Freitag, 26. September 2025

Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser, Helmut Bachmann: Passion Gemüse

Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser, Helmut Bachmann:

Passion Gemüse

Über 70 vegetarische Rezepte – einfach, saisonal und abwechslungsreich

 


Wer an Südtirol denkt, denkt fast immer auch ans Essen. Beim Gedanken an die Kombination bester alpenländischer Genüsse mit mediterraner Küche kann einem natürlich schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Bei Gemüse ist das schon etwas anderes. In der Regel gilt es als Beilage, und von manchen wird es gar verschmäht und links liegen gelassen.

Zu Unrecht, wie immer mehr Menschen wissen. Und dieses neue, prächtig aufgemachte Buch beweist wieder einmal, dass das nicht so ist und dem Gemüse die Krone aufgesetzt gehört, die es verdient. Das von Meistern der Kochkunst herausgegebene neue Kochbuch des "So kocht Südtirol"-Teams zeigt nämlich die Vielfalt der Gemüseküche! Mit über 70 kreativen, vegetarischen Rezepten veranschaulicht es, wie man das Beste aus jeder Gemüsesorte herausholt – von mediterranen Klassikern bis hin zu aufregenden neuen Kombinationen.
Die drei Autoren haben die Rezepte sorgfältig entwickelt, um auch Gemüse-Neulinge zu begeistern, mit klaren, schrittweisen Anleitungen, die garantiert zum Erfolg führen. Ob frisches Frühlingsgemüse, herbstliche Kürbiskreationen oder winterliche Suppen – jedes Rezept ist auf die jeweilige Saison abgestimmt und nutzt die besten regionalen Zutaten.

Vegan als Alternative, Fleisch und Fisch als Beilage

Die Autoren haben auch an die Veganer unter den Essbegeisterten gedacht und ihnen zahlreiche Alternativen beschrieben. Und wer zwar gerne Gemüse ist, aber nicht auf Fleisch oder Fisch verzichten will, nimmt diese einfach als Beilage zur „Hauptsache“ Gemüse.

Perfekter Aufbau

Vor allem bei Neulingen und Kochanfängern kann nicht alles verlangt werden. So gibt es ausführliche Erkläriúngen zu den wichtigen Basics, z.B. was ist bei der Verwendung einer Lauchstange vor dem Kochen mit ihr zu tun. Neben einer ausführlichen Einführung zu den Gemüsearten und Schritt-für-Schritt-Fotos der richtigen Gemüseverarbeitung liefern die Küchenprofis schlussendlich Gerichte, die nicht nur gesund sind, sondern auch unglaublich lecker schmecken.

Und auch wer Vorworte gerne überschlägt, sollte sich das zu diesem Kochbuch durchlesen. In ihm schreibt das "So kocht Südtirol"-Team Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser und Helmut Bachmann: "Rot und Gelb, Orange, Violett und Grün: Vielfalt beim Kochen ist stets auch eine Vielfalt der Farben. Für diese Vielfalt sorgt in den allermeisten Gerichten das Gemüse, das darüber hinaus eine ganze Reihe anderer Vorzüge hat: Es ist gesund, es schmeckt, es sorgt mit unterschiedlichen Texturen für Abwechslung und mit verschiedensten Aromen dafür, dass Gemüsegerichte immer anders schmecken. Und nie langweilig. Deshalb haben wir uns entschieden, diesem so oft unterschätzten Tausendsassa der Küche ein eigenes Buch zu widmen."

Fazit: Dieses herrliche Kochbuch ist ideal für alle, die mit frischem Gemüse kreativ werden möchten. Mit ihm holen sich Lesende die bunte, gesunde Welt des Gemüses direkt in die Küche.
Es dient aber nicht nur dem Gaumenkitzel. Das Werk selbst ist ein Prachtstück. Schwergewichtig, wertig, mit geprägtem Cover, logisch, gut und verständlich geschrieben, sodass auch der Anfänger damit etwas anfangen kann und innen mit wunderbaren  und verlockenden Fotos, die zum Nachkochen animieren und schon vom Anblick den Appetit anregen.

Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser, Helmut Bachmann: Passion Gemüse. Über 70 vegetarische Rezepte – einfach, saisonal und abwechslungsreich. 224 Seiten, zahlreiche Farbfotos, Bindung: fester Einband (Hardcover), Format: 190 x 245 mm, Gewicht: 898 g. Athesia, Bozen, 1. Auflage 2025. ISBN 978-88-6839-879-8. 25 €

Buchvorstellungen

12. Dezember 2025 • 10.30 Uhr

Brixen - Buchhandlung Athesia

12. Dezember 2025 • 15.30 Uhr

Bruneck - Buchhandlung Athesia

19. Dezember 2025 • 10.30 Uhr

Bozen - Buchhandlung Athesia

19. Dezember 2025 • 15.30 Uhr

Naturns - Buchhandlung Athesia

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Dieter Buck

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Donnerstag, 25. September 2025

Christoph Frühwirth: Volksweisheiten und Aberglaube im Alpenraum

Christoph Frühwirth:

 Volksweisheiten und Aberglaube im Alpenraum

 


Von Volksweisheiten und Aberglauben bleibt kein Mensch verschont, ob jetzt im Alpenraum oder in anderen Gegenden, und ob man daran glaubt oder nicht.

Insofern ist dies ein Thema, das wahrscheinlich viele interessieren wird, auch wenn sie der Sache keine größere Bedeutung für sich beimessen – oder vielleicht doch, es aber gar nicht merken oder zugeben.

Interessant ist das Thema aber auf jeden Fall, denn jeder hat sich beim einen oder anderen Mal schon überlegt, was jetzt was bedeutet. Was bedeutet es tatsächlich, Schwein zu haben? Welche Rolle spielt der Rauchfangkehrer als Glücksbringer? Und viele alte Bräuche und Sinnsprüche mehr.

Religiöser Ursprung

Viele Bräuche und Volksweisheiten sind aus einer engen Verbundenheit des Menschen mit seinem stark religiös geprägten Umfeld entstanden.

In seinem neuen Buch »Volksweisheiten und Aberglaube im Alpenraum« geht Christoph Frühwirth in Begegnungen mit Experten wie dem Naturmediziner Hans Gasperl und der Beziehungs-Expertin Gabriele Kuhn dem Wesen des Volksglaubens auf den Grund. 

»Abergläubisch sind immer die anderen«, heißt es im Volksmund

Ob beim Liebeszauber rund um den Valentinstag oder in der Naturheilkunde: Die Geschichten aus dem Leben, denen Frühwirth nachspürt, zeigen, welche Bedeutung der Glaube an das Übernatürliche noch heute im Alpenraum hat.

Die »Heilige Länge Christi«, mit der sich die Bauern einst symbolisch den original Christus ins Haus zu holen glaubten, oder die »Meisterwurz«, der lebensverlängernde Kräfte nachgesagt wurden – der Autor zeigt uns eine Tür in die Vergangenheit, die bis heute offen steht. Ein Buch, mit Augenzwinkern verfasst, das die magische Welt des Alpenraumes ins Heute holt.

Das Buch ist gut, verständlich und interessant zu lesen und gibt jedem eine Menge an Fakten mit, die immer interessant sind zu wissen. Eigene Kapitel sind „Alpenpflanzen im Aberglauben“ und „Glückssymbolen und ihrer Bedeutung“ gewidmet. Dazu werden traditionelle Kochrezepte beschrieben. Am Ende des Buches gibt es genügend Raum für eigene Niederschriften.

Zum Autor:

Christoph Frühwirth, geb. 1972 in Wien, ist Autor und Dramatiker. Er hat bereits mehrere Bücher bei Servus veröffentlicht, unter anderem »Nächte zwischen der Zeit«, das den (Aber-)Glauben in den Raunächten zum Thema hat. Als Dramatiker ist er verantwortlich für das »Reinsberger Weihnachtsspiel«, das im Dezember 2025 uraufgeführt wird (heimatbuehne-reinsberg.at)

Christoph Frühwirth: Volksweisheiten und Aberglaube im Alpenraum. 208 Seiten, farbige Grafiken, Format: 14,5 × 21 cm, Bindung: Hardcover, mit Lesebändchen. Servus. ISBN: 978-3-7104–0391-0. Auch als E-Book erhältlich. 24 € (A/D), 33,50 CHF (UVP)

Dieter Buck

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Freitag, 19. September 2025

BÄUME - Der Atem der Welt

Tony Kirkham

BÄUME - Der Atem der Welt

Kultur, Geschichte, Kunst

 


Bäume gehören zu den ältesten Lebewesen der Welt und mit insgesamt über 60 000 Arten sind sind sie eine der artenreichsten Pflanzengruppen der Erde. Sie kommen fast überall auf der Welt vor, und fast alle Menschen lieben sie.

