Montag, 19. November 2018

Clemens M. Hutter: Gruselwandern in Salzburg

Clemens M. Hutter:
 Gruselwandern in Salzburg
Schaurig schön wandern



Der Hexenwahn löste in Salzburg im 16. und 17. Jahrhundert drei schreckliche Wellen von Verfolgung aus. Darunter war die Hysterie rund um den Zauberer Jackl mit 139 Opfern eine der blutigsten Hexenjagden im ganzen deutschen Sprachraum – wobei drei Viertel der Getöteten Männer waren.

Diese Epoche der Landesgeschichte Salzburgs mutet wie ein gigantisches Gruselkabinett an – und noch heute erinnern Dokumente, Sagen, Gebäude oder Flurnamen an zahlreiche Orte dieses schrecklichen Treibens. Wobei man vorab sagen muss: Dieses Buch handelt zwar von Salzburg, die in ihm beschriebenen Ereignisse waren in ganz Europa zu bestimmten Zeiten Usus. So ist galt der Mensch. Und, wenn man die täglichen Nachrichten im Fernsehen sieht oder Zeitung liest: Es gibt genügend Staaten auf der Welt, wo es auch heute noch so zugeht wie in Salzburg bzw. in ganz Europa seinerzeit.

So schrecklich die Vorkommnisse auch sind, sie faszinieren die Menschen einfach. So ist es halt. Clemens Hutter, profunder Salzburgkenner und schon mit mehr Büchern über Stadt und Land hervorgetreten, hat für das vorliegende Buch 59 Routen zu solchen Schauplätzen zusammengestellt.

Er erzählt die Geschichten, er spürt den Ursachen für die Verfolgungen nach und beleuchtet den jeweiligen historischen Hintergrund. Abseits der Hexenjagden führt er uns zu verzauberten Prinzessinnen, zu Geistern im Wasserfall, aber auch zu Hitlers Gruselkabinett und zu einem Glasteufel im Mikroskop.

Bestens recherchierte Storys und Hintergrundinformationen sowie eine geschliffene Sprache sind bei dem beruflichen Background des Autors selbstverständlich. So hat der Leser nicht nur einen Führer zu Schauplätzen etwas außerhalb der gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten vor sich, sondern gleichzeitig ein interessant zu lesendes Werk über die Geschichte Salzburgs.

Zum Autor:
Clemens M. Hutter, Dr. phil., geboren 1930, war Ressortchef für Außenpolitik bei den Salzburger Nachrichten. Publikationen zu historischen und ökologischen Themen, über 45 Bücher mit den Schwerpunkten Sozialgeschichte, Totalitarismus und Alpinistik. Der Träger des René-Marcic-Preises ist Verfasser zahlreicher Bildbände, Wander- und Themenführer im Verlag Anton Pustet.

Clemens M. Hutter: Gruselwandern in Salzburg. 272 Seiten, durchgehend bebildert, mit Kartenmaterial, Format: 11,5 x 18 cm, Bindung: französische Broschur. ISBN 978-3-7025-0905-7. € 22,00
eBook: 978-3-7025-8052-0, ca. € 16,99
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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