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Montag, 23. März 2026

Bodo Hell/Elsbeth Wallnöfer/Peter M. Kubelka: Dachstein

 Bodo Hell/Elsbeth Wallnöfer/Peter M. Kubelka:

Dachstein

In Erinnerung an den Schriftsteller und Hirten Bodo Hell – seine Texte über den Dachstein aus dem Jahr 2018

Mit einem Vorwort von Andrea Nießner

 


Eines der schönsten und interessantesten Gebirge in den österreichischen Alpen ist der Dachstein, beschrieben immer wieder in der Literatur und mit Niederschlag in Malerei und Fotografie. Kein Wunder, dass sich der Schriftsteller, Performer, Fotokünstler, Musiker und Almhirte Bodo Hell ihn als Sommer“residenz“ erkoren hat.

Wobei Residenz etwas hoch gegriffen ist, lebte und arbeitete Hell ab 1970 doch als Hirte auf der Grafenbergalm und betreute dort rund 100 Kühe. Auf dem Dachstein fand er wohl auch seine letzte Ruhe, ist er dort doch seit 2024 vermisst.

2018 gab Hell zusammen mit der mit der Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer und dem Fotografen Peter Kubelka den Bildband "Wilder Dachstein“ heraus. In ihm setzte er auch der Grafenbergalm, einem seiner Inspirationsräume, und dem Bergmassiv insgesamt ein Denkmal. Seit August 2024 wird der Schriftsteller, genau dort, im Dachsteingebirge, vermisst.

Sprachkunst, Naturerlebnis, Geschiche und Gedächtnis

Der Gebirgsstock in den nördlichen Kalkalpen birgt unzählige Geheimisse und tragische Schicksale. Wege, Umwege, überlaufene und verlassene Routen locken Kletterer, Wanderer und Abenteurerinnen in seine Felsrunsen. Die Unwägbarkeit des Geländes spiegelt sich in den sprachlichen Erkundungen Bodo Hells, Topographie bestimmt das Denken und Gehen wird zu Literatur, „Weidefläche zur Textfläche“: Wo sind Halt und Orientierung am (im) Berg zu finden, was ist der Berg?

Zusammen mit Elsbeth Wallnöfers historischen Kommentaren und Peter Kubelkas eindrucksvollen Fotografien liegt mit diesem Buch eine starke und einzigartige Beschreibung der Naturerfahrung am Berg und ein Ausnahmebild alpiner „Heumahd“ vor dem Leser. Das mit einem Vorwort von Andrea Nießner versehene „neue alte“ Buch wurde aktualisiert und neu ausgestattet. 

Faszinierend, aber eigentlich überhaupt nicht befremdlich, sind Hells alte Texte. Wer schon einmal etwas von ihm gelesen hat, kennt seinen unverwechselbaren Stil: Hell kennt keine Punkte. Waren sie ihm zu endgültig, zu trennend? Keiner weiß es. Jedenfalls ziehen sich die Kapitel, die Sätze versehen und getrennt durch Kommas, dahin. 

Kein Punkt am Schluss, aber der Absatz endet und ein neuer beginnt. Klein geschrieben das erste Wort, wie wenn es die Fortsetzung des vorigen Satzes wäre. Ist es aber nicht, wie gesagt, ein neuer Absatz beginnt. Man gewöhnt sich daran und fast meint man zu glauben, es müsste so sein und wundert sich, dass alle übrige Welt Punkte setzt …

Zu Autor und Autorin und Fotograf:

Bodo Hell, geboren 1943 in Salzburg, Studien am Mozarteum (Orgel) und an der Uni Wien (Germanistik, Geschichte), Prosa, Radio, Theater, Foto, Film, Kooperationen, Almwirtschaft (seit 1979), zahlreiche Publikationen, 2017 Heimrad Bäcker- und Christine Lavant-Preis, 2019 Großer Kunstpreis des Landes Salzburg. Zu seinem Verbleib findet man im Internet „Trotz intensiver Ermittlungen der Polizei und Bemühungen der Bergrettung konnte, der seit August 2024 vermisste Schriftsteller Bodo Hell, nicht gefunden werden. Die erneute Suchaktion im Gebiet südlich des Napfenkogels wurde wetterbedingt abgebrochen. Am 9. September erklärte sein Verlag „Bodo Hell offiziell als verschollen“. Siehe auch Artikel in Wikipedia.