Das behaupte ich einfach einmal so, aber wahrscheinlich liege ich nicht ganz falsch. Kein Wunder auch, die Menschheit und damit auch jeder einzelnen profitiert in irgend einer Weise direkt oder indirekt von ihnen.

Da ist es nur angemessen, dass diesem pflanzlichen Mitbewohner ein angemessenes Buch gewidmet wird. Und das was ich da vor mir liegen habe, ist der Sache und den Bäumen angemessen. Nicht wesentlich, aber trotzdem auffällig und gleich bemerkbar, ist das Format und die Aufmachung des Buches. Dich, groß und mit geprägtem Schutzumschlag. Das fällt auf.

Von Adam und Eva über Buddha bis heute

Mit unserer eigenen Geschichte verwoben, spielen Bäume in den Religionen und Mythen aller Kulturen eine wichtige Rolle – von Adam und Eva, die vom Baum der Erkenntnis aßen, bis zum Bodhi-Baum, unter dem Buddha Erleuchtung erlangte – und sind das Herzstück des menschlichen Überlebens.

Das Werk mit seinem bahnbrechende Überblick über die bemerkenswerte Schönheit und Bedeutung von Bäumen im Laufe der Geschichte behandelt alle Aspekte von Bäumen und ihren Merkmalen, von den Wurzeln bis zu den Blättern, von der Rinde bis zu den Samen. Seite um Seite ist einem einzigen Bild, ob jetzt Foto oder Grafik, mitsamt Erklärtext gewidmet.

Bäume in allen Facetten beschrieben

Der Autor stellt eine Vielzahl von Baumarten vor, von der gemeinen Esche bis zum Riesenmammutbaum, von Zwergbäumen in der Arktis bis zu Joshua-Bäumen, die in der Mojave-Wüste gedeihen. Ein Überblick über die wichtigsten Bäume der Welt also.

Mit über 300 Bildern zeigt »Bäume – Der Atem der Welt«, wie diese geliebten Pflanzen in Kunst, Kultur, Botanik und Geschichte auf der ganzen Welt in einer Vielzahl von Medien dargestellt wurden, darunter Steinskulpturen, Fotografien, digitale Animationen, botanische Illustrationen und sogar Installationen mit lebenden Bäumen.

Zudem ist das Werk nicht nur ein grandioser Natur-Bildband, sondern behandelt auch aktuelle Themen wie Entwaldung, Klima- und Umweltschutz. Themen, die zunehmend wichtiger werden – für Bäume wie für Menschen.

Das Buch wird ergänzt durch einen Zeitstrahl, beginnend 470 Millionen Jahren, ein Glossar und einen umfangreichen Index.

Das Buch in Kürze:

  • Eine Hommage an die Schönheit und Vielfalt der Bäume in Kunst, Wissenschaft,
    Geschichte und Kultur
  • Ausgewählt von einem internationalen Expertengremium aus Botanikern, Natur- und Kunsthistorikerinnen, Landschaftsfotografen, Museumskuratorinnen u.v.a.
  • Das Buch zeigt die Bedeutung von Wäldern und Bäumen und trifft damit den
    Zeitgeist der Rückbesinnung auf die Natur.

Über den Herausgeber:

Tony Kirkham war jahrelang Leiter des Arboretums, der Gärten und der Gartenbauabteilung von Kew Gardens, dem legendären Botanischen Garten in London. Er und sein Team waren dort für 14 000 Bäume zuständig und teilten ihre Leidenschaft für Bäume mit den Besuchern von Kew. Er ist Autor von zahlreichen Büchern, leitete Kampagnen zur Erhöhung des Baumbestandes im städtischen Bereich und bezeichnet »Bäume beobachten« als sein Hobby.

