seiner Präambel, rechnete er sich durchschnittlich fünf Monate für jedes Land aus. Nun gut, einige Länder lassen sich vielleicht auch schneller erledigen – Luxemburg etwa erklärt der Autor nach einem kurzen Tankstopp bereits für abgehakt …

Von der Krümmung des Universums bis zur Sexszene
Der Autor macht es seinen Lesern einfach: Das Buch ist gegliedert in Episoden, die da heißen wie die erste: „Englische Episode, in der man die Bedeutung der Reisefreiheit erfasst“ oder die letzte „Mosambikanische Episode, in der man mit der Landschaft verschmilzt“. Dazwischen geht es unter anderem nach Indien. Nach Marokko, nach Polynesien, Brasilien, China, Madagaskar und in andere Länder.

Episoden die man kaum für wahr hält
Blanc-Gras‘ Themen sind Buddhas Mutter, lächerliche Länder, Karaoke, die Krümmung des Universums und natürlich auch Sex, dem ebenfalls eine Episode gewidmet ist. Wie wird man für einen Bollywood-Film gecastet, frägt er sich? Was kann in der marokkanischen Wüste noch mehr nerven als ein Heuschreckenschwarm? Wovon ernährt sich der Buddha Boy? Wie übersteht man Affenattacken in Indien, Schlammbäder in kolumbianischen Vulkanen, Karaokewettbewerbe auf dem Jangtsekiang? Und vieles mehr noch, zum Glück, 235 Seiten lang.

Mutig in der heutigen Zeit: politische Unkorrektheit
Der reiseverrückte Autor liefert nicht nur Antworten auf diese und viele weitere Fragen; er stellt sich auch unbequemen Wahrheiten, denen er mit einer gehörigen Prise schwarzen Humors und politischer Unkorrektheit begegnet, wo es ihm notwendig erscheint. Wer traut sich das noch, immer mit dem Hintergedanken, einen shit-Sturm zu entfachen, dem man vielleicht nicht mehr Herr wird? Dank sei also mutigen Leuten, die es sich getrauen, auch mal frech und unkorrekt zu sein.

Mit selbst ernannten Weltverbesserern hat der Autor nämlich genauso wenig gemein wie mit ehrgeizigen Abenteurern, und durch sein kurzweiliges Buch beweist er, dass es für die Entdeckung der Welt nicht viel mehr braucht als Höflichkeit, Neugier und Offenheit.

Alles ist spannend, interessant und perfekt geschrieben bzw. übersetzt, mit so viel persönlichem Engagement und Erlebnis, dass man sich fragt: Ist die Geschichte mit der Lebensreise wirklich wahr oder ist der Autor „nur“ ein begnadeter Erzähler und viel Phantasie? Beschrieben wird er jedenfalls als „leidenschaftlicher Reisender“. Würde mich schon interessieren, ist aber letztendlich auch egal. Die Zeit mit dem Buch war es wert, sich darin verloren zu haben. Und zwar auf dem heimischen Sessel. Und das ist doch auch schon was…

Zum Autor:
Julien Blanc-Gras, geboren 1976 in Gap in den französischen Alpen, ist Journalist, Buchautor und leidenschaftlicher Reisender. Tourist, in Frankreich ein Erfolg bei Presse und Publikum, ist sein erstes Buch, das auf Deutsch erscheint. Zuletzt veröffentlichte er den kritischen Bericht Paradis (avant liquidation) über seinen Aufenthalt auf den durch den steigenden Meeresspiegel bedrohten Kiribati-Inseln.

Julien Blanc-Gras: Tourist Wie ich mit Buddhas Mutter zu Abend aß, in Mosambik Frösche fing und Radarfallen im Busch entkam. Aus dem Französischen von Annika Loose, 240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Verlag mare. ISBN 978-3-86648-219-7. 20 €.


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