Dr. Elsbeth Wallnöfer, Volkskundlerin, Philosophin, Autorin. Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich der Volkskultur. Zuletzt Märzveigerl & Suppenbrunzer, Verlag Anton Pustet 2014. Unregelmäßig Kommentatorin in der Tageszeitung der Standard.

Peter M. Kubelka, geboren 1963 in Wien. Studium an der TU Wien. Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien (Fotografie). Kooperationen mit der Salzburger Künstlerin Irene Andessner. Langjährige Erfahrung im Bereich Werbefotografie (Food- Fotografie), Polaroid- und Kulturfotografie. Er ist Fotograf der Liechtensteincollection in Wien.

Bodo Hell/Elsbeth Wallnöfer/Peter M. Kubelka: Dachstein. Mit einem Vorwort von Andrea Nießner. Aktualisierte Neuausgabe des Titels „Wilder Dachstein“. 192 Seiten, Farbfotos, Format 24 x 17 cm, Bindung Hardcover. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2026. Aktualisierte Neuausgabe des Titels „Wilder Dachstein“. ISBN 978-3-7025-1196-8. 26 €

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Dieter Buck

Fotos: Peter M. Kubelka

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Sonntag, 11. Oktober 2020

Andrea Fischer / Bernd Ritschel: Alpengletscher

Andrea Fischer / Bernd Ritschel:

Alpengletscher

Eine Hommage

 

 

Ehe die Gletscher verschwinden und Die große Hommage an die hochalpine Welt aus Eis und Firn, so titelt der Verlag munter weiter für diesen grandiosen Text-Bildband. Klar, wenn zwei Koryphäen wie Andrea Fischer als Wissenschaftlerin und Bernd Ritschel als das vielleicht Gesicht der aktuellen Alpinfotografie zusammenarbeiten, kann nur ein bestes Produkt entstehen.

Gletscher also. Ja, gibt’s die denn noch. Noch so, dass es sich noch lohnt, darüber zu schreiben. Das mag so mancher sich fragen.

Das „ewige Eis“, das unseren Alpen jahrhundertelang ihr unverwechselbares, erhabenes Gesicht gegeben hat, schmilzt in rasender Geschwindigkeit dahin. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die großen gleißenden Gletscherströme unter Gesteinsschutt ergraut und bald völlig verschwunden sind. Die Dynamik dieses Prozesses führt uns die vergängliche Schönheit der hochalpinen Welt in all ihrer Dramatik vor Augen.

Fotos first

In einzigartigen Bildern und Texten das festzuhalten, was wir zu verlieren haben, ist Ziel dieses Buches. Denn das Ende der Gletscher kann niemanden kalt lassen – schon gar nicht, wenn man sein Leben derart mit dem alpinen Eis verbunden hat wie Bergfotograf Bernd Ritschel und Gletscherforscherin Andrea Fischer. So ist dieser aufwändige Bildband nicht nur eine wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme, sondern vor allem auch eine faszinierende Hymne an die Größe und Schönheit des Hochgebirges und ein Fest für die Augen.

Der Schwerpunkt dieses Bandes liegt in seiner Bildauswahl. In einzigartigen, teils großformatigen Ansichten werden alle hochalpinen Bergregionen der Ost- und Westalpen gleichermaßen berücksichtigt. Die Bildtexte lenken den Blick auf die geographischen und glaziologischen Besonderheiten. Ein praktischer Anhang ergänzt die große Gletscherschau: Mit kurzem Infoblock werden 25 Plätze (Aussichtspunkte, Lehrpfade, Hütten) vorgestellt, an denen auch Nicht-Bergsteiger Gletscher hautnah erleben können.

Text aber nicht last

In den Textbeiträgen, hier kommt Andrea Fischer ins Spiel, widmet sich das Buch der Geschichte der Gletscher sowie der Dynamik der aktuellen Entwicklung. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Mensch im Gebirge: Was bedeuten die Gletscher für das Leben und Wirtschaften im Alpenraum? Was kommt auf uns zu, wenn das Eis geht? Und was erwartet Menschen heute, wenn sie sich ins hochalpine Eis wagen?

Das Gefühl, etwas Besonderes in den Händen zu halten, das haptische Erlebnis eines Buches, wie ich es liebe, kommt bereits beim Cover: Das Gletscherfoto ist geriffelt, Ähnlichkeiten mit einem kalten und festen Leder kommen einem in den Sinn. Und die Sinnlichkeit geht noch weiter. Seite für Seite zeigt Ritschel, was er kann. Man mag sich gar nicht vorstellen, wann und wie oft der Fotograf unterwegs war, um diese grandiosen Aufnahmen machen zu können. Wie oft wahrscheinlich am selben Fleck. Wie oft mit eiskalten Fingern, durchfroren, aber brennend für ein Foto, für   d a s    Foto. Es ist ihm gelungen. Man ist begeistert.