Tony Kirkham: BÄUME – Der Atem der Welt. Kultur, Geschichte, Kunst. 352 Seiten, Hardcover, edle Ausstattung. Übersetzt aus der englischen Originalausgabe: TREES – Exploring the Arboreal World. Verlag Midas, Zürich, 1. Auflage 2025. ISBN: 978-3-03876-330-7, 59 € (D), 61 € (A), 78 sFr

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Dieter Buck

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Dienstag, 16. September 2025

Nina Blazon: Stuttgarts verborgene Geschichten

Nina Blazon:

Stuttgarts verborgene Geschichten

Von Drachen und anderen Rätseln

 


Schriftsteller in Stuttgart, Schriftsteller, die über die Stadt schreiben? Nichts außergewöhnliches. Schiller ist ja geflüchtet, Joachim Ringelnatz 200 Jahre später gekommen. Und viele andere.

Hier schreibt eine zeitgenössiche Autorin über die Kesselstadt mit ihrem ganz eigenen Charme. Die Stadt, meine ich. Nina Blazon unternimmt eine kurzweilige poetische Tour durch die baden-württembergische Landeshauptstadt.

Mit Schwester Henny, der ersten Polizeiassistentin Stuttgarts, wandert sie durch die Viertel des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, im Hier und Jetzt entdecken wir Street-Art des anonymen Künstlers Wingsy. Wingsy? Banksy? – Man muss aufpassen. Nicht alles ist real, was die Schreiberin erzählt. Aber will man es wirklich wissen, was jetzt echt und was Phantasie ist? Wäre eigentlich schade drum.

Trotzdem: Die Leser*innen lernen die Löwenbändigerin Claire Heliot kennen und das »Stuttgarter Bestiarium« vom Stadtfuchs bis zum Cannstatter Papagei, lauschen Arbeitern des Industriezeitalters im Heslacher »Kohldampf-Gässle« und spüren dem Zauber des Kindseins in Helga Brehmes Marionettentheater nach. Es geht um alte Architektur, um alte und aktuelle Menschen, um Spaziergänge kreuz und quer, ums Kohldampf-Gässle und um die Fanta Vier. Um Geschichte und Gegenwart, um Menschen, echte oder erfundene, um Begegnungen mit Tieren und Begebenheiten aus der Stadtgeschichte, die immer interessant sind – der Mensch ist halt ein Voyeur.

So fügen sich Geschichten, Gesichter und Stimmen aus verschiedenen Epochen und Lebenswelten zu einem Kaleidoskop spannender Blickwinkel und überraschender Perspektivwechsel.

Das kleine, feine Büchlein, dem sogar ein Lesebändchen gestiftet wurde, ist natürlich für alle Bewohner der ehemaligen Residenzstadt interessant, um nicht zu sagen, ein Must have, sondern auch für alle anderen, die sich an geschliffener Sprache, Wissen, Kenntnis und Phantasie erfreuen können.

Nina Blazon: Stuttgarts verborgene Geschichten. Von Drachen und anderen Rätseln. Literarischer Reisebericht. Mit Grafiken von Dora Várkonyi. 168 Seiten, Format 11,5 × 18,5 cm, gebunden mit Lesebändchen. 8 Grad Verlag, Freiburg, 2025. ISBN: 978-3-910228-44-3. 24 €

Zu Autorin und Grafikerin:

Nina Blazon, geboren 1969 in Slowenien, lehrte nach dem Studium der Slawistik und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und Saarbrücken. Sie lebt als Schriftstellerin, Journalistin, Kinder und Jugendbuchautorin, die aber auch gerne historische Romane schreibt und Trainerin für Kreatives und Therapeutisches Schreiben in Stuttgart.

Dora Várkonyi, geboren in Ungarn, aufgewachsen in Constantine, Budapest, Rom und Saarbrücken, lebt seit 1975 in Stuttgart, wo sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste studierte. Ihr vielfach ausgezeichnetes Werk wurden im In- und Ausland gezeigt.