Tipps:

Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme und ein Fest für die Augen Erstklassiges, aktuelles Bildmaterial als Ergebnis intensiver, aufwändiger Recherchen Wissenschaftlich fundierte Texte, leicht verständlich und packend geschrieben Multivisionsshow und Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum, buchbar unter www.lightwalk.de

Zu Autorin und Fotograf

PD DR. ANDREA FISCHER beschäftigt sich als Wissenschaftlerin seit 20 Jahren mit der Erforschung der alpinen Gletscher. Fischer ist nationale Korrespondentin des World Glacier Monitoring Service, Vorstandsmitglied des Österreichischen Clusters für Umweltgeschichte und war bis 2016 Leiterin des Gletschermessdienstes des Österreichischen Alpenvereins. 2013 wurde sie als Österreicherin des Jahres in der Kategorie Forschung ausgezeichnet. Seit 2010 forscht und lehrt sie am Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. www.andreafischer.at

BERND RITSCHEL, geb. 1963, zählt zu den renommiertesten Bergfotografen und den erfolgreichsten Bergbuchautoren im deutschsprachigen Raum. Er veröffentlichte mehr als zwanzig Bildbände, ein Foto-Lehrbuch, Kalender, hält Vorträge und Foto-Workshops. Bei Tyrolia erschienen bereits die Bildbände „Tirol“ (2010), „Austria Alpin“ (2. Auflage 2014) sowie „Magische Momente über dem Ötztal“. Die vorliegende Dokumentation der Alpengletscher ist für ihn eine absolute Herzensangelegenheit und stand in den letzten Jahren im Zentrum seines fotografischen Schaffens. www.lightwalk.de

Andrea Fischer / Bernd Ritschel: Alpengletscher. Eine Hommage. 256 Seiten, 158 farbige Abbildungen, 1 Übersichtskarte, Format 30 cm x 24 cm. Tyrolia, Innsbruck, ISBN 978-3-7022-3846-9. 39 €.

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Dieter Buck

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Montag, 22. Juli 2013

Mark Zahel: Wilde Wege - Bayerische Alpen

Mark Zahel: 
Wilde Wege - Bayerische Alpen

»Wilde Wege«, das klingt spannend und nach einer guten Portion Abenteuer. Abseits bekannter Berge und ausgetretener Routen finden sich in den Bayerischen Alpen zahlreiche aufregende Tourenmöglichkeiten für Bergsteiger mit Entdeckerlust.

Die Tourenvorschläge in diesem Rother Wanderbuch führen nicht auf den typischen Normalwegen auf die Gipfel, sondern auf alten, fast vergessenen Jagdsteigen, einsamen Graten und weglosen Pfaden über Schrofen und leichten Fels.

Wege in den bayerischen Bergen – nicht für jedermann
Der bekannte Autor und Alpenkenner Mark Zahel präsentiert 50 sorgfältig recherchierte Touren, die tendenziell eher anspruchsvoll sind. Vor allem das Orientierungsvermögen wird immer wieder auf die Probe gestellt. Das Tourenspektrum beginnt bei Pfaden, auf denen man sich an die »Wildheit« herantasten kann, und endet bei langen, teils weglosen hochalpinen Unternehmungen mit Kletterstellen bis zum II. Grad. Die Touren sind daher sehr ausführlich charakterisiert und zuverlässig beschrieben, insbesondere dort, wo man vor Ort nicht auf ausgiebige Beschilderung bauen kann. Der reine Wanderer, der die Alpen doch eher auf gemütlichen Wegen genießen möchte, wird sicherlich mit diesen Touren überfordert sein. Wer aber alpinistische Erfahrung und Können besitzt, zudem sich in den Bergen orientieren kann, der findet mit diesem Buch sicher die eine oder andere Traumtour.

Wie immer bei Rother-Büchern, hier aber besonders wichtig und nützlich: Detaillierte Kartenausschnitte mit eingezeichnetem Routenverlauf, aussagekräftige Höhenprofile mit eingetragenen Etappenpunkten sowie zum Download bereitstehende GPS-Daten ermöglichen eine effektive Planung und Durchführung der Touren. Eine Vielzahl von anschaulichen Fotos macht Lust, sofort den Rucksack zu packen und die »wilden Wege« der Bayerischen Alpen selbst zu erkunden.

Die Rother Wanderbücher präsentieren ausgewählte Wanderungen in weiter gefassten Regionen. Die Themenpalette reicht von einfachen und kinderfreundlichen Tageswanderungen bis zu anspruchsvollen Gipfelzielen. Eine Tourenübersicht in der Umschlagklappe erleichtert die Auswahl. Insbesondere mit den »Kinderwagen«-, den »Erlebnis«- oder den »Alm- und Hüttenwandern«-Wanderbüchern finden sich in dieser Reihe zahlreiche attraktive Spezialthemen für Genießer und die ganze Familie.

Mark Zahel: Wilde Wege Bayerische Alpen. 50 Touren zwischen Ammergau und Berchtesgaden. Rother Wanderbuch. 1. Auflage 2013. 208 Seiten mit 160 Farbabbildungen. Format 12,5 x 20 cm, kartoniert. 50 Höhenprofile, 50 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, Übersichtskarte. GPS-Tracks zum Download. Bergverlag Rother, München. ISBN 978-3-7633-3084-3. 16,90 € (D), 17,40 € (A), 23,70 SFr.

Dieter Buck

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Jean-Jacques Thillet / Dominique Schueller: Wetter im Gebirge



Dominique Schueller
(mit Beiträgen von Pit Schubert):  
Wetter im Gebirge





Gebirge beeinflussen das Wetter und in Gebirgsregionen können Wetterscheinungen recht spektakulär - oft sogar in extremer Form - auftreten. Als Bergsportler - Wanderer, Kletterer, Radler, Gleitschirmflieger oder auch Spaziergänger - ist man dem Wetter besonders ungeschützt ausgesetzt.

Alles gute Gründe, sich einmal genauer mit dem spannenden Thema Bergwetter zu beschäftigen. Die Lehrschrift »Wetter im Gebirge« in der Rother Reihe Wissen & Praxis behandelt umfassend die Themen Wetterbeobachtung, Vorhersage und Gefahren.

Der Leser findet in diesem Band alle Grundlagen der Meteorologie sowie Erklärungen für die wesentlichen Phänomene, denen man in den Bergen begegnen kann. Die Mechanismen sind Schritt für Schritt erklärt und werden zusätzlich durch Grafiken und Fotos erläutert, auf denen die häufigsten, die schönsten und die bedrohlichsten Wetterlagen anschaulich gemacht sind. So ist das Buch für jeden verständlich.

»Wetter im Gebirge« ist ein praktisches Nachschlagewerk für ein besseres Verständnis der gebirgsspezifischen Wetterphänomene und eine Anleitung für die Vorhersage von Wetterveränderungen - Voraussetzung für ein erlebnisreiches und sicheres Verhalten im Gebirge.

Zu den Autoren:
Die bergerfahrenen Meteorologen Jean-Jacques Thillet und Dominique Schueller erläutern die Grundlagen der Wetterkunde und bereiten auch komplizierte Zusammenhänge für Wanderer und Alpinisten verständlich auf. Pit Schubert, ehemaliger Leiter des Sicherheitskreises des Deutschen Alpenvereins, ergänzt das Werk durch die mitreißende Schilderung witterungsbedingter Bergunfälle, aus denen man lernen kann, welche Fehler man besser vermeidet.

Zur Reihe Wissen & Praxis im Bergverlag Rother:
In der Reihe Wissen & Praxis vermitteln kompetente Fachleute Grundkenntnisse und vertieftes Wissen für Wanderer, Bergsteiger und Trekkingreisende. Mit Themen wie »Sicherheit am Berg« über »Technik auf Klettersteigen« bis zu praktischen Tipps für das GPS-Gerät sind verschiedene Bereiche des Alpinismus in dieser Reihe abgedeckt.

Jean-Jacques Thillet / Dominique Schueller (Übersetzer: Cornelia Sevrain): Wetter im Gebirge. Beobachtung - Vorhersage - Gefahren. Mit Beiträgen von Pit Schubert. Reihe Rother Wissen & Praxis. 1. Auflage 2013. 184 Seiten, 200 Farbfotos und Skizzen. Format 16,3 x 23 cm, Kartoniert. Bergverlag Rother, München. ISBN 978-3-7633-6036-9. 19,90 € (D), 20,50 € (A), 27,90 SFr.

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