Lesungen

Donnerstag, 13. November 2025, 19.30 Uhr
Buchhandlung Buch im Süden, Böblinger Str. 151, 70199 Stuttgart

Lesung
Donnerstag, 10. Juli 2025, 19.30 Uhr
Veranstalter: Vaihinger Buchladen, Robert-Leicht-Straße 30b, 70563 Stuttgart
Eintritt: 12 €
Anmeldung unter:
https://www.vaihingerbuchladen.de/

Lesung
Dienstag, 24. Juni 2025, 17 Uhr
Veranstalter: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart
Eintritt: 8,00 € / 6,00 €
Anmeldung unter:
https://www.hospitalhof.de/programm/240625-stuttgarts-verborgene-geschichten-von-drachen-und-anderen-raetseln/

Lesung
Dienstag, 13. Mai 2025, 19.30 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung Straub, Esslinger Str. 26, 73760 Ostfildern
Eintritt: 12 Euro

Dieter Buck

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Mittwoch, 10. September 2025

Alblust: Herbstausgabe 2025

Bilder voller Nostalgie: 

Die Alb im Blick

 


Die Herbstausgabe von Alblust stellt Bilder der Alb in den Mittelpunkt. Sie zeigt Fotos von vergessenen Orten mit morbidem Charme, aber auch Bilder, die den Wandel des Alltags in den Dörfern und der Alblandschaft dokumentieren.

Benjamin Seyfangs Fotos bescheren ein Gefühl zwischen Faszination und Schrecken. Seine Motive sind vergessene Orte, wie zum Beispiel eine verlassene Textilfabrik oder eine vollständig eingerichtete Villa, in der im Wohnzimmer die Tapete modert, Vorhänge zerfetzt sind und ein geschmückter Weihnachtsbaum steht. Der Fotograf aus Metzingen hat zu seinen Lost Places schon einige Bücher veröffentlicht und vom Gewächshaus bis zum Auto alles mögliche festgehalten.

„Bilder der Alb“ heißt das Titelthema in der Herbstausgabe des Magazins Alblust. Dazu gehören auch die Aufnahmen von Botho Walldorf aus Wannweil: Der 80-Jährige hat sein Leben lang den Wandel des Alltags festgehalten. Seine einzigartige Sammlung erzählt von Dampfloks, Kuhgespannen und den Menschen in den Dörfern.

Historische und aktuelle Aufnahmen gegenübergestellt

An solchen Fenstern in die Vergangenheit ist auch Alblust-Autor Thomas Faltin interessiert: Für sein Buchprojekt „Schwäbische Alb – Damals und heute“ hat er historische Aufnahmen, Stiche und Gemälde von Landschaften gesucht und ihnen ein aktuelles Foto vom exakt selben Ausschnitt gegenübergestellt. Auch Malerinnen und Maler halten bis heute die Alb in ihren Werken fest. Einige Beispiele und die Museen, in denen ihre Arbeit zu sehen ist, sind ebenfalls in der neuen Alblust zu finden.

Herbstwanderungen zum Ipf und zur Schmeie

Das Magazin Alblust arbeitet seit der ersten Ausgabe mit authentischen Bildern von Fotografinnen und Fotografen, die vor Ort sind und eine Geschichte auch mit ihren Aufnahmen erzählen. Deshalb sind auch in der Herbstausgabe zu allen anderen Themen beeindruckende Fotos zu sehen. So auch zu den beiden Wandertipps für den Herbst: Es geht auf den Spuren der Kelten zum Ipf bei Bopfingen, einer der schönsten Erhebungen der Alb. Die andere Tour folgt dem Flüsschen Schmeie auf ihrem Weg zur Donau – und durch eine der ruhigsten Ecken der Alb.

Die Tierserie widmet sich diese Mal den Eichhörnchen – und eines davon ist auf dem Alblust-Titel zu sehen. Tiere stehen auch auf dem Biohof von Uschi Gorzelany in Kochstetten im Mittelpunkt: Sie ist Landwirtin mit Leib und Seele und klopft an, wenn sie ihren Hühnerstall betritt. Der Verein Falconis hat ebenfalls ein Herz für Tiere: Kranke Falken, Eulen und Uhus werden in seinem Greifvogelzentrum bei Göppingen hochgepäppelt.

100 Jahre Hengstparade

Manche Tiere locken sogar Tausende von Menschen auf die Alb: Die Hengstparade im Haupt- und Landgestüt Marbach ist ein solcher Besuchermagnet – und ein außergewöhnliches Pferdespektakel, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

Mit 30 Jahren reicht die Geschichte des Strohparks in der Heuberggemeinde Schwenningen zwar nicht ganz so weit zurück. Dennoch ziehen die originellen und teils gewaltigen Kunstwerke, die mehrere Vereine aus Stroh gestalten, jeden Herbst zahlreiche Neugierige an. 

Koch erfüllt Wünsche von Menschen im Hospiz

Die Reihe der empfehlenswerten Restaurants wird fortgesetzt mit der Rose in Ehingen an der Donau: Inhaber Marc Bürkle erfüllt nicht nur die Wünsche seiner Gäste. Er kocht auch ehrenamtlich für Menschen im Hospiz.

Die Ausgabe geht außerdem der Frage nach, warum Tuttlingen sich zur Hauptstadt der Medizintechnik entwickelt hat. Wer sich fürs Schwäbische interessiert, erfährt, woher das Wort „bhäb“ kommt. Außerdem wird die Auswanderin Tanja Göppel aus Münsingen vorgestellt, die heute in der Wildnis Kanadas lebt.

Darüber hinaus enthält die Herbstausgabe viele Tipps für Veranstaltungen und ein Quiz, bei dem Leserinnen und Leser eine genussreiche Fahrt im Oldtimerbus gewinnen können.  

Alblust. Das Schwäbische Alb Magazin. Herbstausgabe 2025. 132 Seiten, Herausgeber: GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG. Erhältlich im Zeitschriftenhandel in Baden-Württemberg und bundesweit im Bahnhofsbuchhandel. 6,50 €

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Dieter Buck

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Montag, 8. September 2025

Mimi Prunella Hernandez: Die ganze Welt der Heilpflanzen

Mimi Prunella Hernandez:

Die ganze Welt der Heilpflanzen

Die 100 wichtigsten Naturheilmittel, ihre Wirkung und ihre Geheimnisse

 


Ich habe ja schon sehr viele Bücher über Pflanzen, darunter auch Heilpflanzen gesehen und an dieser Stelle vorgestellt. Was aber jetzt vom Verlag National Geographic veröffentlicht wurde, ist Sonderklasse.

Das Buch dicke Werk mit 333 Seiten einer amerikanischen der Kräuterexpertin Mimi Hernandez Autorin, die sich in ihrem Metier gut auskennt, lässt nichts aus. Fast nichts. In „Die ganze Welt der Heilpflanzen“ wird die Heilkraft von 100 essenziellen Kräutern aus verschiedenen Kulturen beschrieben. Die erfahrene Autorin verbindet traditionelles Wissen mit moderner Wissenschaft und bietet praxisnahe Tipps für Küche, Garten und Gesundheit.

Gegliedert ist das Werk nach Themen wie Küchenkräuter, Gartenkräuter und Unkräuter in derr Heilkunde, Sensorische Heilpflanzen, Heilpflanzen für die Kräuterapotheke, Klassische Heilpflanzen, Heilkräuter aus dem Wald, Volksheilmittel und Heilpflanzen aus aller Welt. Behandelt werden auch Themen neben der direkten Kräuterkunde wie „Persönlichkeitsentwicklung durch Gartenarbeit“. Insgesamt also ein Riesenrundumschlag in der wichtigen Sache Heilkräuter. Dazu bietet das Buch ein umfangreiches Glossar und ein großes Stichwortregister. Beides wichtig für Leser/innen, die nicht ganz so tief in der Materie drin sind.

Mit wunderschönen Illustrationen und leicht verständlichen Anleitungen ist dieses Buch ein Muss für alle Pflanzen- und Gesundheitsbegeisterten.

Zur Autorin:

Mimi Prunella Hernandez, klinische Pflanzenheilkundlerin mit Master-Abschluss in Kräutermedizin, erhielt 2023 den Botanical Excellence Award des American Botanical Council. Über ein Jahrzehnt lang war Mimi Geschäftsführerin der American Herbalists Guild, wo sie sich unermüdlich dafür einsetzte, dass Experten für Heilpflanzen eine starke Berufsgemeinschaft zur Unterstützung ihrer Arbeit haben.

Mimi Prunella Hernandez: Die ganze Welt der Heilpflanzen. Die 100 wichtigsten Naturheilmittel, ihre Wirkung und ihre Geheimnisse. 336 Seiten, zahlreiche Fotos und Grafiken, Bindung: Paperback. National Geographic, 2025. ISBN 978-3-98701-093-4. 29,99 €

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Dienstag, 5. August 2025

Laurent Jullier: Fotografie betrachten

 Laurent Jullier:

Fotografie betrachten

 


Jeder von uns sieht jeden Tag unzählige Fotos. Bei den meisten wird zwar vermutlich schnell weitergeblättert, bei anderen jedoch genauer hingeschaut.

Irgend etwas zieht einen aus gewissen Fotos an. Vielleicht das Thema? Vielleicht die Gestaltung? Vielleicht die Farbe?

Man weiß es oft nicht, möchte aber vielleicht doch das eine oder andere Mal schon wissen, was einen an einem bestimmten Foto fasziniert – oder vielleicht auch langweilt oder gar abschreckt.

Warum?

Nun ist nicht jeder ein Kunsthistoriker und kann das was er sieht, neutral und wissend beurteilen. Und in Sachen Fotos kommt dieses neue Buch aus dem MIDAS Verlag gerade recht dazu, Licht in die Sache zu bringen.

Bei einem guten Foto kommt es nämlich auf alles an, selbst auf die kleinsten Details, erklärt der Autor. Aber wie erkennen? Sein Buch mit seinen Erklärungen soll dem laienhaften Betrachter helfen, neue und tiefere Sichtweisen auf Bilder zu entwickeln, sei es als Betrachter, als Praktiker – oder einfach nur beim Fotografieren. Zum Beispiel, wie heute oft der Fall, mit dem Smartphone.

Was will uns das Bild sagen?

„Fotografie betrachten“ skizziert wichtige Ansätze, die helfen, zu verstehen, warum ein Foto die besondere Aufmerksamkeit des Betrachters erregt und uns bewegt. In sieben Kapiteln behandelt Laurent Jullier, Experte für visuelle Kultur, Themen und Konzepte, die für das Verständnis des Mediums von grundlegender Bedeutung sind: Fotografie als Abbild der Realität; Manipulation und Verfremdung; Fokus, Perspektive und Raum; Zeit und Augenblick; Identität, Porträt und Selfie; die ganze Macht der Bilder also.

Fotografie in Geschichte und Gegenwart

Jullier erklärt anhand von über 100 Fotos aus der Geschichte der Fotografie was er zu sagen hat mit Beispielen aus aller Welt und aus der gesamten Geschichte der Fotografie – von Louis Daguerre bis Julia Margaret Cameron, László Moholy-Nagy, Dorothea Lange, Andreas Gursky, Hiroshi Sugimoto, Dayanita Singh, Aïda Muluneh und vielen anderen.

Abschließend führt ein ausführliches Glossar in die Welt der fotografischen Fachbegriffe ein. Eine Literaturliste und ein Quellenverzeichnis der zahlreichen Zitate ergänzen den Service für den Leser.

Insgesamt ist das Buch nicht nur eine exzellente Einführung in die Betrachtung und Analyse von Fotos, sondern vermittelt auch das Wissen, wie man Fotografien liest, sowie wie man beim Betrachten von Bildern die richtigen Fragen stellt. Schön auch für den Leser: Das Werk hat nicht nur ein handliches Format, sondern lädt durch sein feines, glatt gestrichenes Papier auch ein, es haptisch zu erfassen. Wer sich viel mit Büchern beschäftigt, weiß dies zu schätzen. Dass die teilweise kleinen Fotos dadurch eine exzellente Schärfe bekommen, ist ein angenehmer Nebeneffekt davon.

Zum Autor:

Laurent Jullier ist Professor am Institut Européen de Cinéma et d’Audiovisuel der Universität Lothringen; Forschungsdirektor am Institut de Recherches sur le Cinéma et l’Audiovisuel an der Sorbonne, Paris und Mitglied des Advanced Research Team on the History and Epistemology of Film and Moving Image Study an der Concordia University, Montreal. Er ist Herausgeber der Zeitschrift Mise Au Point und hat mehrere Bücher und zahlreiche Artikel zum Thema geschrieben.

Laurent Jullier: Fotografie betrachten. ART ESSENTIALS 176 Seiten, 103 Fotos, Paperback, Midas Collection, Zürich 2025. ISBN 978-3-03876-303-1. 17,90 € (D), 18,50 (A), CHF 25

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Dieter Buck

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